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Beienheim bittet zum Verfolgerduell

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Von: Leon Alisch

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(lab). Der 30. Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West steht an und bringt Wegweiser mit sich - Richtung Aufstieg und Richtung Abstieg. Wollen die Sportfreunde Friedrichsdorf noch etwas mit dem Kampf um Rang eins zu tun haben, müssen sie am Sonntag den SKV Beienheim schlagen - eine harte Aufgabe. Umgekehrt ist die Lage im Keller. Der Pfeil zeigt nach unten, doch der FCO Fauerbach und der SV Gronau geben nicht auf.

Jetzt sollen Punkte gegen den FC Karben und den FC Neu-Anspach her. Auf dem Weg zur Besserung ist dagegen der Türkische SV Bad Nauheim - gegen den 1. FC-TSG Königstein will man seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

1. FC-TSG Königstein - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Der TSV hat zwei Big Points gelandet. Mit Siegen gegen den FV Stierstadt und Fauerbach hat man der Talfahrt ein Ende gesetzt und nun immerhin acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Und was hat sich gebessert? »Wir trainieren, ganz einfach. Die Mannschaft war sich der brenzligen Lage nach fünf Spielen bewusst und hat dann zwei sehr wichtige Partien gewonnen«, sagt Trainer Savas Yasaroglu. Er betont allerdings: »Wir sind noch nicht am Ende. Wir haben weitere schwere Spiele vor der Brust, außerdem ist noch nicht einmal klar, wer alles absteigt.« Mit Königstein trifft man am Sonntag auf den Tabellenvierten. Der Gegner ist mit vielen jungen Spielern gespickt, wodurch Yasaroglu eine laufintensive Partie erwartet. »Uns kommt allerdings zugute, dass wir in solchen Begegnungen nichts zu verlieren haben«, ergänzt er. Personell hat man am Wochenende nicht die große Wahl: Stanley Ike (Zerrung) und Samet Özisli (Krankheit) fallen wohl aus. Dafür kehrt Adrian Saletnik nach einer Zerrung zurück.

SKV Beienheim - SF Friedrichsdorf (Sonntag, 15.30 Uhr): Zweiter gegen Dritter! Das Topspiel am 30. Spieltag hält einiges bereit. Eine Frage drängt sich allerdings auf: Um was geht es noch? Haben die Sportfreunde noch Chancen auf Rang eins? Der Abstand beträgt elf Punkte, Dortelweil macht keine Anstalten nachzulassen. Oder kann der SKV Beienheim vielleicht noch auf Rang zwei vorrücken? Auch hier sind es neun Punkte Rückstand. Geht es im Spitzenspiel eineinhalb Monate vor Saisonende also schon um die goldene Ananas? Fakt ist: Möchte Friedrichsdorf noch mal ernsthaft oben angreifen, dann ist jetzt die Zeit dafür. Nach der Winterpause ließen die Sportfreunde zu viele Punkte liegen, wirkten schwach. Zuletzt gab’s immerhin den Derbysieg im Stadtduell gegen den FSV. Beienheim blieb unterdessen ebenfalls nicht makellos - aber ungeschlagen. Für Sonntag steht bereits fest, dass Spielertrainer Maximilian Esposito (Wadenblessur) nur von der Seite aus coachen wird. Die Vereinsrekord-Serie von 18 ungeschlagenen Spielen könnte reißen.

FC Karben - FCO Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Die nächste ärgerliche Niederlage für Fauerbach unter der Woche, und der Klassenerhalt ist in weite Ferne gerückt. Mehrfach fehlte es dem FCO zuletzt an offensiver Durchschlagskraft. Und auch wenn man sich am Elachfeld auf keine Rechenspiele einlässt, ist mittlerweile offensichtlich: Man muss über sich hinauswachsen, um den Liga-Verbleib noch zu schaffen. Auch, weil das Abschlussprogramm nicht einfach ist. »So blöd es klingt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel. Rechnen brauchen wir erst, wenn wir mal Punkte holen«, sagt Trainer Andreas Baufeldt. Die Stimmung in der Mannschaft sei, so Baufeldt, vom Zusammenhalt geprägt. Man habe ein Team, dass am Ball bleibe, egal was passiert. Gegner Karben wird für die Mannschaft jetzt zur nächsten Mammutaufgabe. Die junge Elf von Karl-Heinz Stete hat noch Chancen auf Platz vier. Zuletzt präsentierte sich Karben trotz angespannter Personalsituation erfolgreich. Auch für Sonntag vermeldet der FCK wieder Ausfälle. Beim FCO kehrt Valentin Krämer ins Tor zurück.

SV Gronau - FC Neu-Anspach (Sonntag, 15.30 Uhr): Auch für Gronau wird die Lage von Woche zu Woche enger. Man hat gepunktet, man hat gesiegt, aber es reicht noch nicht. In den ausstehenden acht Spielen darf sich der SV keine Patzer erlauben und sollte im Optimalfall auch als Außenseiter mal Erfolg haben. Vielleicht gegen Neu-Anspach? Zugegeben: Es wäre eine Überraschung. Anspach ist Fünfter, war aber mal Dritter. 2022 läuft es längst nicht so wie zuvor, nur ein Sieg steht zu Buche. Mehrfach musste Coach Jörg Loutchan seine Elf in der Halbzeit wachrütteln. Die Anspacher hinken im Vergleich zu den anderen Topteams vor allem offensiv hinterher, haben unter den Top Ten die wenigsten Tore erzielt. Dennoch muss sich Gronau am Sonntag mächtig steigern. Zuletzt klemmte es mal wieder in der Abwehr: Da helfen auch vier Tore in Usingen nichts, wenn man sechs kassiert.

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