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Beienheim will Serie in Usingen weiter ausbauen

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Von: Leon Alisch

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Bogdan Muntean vom SKV Beienheim zeigt den aktuellen Tabellenplatz des Klubs an. Im Spiel bei der Usinger TSG soll dieser dritte Rang weiter gefestigt werden. © Nicole Merz

Fußball-Gruppenligist SKV Beienheim eröffnet am Freitag den Spieltag in Usingen. In Dortelweil tritt Abstiegskandidat Gronau beim Spitzenreiter zum Derby an.

(lab). Zehn Spieltage stehen den Fußballteams der Gruppenliga Frankfurt-West noch bevor. Und für manchen beginnt jetzt der Schlusssprint. Für den SC Dortelweil trägt die Ziellinie den Titel »Aufstieg« - und der Vorsprung ist groß. Bleibt der Primus am Sonntag auch gegen den SV Gronau fehlerfrei, wird die Lage immer komfortabler. Richtig ungemütlich ist es dagegen für den Türkischen SV Bad Nauheim und den FC Olympia Fauerbach. Der TSV steht vor seinem Spiel gegen den FV Stierstadt einen Schritt von den Abstiegsrängen entfernt. Für Fauerbach wartet gegen die DJK Bad Homburg ein richtungsweisendes Spiel. Nicht alle werden die Ziellinie am Saisonende erreichen.

Usinger TSG - SKV Beienheim (Freitag, 20 Uhr): Beienheim bleibt weiter eine Macht, seit 18 Spielen hat die Mannschaft nicht verloren. Man fragt sich langsam: Wo haben die überhaupt Punkte liegen gelassen? Die Antwort: Zu Saisonbeginn kassierte das Team drei Niederlagen, seitdem läuft es mit kleinen Ausrutschern wie am Schnürchen. Und nach oben könnte noch was gehen: Die Sportfreunde Friedrichsdorf straucheln, aktuell beträgt der Abstand nur vier Punkte. Gegner am Freitagabend ist die Usinger TSG. Und die hat einen richtigen Lauf - bisher nur Siege im Jahr 2022. Was macht die Gegner so stark? Die Mannschaft kann fighten, erkämpfte sich zuletzt einen 2:1-Sieg gegen Stierstadt in Unterzahl. Neben einem ausgeprägten Mannschaftsgeist tritt der Sturm der TSG bemerkenswert auf: 13 Tore in vier Spielen, dreimal zählte Topstürmer Nico Gasch zu den Torjägern. Auf diesen sollte die Beienheimer Defensive um Spielertrainer Maxi Esposito unter Flutlicht besonders aufpassen.

FCO Fauerbach - DJK Bad Homburg (Sonntag, 15.30 Uhr): Die gute Nachricht: Fauerbach kann wieder spielen. Die Corona-Infizierten sind allesamt negativ getestet. Die schlechte: Gegen Bad Homburg steht bereits ein enorm wichtiges Spiel bevor. Man braucht unbedingt die Zähler und die DJK steht genau da, wo sie hinmöchte - auf Platz 13. Dazu kommt, dass man jetzt mit den Folgen von Corona zu kämpfen hat. »Fast alle der Erkrankten haben Probleme mit Atemnot. Es wird schnell vergessen, dass Corona für Sportler eine extreme Belastung darstellt«, sagt Trainer Andreas Baufeldt. »Ich würde mir wünschen, dass dieser Fakt mehr publik gemacht wird«. Folglich werden der Mannschaft am Sonntag Jakob Thum und Niklas van Beek nicht zur Verfügung stehen. Weiter fehlen die Langzeitverletzten um Paul Wischtak. Der drohende Abstieg wird für die Olympianer immer wahrscheinlicher. Und dennoch sollte nie vergessen werden: Die Gesundheit der Spieler geht vor.

SC Dortelweil - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr): 13 Tore aus 18 Spielen lautete die Offensivbilanz des SV Gronau aus der Hinrunde. Dieselbe Menge an Toren wurden nun in lediglich fünf Spielen erzielt. Und die waren noch nicht mal perfekt. Aber die Mannschaft ist im Kommen. Lediglich ein Punkt fehlt, um die inoffizielle Rote Laterne an Fauerbach weiterzureichen und es kommen noch einige Gegner, wo Gronau hofft, diese Punkte zu holen. Doch Dortelweil zählt realistisch betrachtet nicht dazu. »Es müsste schon alles zusammenlaufen«, sagt SV-Sprecher Stephan Firla. Vor allem darf das Team die ersten zehn Minuten nicht »verpennen«. »Wenn du gegen Dortelweil früh deine Gegentore kassiert, kannst du das Buch schon schließen«, fährt Firla fort. Immer wieder rappelte es im Gronauer Kasten jedoch viel zu früh. »Einige Unklarheiten in der Defensive mit den vielen Neuzugängen« nennt Firla als Grund dafür. Wird diese Misere übermorgen nicht abgestellt, sagen die Strengers und Steffens auf der anderen Seite Danke.

FG Seckbach - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): Harte Wochen mit harten Gegnern liegen hinter Karben. Der FC hat die Elite der Liga hinter sich, hat sie geärgert und geschlagen. Das Abschlussprogramm erscheint vergleichsweise leicht: Es kommen noch einige Gegner, gegen die Punkte durchaus drin sind. Auch der FG Seckbach? »Das ist eine etablierte Gruppenliga-Mannschaft, die jeden schlagen kann. Es werden noch viele Gegner auf uns zukommen, die sich vielleicht hinten reinstellen. Da müssen die Jungs Geduld beweisen«, sagt Karben-Sprecher Thomas Dechant. Vor einer Woche, gegen Neu-Anspach, schienen der Mannschaft in genau solch einer Situation die Ideen zu fehlen. »Man muss auch bedenken, dass unsere Stürmer Kevin Müller und Moritz Michel nach wie vor fehlen. Das Team hat diese bisher zu 100 Prozent kompensiert, am Sonntag waren es eben nur 80 Prozent«, weiß Dechant. Für das Spiel in Seckbach hofft Karben wieder auf die volle Ausbeute.

Türk. SV Bad Nauheim - FV Stierstadt (Sonntag, 15.30 Uhr): Der Knoten muss platzen beim Türkischen SV. Dreimal vergab die Mannschaft zuletzt eine Führung. Immer geriet Nauheim ins Schwimmen, schenkte seine Dominanz her, kassierte die Tore. Hat das Team das Siegen verlernt? Es scheint an Ordnung, an Ansprache und an Kontrolle auf dem Platz zu fehlen. »Nach dem 1:2-Gegentreffer war zu viel Chaos im Spiel«, drückte Co-Trainer Bahattin Bayrak das Problem vergangene Woche aus. Nun könnte es am 28. Spieltag so weit kommen, dass der Klub auf einen der Abstiegsränge fällt. Gegner FV Stierstadt kommt ebenfalls mit wenigen Punkten im Rücken daher, braucht sich als Achter in Sachen Abstieg jedoch keine Gedanken zu machen. Und so wird es höchste Zeit für den TSV, am Sonntag wieder zu punkten.

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