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Blutleere Vorstellung der Gießen 46ers

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(sks). Nach passablem Start sahen die Gießen 46ers im Heimspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg wenig Land. Vereinzelt hagelte es nach dem 59:76 Pfiffe von den Rängen. Die Abstiegsgefahr wird immer akuter.

Dabei hatte der stark abstiegsbedrohte Basketball-Bundesligist Gießen 46ers den besseren Start erwischt. Ludwigsburg wirkte in der Anfangsphase wie im Tiefschlaf, brauchte bis in die vierte Minute, um zu ersten Punkten zu kommen. Mit der Einwechslung des Ex-Gießeners Rawle Alkins kam Leben in das Gästeteam. »Er war natürlich extramotiviert«, schmunzelte Coach John Patrick. Die Ludwigsburger hatte den US-Amerikaner nach zwei guten Leistungen zu Saisonbeginn aus seinem Gießener Vertrag gekauft.

Ein Hauptproblem der 46ers war die eklatante Freiwurfschwäche. Immer wieder erarbeitete sich das Team Chancen an der Linie, warf aber massenhaft »Geschenke weg«, wie es 46ers-Trainer Pete Strobl nannte. »Wir haben 17 Freiwürfe verworfen und mit 17 verloren«, so der Austro-Amerikaner. Das machte sich bereits im ersten Viertel bemerkbar, das Gießen mit 18:10 entschied, dabei aber locker noch höher hätte führen können. Als Quarter zum Davonlaufen entpuppten sich die zweiten zehn Minuten. Fünf Punkte von Tremmell Darden leiteten den einzigen Führungswechsel ein (27:24, 16.). »Diese Phase hat uns sehr wehgetan«, so Strobl weiter. »Wir sind gut gestartet, auch nach der Halbzeit«, betonte der Coach, dass sich sein Team vom 30:41-Pausenrückstand keineswegs beeindrucken ließ.

Ganz im Gegenteil: Vor 1484 Fans in der Osthalle war es zunächst JD Miller, der per Dunk für Aufsehen sorgte. Kendale McCullum legte nach Penetration mit viel Traute nach. Ludwigsburgs bis dahin bester Mann, Justin Simon, musste mit seinem vierten Foul vorsorglich auf die Bank. Miller im Nachfassen stellte auf 37:42. Florian Koch traf von der Freiwurflinie beide Versuche: 39:44 (26.). Danach setzte die blutleere und ideenlose Talfahrt ein.

Zwei Dreier von Jonathan Bähre zogen den Stecker. Gießen ging in die Auszeit, produzierte danach aber zwei Ballverluste, bevor sich McCullum in einer Angriffssequenz gegen die Ludwigsburger Wand festspielte. Martins Laksa streute einen Dreier ein. »Aber die Jungs waren frustriert. Sie hatten das Gefühl, nichts geht in unsere Richtung«, erklärt Strobl.

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