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Mit guten Aufschlägen leistet Amelie Krimphoff im Tiebreak ihren Beitrag zum Bad Vilbeler 3:2-Sieg in Sinsheim.

Bad Vilbel stibitzt zwei Punkte in Sinsheim

  • VonJürgen Keßler
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(pm). Einen hauchdünnen Überraschungssieg beim SV Sinsheim feierten am vergangenen Samstag die Volleyball-Damen des SSC Bad Vilbel in der 3. Liga Süd. 3:2 hieß es am Ende für das Team aus der Wetterau. Sinsheim rangierte immerhin auf Platz drei. SSC-Co-Trainer Götz Steinfeld hatte die Spielerinnen in der ersten Januarwoche akribisch auf das Spiel vorbereitet und vor allen Dingen an individuellen Fertigkeiten gearbeitet.

Diese gute Vorbereitung sollte sich am Ende auszahlen.

Unmittelbar nach Spielbeginn sah sich die Bad Vilbeler Mannschaft gleich hellwachen Sinsheimerinnen gegenüber, die hauptsächlich im Außenangriff viel Druck ausübten. So lag man schnell mit 4:9 hinten und bemühte sich, Anschluss zu halten. Dies gelang, unterstützt durch gute Aufschläge von Kapitänin Anna Laschewski, recht gut. Jedoch kam das Aufbäumen zu spät, und der SSC verlor den Satz mit 18:25.

Trainer Christoph Haase brachte nun Jeannette Pfeiffer auf der Diagonalposition. Die Annahme und die Abwehr um Libera Yasmin Lotz, die später auch zum MVP gewählt wurde, standen stabiler und begannen, fast jeden Ball herauszukratzen. Der SSC - mit Amelie Krimphoff am Aufschlag - konnte gleich zu Beginn des Satzes in Führung gehen. So waren die Weichen schon früh auf Satzausgleich gestellt. Man gewann den Durchgang mit 25:20.

Im dritten Abschnitt legte Bad Vilbel erneut einen durchwachsenen Auftakt hin. Mit 6:9 lag man zwischenzeitlich wieder zurück. Doch in dieser Phase übernahmen Julia Elbert - mit starken Zuspielen auf Katharina Friedrich - und Vanessa Stricker die Verantwortung. Die beiden Angreiferinnen waren durch den gegnerischen Block nicht zu stoppen. So kämpfte man sich zurück und gewann den Satz mit 25:18.

Wer nun dachte, das Match sei gelaufen, sah sich getäuscht. Jetzt waren es die Sinsheimerinnen, die vor allen Dingen im Aufschlag und im Angriff erneut aufdrehten, schnell in Führung gingen und Durchgang vier mit 25:17 für sich entschieden. Der Tiebreak musste also die Entscheidung bringen.

Dörr und Krimphoff entscheiden Partie

Bis zum Seitenwechsel entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch. Bis zum 8:7 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Um jeden Punkt wurde gefightet, und der SSC wehrte durch Jeannette Pfeiffer in der Abwehr fast unmögliche Bälle ab. Nachdem Ornela Dörr im Mittelblock zweimal erfolgreich gepunktet und Amelie Krimphoff einen Aufschlag nach dem anderen ins gegnerische Feld gewuchtet hatte, setzte sich schließlich der SSC ab. 15:12 hieß es am Ende.

»Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer. Mein Team hat von Sekunde eins um jeden Ball gekämpft und grandios angenommen und abgewehrt. Ein weiterer Schlüssel für den Sieg waren die guten Aufschläge in Kombination mit einer niedrigen Fehlerquote. Die zwei Punkte nehmen wir gerne mit. Am Wochenende geht es nach Stuttgart, bevor die richtungsweisenden Spiele gegen Offenburg und Saarlouis folgen«, bilanzierte Haase.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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