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Bryant wechselt aus Gießen zum MBC

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Der Kapitän geht - John Bryant verlässt die 46ers und schließt sich dem Bundesliga-Rivalen MBC an. © Red

(gae). Die stark abstiegsbedrohten Gießen 46ers mobilisieren alle Kräfte und misten kräftig aus. Der Tabellenvorletzte der Basketball-Bundesliga hat sich mit John Bryant auf eine sofortige Vertragsauflösung geeinigt. Einen Tag zuvor lösten die Verantwortlichen um Geschäftsführer Sebastian Schmidt den Kontrakt mit Jalen Tate auf (wir berichteten). Der Kader ist mächtig geschrumpft.

Das eingesparte Gehalt soll nun in einen neuen Spieler investiert werden, der die 46ers vor dem Abstieg retten soll.

Plötzlich ging alles rasend schnell. Am Dienstag bereits packte Bryant seine Koffer, fuhr direkt nach Weißenfels zu seinem neuen Arbeitgeber und saß am Donnerstag schon im Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel nach Hamburg. Der ebenfalls im Abstiegskampf verstrickte Mitteldeutsche BC war stark an einer Verpflichtung des 34-jährigen Centers interessiert.

Gießens Trainer Pete Strobl und Sportdirektor Schmidt waren mit den Leistungen von Bryant nicht zufrieden. Bei Strobl war der zweimalige BBL-MVP in der Rotation oft erst der dritte Brettspieler. Mangelndes Durchsetzungsvermögen und Schwächen in der Abwehr aufgrund seiner Schwerfälligkeit wurden ihm vorgeworfen. Eigentlich sollte der 2,11-m-Mann mit seiner Erfahrung dem jungen Team Stabilität geben.

Bryant selbst fühlte sich in seiner Rolle nicht mehr wohl. Seine Minuten auf dem Feld schrumpften in den vergangenen Partien immer mehr. Einsatzzeiten-Tiefpunkte in der seit acht Partien anhaltenden Niederlagenserie waren die Matches in Hamburg (3,46 Minuten), in Braunschweig (3,37) und zuletzt gegen Göttingen (5,15). »Die geringen Einsatzzeiten in Gießen waren für mich persönlich nicht mehr befriedigend«, sagte Bryant.

Da kam die Offerte vom MBC zur rechten Zeit, die nach dem Ausfall von Johannes Richter auf der Suche nach einem deutschen Center waren. In Windeseile wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Es folgte die Vertragsauflösung auf der einen und der neue Kontrakt auf der anderen Seite.

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