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Bundesliga-Spieltag der Überraschungen

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(dpa). Erst patzte Rekordmeister THW Kiel, dann kassierten die Füchse Berlin ihre erste Saison-Niederlage und schließlich gab es auch für die Rhein-Neckar Löwen eine Pleite. Das bisherige Toptrio der Handball-Bundesliga hat ein Wochenende zum Vergessen erlebt. Einen Tag nach dem 32:33 des Titelfavoriten aus Kiel gegen »Angstgegner« TBV Lemgo-Lippe verlor der Hauptstadt-Club am Sonntag überraschend beim bisher sieglosen Schlusslicht GWD Minden mit 27:

32 (15:11). Dennoch bleiben die Berliner, die zudem Rechtsaußen Valter Chrintz mit einer Knieverletzung verloren, mit 17:3 Punkten Tabellenführer. Denn Verfolger Rhein-Neckar Löwen unterlag im Anschluss beim HSV Hamburg mit 37:40 (18:21) und vergab mit nunmehr 16:4 Zählern den möglichen Sprung an die Spitze. »Wir haben in der Abwehr nicht die gewohnte Stabilität gefunden und sind nicht ins Tempospiel gekommen«, kritisierte Mannheims Rechtsaußen Patrick Groetzki.

Auch die Berliner waren bedient. »Das war ein herber Rückschlag. Wir haben so viele eklatante Fehler gemacht und den möglichen Sieg weggeworfen«, kritisierte Sportvorstand Stefan Kretzschmar beim Pay-TV-Sender Sky. Ähnlich bewertete Trainer Jaron Siewert den schwachen Auftritt beim Tabellenletzten. »Die Niederlage und die Verletzung sind sehr bitter«, sagte er. »Nach dem Ausscheiden von Chrintz haben wir den Faden verloren. Dass wir so viele technische Fehler machen und in der Abwehr kaum noch Zugriff haben, darf uns nicht passieren.«

Chrintz war beim Stand von 19:16 (41.) für die Gäste nach einem Wurf so unglücklich gelandet, dass er nach einer längeren Behandlungspause vom Parkett getragen werden musste. Danach ging bei den Berlinern, die in der ersten Halbzeit bereits Linksaußen Hans Lindberg mit einer Roten Karte verloren, nichts mehr.

Wetzlar rutscht ab

Umgekehrt bedeuten die unerwarteten Ergebnisse vom Wochenende, dass sich auch die Lage am Tabellenende zuspitzt. Verlierer des Spieltages waren somit die HSG Wetzlar nach dem 23:24 beim Bergischen HC und der SC DHfK Leipzig nach dem 25:26 gegen FrischAuf Göppingen. Am kommenden Donnerstag kommt es in Wetzlar zu deren direkten Duell.

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