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Beienheim will Serie ausbauen

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Von: Leon Alisch

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Darren Lee Hare und der SKV Beienheim haben derzeit einen Lauf und sind seit vier Partien ungeschlagen. FOTO: NICI MERZ © Nicole Merz

(lab). Drei Wetterauer Fußballteams schwirren in der Abstiegszone der Gruppenliga Frankfurt-West und zwei können dieser quasi nicht mehr entkommen. Für den SV Gronau und den FC Olympia Fauerbach ist der Weg nach oben zu groß geworden - es wird in Richtung Kreisoberliga gehen. Doch vielleicht können die Teams ohne Druck nochmal Punkte bejubeln. Für Gronau besteht gegen den FSV Friedrichsdorf die Chance, Fauerbach tritt bei der TSG Niederrad an.

Der Türkische SV Bad Nauheim hat sich derweil fast ans rettende Ufer bugsiert und muss am 34. Spieltag bei Topteam SF Friedrichsdorf ran. Der Tabellendritte SKV Beienheim trifft auf die abstiegsgefährdete SG Westend.

Spfr. Friedrichsdorf - Türkischer SV Bad Nauheim (So, 15.30 Uhr): So schnell wie Savas Yasaroglu gekommen war, war er auch schon wieder gegangen. Für elf Pflichtspiele hatte Yasaroglu die Mannschaft gecoacht, darin vier Siege mit seinem Team geholt und den TSV zumindest in sichere Fahrwasser gebracht. Eigentlich wollte Yasaroglu mindestens bis Saisonende bleiben - je nachdem, wie es mit dem Vorstand der TSV weitergeht - entschied sich aber für den vorzeitigen Abgang. Präsident Hayrettin Bayrak betonte nun, dass man sich am Ende weiter super verstanden habe, da sich beiden Seiten bereits lange kennen. Für die noch ausstehenden fünf Spiele übernimmt Bahattin Bayrak, der unter Yasasroglu Co-Trainer war, die Leitung der Mannschaft. Er ist nach Tufan Tosunoglu, Kamber Koc und Savas Yasaroglu der vierte Trainer des TSV in dieser Saison. Bruder Hayrettin unterstützt ihn bei der Trainerarbeit. Dem Club fehlt nicht mehr viel, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Einmal drei Punkte würden reichen. Bei den Sportfreunden wird dies allerdings sehr schwierig.

SKV Beienheim - SG Westend Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr): Beienheim ist auf dem Weg zu etwas Großem. Der 6:1-Sieg unter der Woche gegen den FSV Friedrichsdorf unterstrich nochmals die Konstanz und die Stärke des SKV. Sechs Tore und keins davon durch Toptorschütze Steffen Münk zeigen zudem, dass sich die Mannschaft nicht auf einen Spieler stützt, sondern variabel auftreten kann. Dazu trumpfte Beienheim unter Flutlicht mit einer starken Bank auf. Darius Rienmüller und Maximilian Esposito kamen beide nach langwöchiger Pause wieder zum Einsatz und machten sich auf dem Platz sofort bemerkbar. Rienmüller betrat nach 61 Minuten für Owen Hare die Partie und brillierte prompt mit zwei Vorlagen. Damit dürften sich die Kaderengpässe des SKV zumindest im gröbsten erledigt haben. Wie bereits angekündigt, soll mit der Reserve in der nächsten Runde eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Dorn-Assenheim gebildet werden, um »sportlich stark aufgestellt zu sein«. Für die A-Elf geht es am Sonntag gegen die SG Westend Frankfurt, die noch gegen den Abstieg kämpft.

TSG Niederrad - FC Olympia Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Rechnerei hin oder her, der Abstieg ist besiegelte Sache für den FC Olympia Fauerbach. Nach aktuellem Stand bräuchte das Team noch 15 Punkte, um auf Rang 13 zu klettern. Die DJK Bad Homburg dürfte keinen Zähler mehr holen. Das ist äußerst unwahrscheinlich. Die Absteigerzahl aus der Gruppenliga reguliert sich anhand der Frankfurter Absteiger aus der Verbandsliga Süd. Dort sieht es im Moment so aus, als würden der SV der Bosnier und die Spvgg. Oberrad den Weg nach unten antreten. Da die Zahl der Mannschaften in der Gruppenliga nicht zu groß werden darf, müssen nach aktuellem Stand sechs Vereine aus dieser runter. Und Fauerbach wird wohl dabei sein. Jetzt gilt es, die Sache würdig zu Ende zu bringen. »Was die Moral betrifft habe ich keine Bedenken, denn die hat die Mannschaft zuletzt noch gezeigt. Außerdem haben wir jetzt keinen Druck mehr«, sagt Sprecher Jürgen Güssgen.

SV Gronau - FSV Friedrichsdorf (So, 15.30 Uhr): Gleiches Spiel in Gronau. 15 Punkte Rückstand bei noch vier ausstehenden Spielen bedeutet: Der Gronauer Abstieg ist nach aktuellem Ermessen bezüglich der Absteigerzahl nicht mehr abzuwenden. Die Bemühungen, nochmal zurückzukommen, zu neuer Stärke zu finden, haben endgültig nicht ausgereicht. Der SV hat lediglich die blamablen Auftritte aus der Hinrunde mit Kräften wie Ion Samoila und Ermin Mehmedinovic ausgemerzt, mehr war nicht drin. Und so wartet auch auf die Gronauer die undankbare Aufgabe, das Ding noch zu Ende zu bringen. Doch auch bei Gegner Friedrichsdorf läuft nicht mehr viel: Drei krachende Niederlagen in Folge, seit acht Spielen kein Sieg. Immer wieder machen Ausfälle dem FSV einen Strich durch die Rechnung. Mehr als Platz zehn wird nicht mehr drin sein. Und das ist mitunter enttäuschend für den Verein.

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