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Böse Pleite für Bad Nauheim

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Von: Holger Hess

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Böse Pleite im Colonel-Knight-Stadion für den EC Bad Nauheim um Taylor Vause (19), der am Selber Schlussmann Michael Bitzer scheitert. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat in der DEL2 am Freitagabend mit einer 1:5-Niederlage vor heimischem Publikum seine Anhängerschaft enttäuscht.

(hss). Ein gebrauchter Eishockey-Abend für den EC Bad Nauheim. Mit 1:5 (0:1, 0:4, 1:0) unterlagen die Kurstädter am Freitagabend in der DEL2 überraschend deutlich gegen die Selber Wölfe. »Im zweiten Drittel haben wir kopflos gespielt«, brachte es EC-Trainer Harry Lange auf den Punkt. Unter die 2494 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion hatte sich auch Bremerhavens Coach Thomas Popiesch gemischt, der als Nachfolger von Ex-Bundestrainer Toni Söderholm gehandelt wird.

Vor dem ersten Bully gab es eine Gedenkminute für Richard Dallwitz. Der Assenheimer, den alle nur liebevoll »Obba Richard« nannten, verstarb am 6. November im Alter von 92 Jahren. Geschäftsführer Andreas Ortwein würdigte die ehrenamtliche Tätigkeit von Dallwitz über 60 Jahre hinweg.

0:7 gegen Ravensburg, 1:6 gegen Heilbronn. Für die Gäste setzte es in den letzten beiden Partien zwei deftige Klatschen. In der Deutschland-Cup-Pause trennte man sich zudem vom kanadischen Stürmer Brett Thompson und verpflichtete dessen Landsmann Bryce Reddick, einen Verteidiger, als Ersatz. In Bad Nauheim kam der 33-jährige Neuzugang noch nicht zum Einsatz. Daneben fehlten Kevin Lavallee, dem die Ligenleitung für einen Stockstich eine zweiwöchige Sperre aufgebrummt hatte, sowie Feodor Boiarchinov, Max Gimmel, Michael Schaaf und Richard Gelke.

Der EC - weiterhin ohne Kevin Schmidt und den überzähligen Förderlizenzakteur Pascal Steck - brauchte Anlaufzeit, um ins Spiel zu kommen. Die erste Gelegenheit verzeichnete Nick Miglio nach 30 Sekunden, aber Bad Nauheims Keeper Felix Bick zeigte sich wachsam. Die beste Einschussmöglichkeit der Hausherren bot sich Robin van Calster (8.), der alleine vor Michael Bitzers Kasten auftauchte, den Puck allerdings nicht am Schlussmann vorbei bringen konnte.

Auch eine doppelte Überzahl (15.) für die Rot-Weißen verpuffte wirkungslos. Auf der Gegenseite zog der im bisherigen Rundenverlauf oft kritisierte Kanadier Mark McNeill energisch mit viel Zug zum Tor und irgendwie landete die Scheibe im Netz - das Gäste-1:0 unmittelbar vor der Pausensirene und trotz einer Schussstatistik von 18:7. Kalt erwischt wurden die Mittelhessen unmittelbar nach Wiederbeginn. Konstantin Melnikovs Querpass landete bei Peter Trska und der slowakische Verteidiger vollendete mühelos zum 2:0 (22.). Ein Wirkungstreffer für die Rot-Weißen, die fehlerbehaftet agierten, zahlreiche Turnover produzierten, die Selb zu schnellen Gegenstößen förmlich einluden.

Binnen fünf Minuten erhöhten die Wölfe auf 5:0: Nick Miglio (29.), Lukas Vantuch (30./nach Mick Köhlers Fehlpass in der Offensivzone) und der konsequent nachsetzende Philip Woltmann (34.) schossen einen ebenso komfortablen wie überraschenden Vorsprung für die Porzellanstädter heraus. Den Ehrentreffer für die enttäuschenden Wetterauer markierte im Schlussabschnitt Taylor Vause (42.) im Powerplay.

EC Bad Nauheim: Bick - Köhler, Sekesi, Wachter, Seifert, Erk, Hafenrichter - Pollastrone, Vause, Herrmann, Wörle, Coffman, Hickmott,, Pauli, El-Sayed, Körner, van Calster, Cerny, Bartuli, Niedenz.

Selber Wölfe: Bitzer - Trska, Deeg, Kania, Fern, Silbermann - Miglio, Kruminsch, Naumann, Schwamberger, Vantuch, McNeill, Hlozek, Hammerbauer, Melnikov, Klughardt, Noack, Woltmann.

Tore: 0:1 (19.) McNeill (Vantuch, Fern), 0:2 (22.) Trska (Melnikov, Hammerbauer), 0:3 (29.) Miglio (Fern, Kruminsch), 0:4 (30.) Vantuch (Schwamberger), 0:5 (34.) Woltmann, 1:5 (42.) Vause (Köhler - PP1). - SR: Westrich/Schmidt. - Strafen: Bad Nauheim 6, Selb 10. - Zuschauer: 2494.

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