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Während Pokalspiel läuft: Türk Gücü Friedberg verkündet Rücktritt von Trainer

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Von: Christoph Sommerfeld, Pedro Acebes Gonzalez

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Carsten Weber ist seit Mittwochabend kein Trainer mehr beim Hessenligisten Türk Gücü Friedberg. © Timo Jaux

Das kommt überraschend. Carsten Weber ist kein Trainer mehr bei Hessenligist Türk Gücü Friedberg. Schon am Mittwoch stand er beim 2:0-Pokalsieg in Dortelweil nicht mehr an der Seitenlinie.

Paukenschlag bei Türk Gücü Friedberg. Der Wetterauer Fußball-Hessenligist verkündete am Mittwochabend - quasi während des Kreispokalspiels in Dortelweil - auf seinen Social-Media-Kanälen den Rücktritt des Trainers. »Wir geben hiermit bekannt, dass unser Trainer Carsten Weber von seinem Amt zurückgetreten ist. Carsten teilte dies der Mannschaft bereits vor dem Pokalspiel in Dortelweil mit«, hieß es in der Mitteilung.

Weber kam im Sommer 2019 zu den Kreisstädtern und coachte drei Hessenliga-Jahre bei Türk Gücü, die vor allem im Zeichen der Pandemie standen. Zudem feierte er zwei Kreispokalsiege mit dem Club und erreichte das Hessenpokal-Achtelfinale.

»Es ist eine Entscheidung, die mir sehr schwer gefallen ist, weil ich weiß, wie sehr mir die Arbeit im Verein und mit der Mannschaft fehlen wird. Doch am Ende des Tages geht es nicht um einzelne, sondern immer um das große Ganze: die Mannschaft bzw. den Verein Türk Gücü Friedberg«, ließ sich Weber zitieren.

Türk Gücü Friedberg: 2:0-Erfolg beim SC Dortelweil

Weiterhin erklärte er, dass es sein Kernziel als Coach war und ist, den Spielern auf und neben dem Platz Wege aufzuzeigen, wie sie sich als Fußballer und Persönlichkeiten weiterentwickeln können. Er versuche stets ein Vorbild zu sein. »In der aktuellen Lage hatte ich das Gefühl, dass die Mannschaft ein ›Reset‹ benötigt, neue Impulse, neuen Glauben an die eigenen Stärken. Mit meinem Rücktritt hoffe ich, diesen Neustart entscheidend unterstützen zu können«, erklärte Weber, der sich abschließend beim gesamten Verein für die vergangenen zweieinhalb Jahre bedankte.

Im Viertelfinale des Kreispokals setzte sich der Hessenligist gestern dennoch durch und qualifizierte sich für die Runde der letzten Vier. Beim Gruppenliga-Tabellenführer SC Dortelweil hieß es am Ende 2:0 (1:0) für die Kreisstädter.

Türk Gücü Friedberg: Carsten Weber tritt vor Pokalspiel zurück

Rund um den Kunstrasenplatz im Bad Vilbeler Ortsteil war bereits zu Spielbeginn aufgefallen, dass TG-Trainer Weber nicht an der Seitenlinie stand. Stattdessen wurde das Team von Robert Cue betreut. Des Rätsels Lösung wurde schon während der Partie offiziell von Vereinsseite in bestätigt: Weber war vor der Partie als Trainer zurückgetreten. »Unser Sportlicher Leiter Sinan Karanfil hat sich nach dem Alzenau-Spiel mit dem Trainer getroffen und die Situation besprochen. Carsten hat sich dann für den Rücktritt entschieden«, sagte Pressesprecher Furkan Kaplan und ergänzte: »Für uns eine schmerzhafte Erfahrung, denn Carsten hat gute Arbeit geleistet.«

Angesichts dieser Ereignisse trat der Spielverlauf in der Pokalpartie etwas in den Hintergrund. Die Gastgeber boten durchaus Paroli und kamen durch Oliver Steffen (19.) und Nando Pröckl (47.) zu sehr guten Möglichkeiten. »Über 90 Minuten hat man keinen Zwei-Klassen-Unterschied gesehen. Im letzten Drittel hat uns aber das letzte Quäntchen Glück gefehlt«, kommentierte Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky. Die Gäste spielten ihr Pensum unbeeindruckt herunter und trafen durch Aret Demir (39.) und Murad Mahmudov (69.). »Wir sind sehr stolz auf die Leistung und gehen erhobenen Hauptes vom Platz«, sagte Mistetzky. Aufseiten der Gäste war man mit dem Weiterkommen bei einem anspruchsvollen Gegner sehr zufrieden. »In der jetzigen Situation zählte nur der Sieg. Wir haben das gut heruntergespielt und verdient gewonnen«, sagte Kaplan. Urgestein Alit Usic und Neuzugang Kamil Yikilmaz hatten von Beginn an gespielt und boten eine ordentliche Leistung. (Chris Sommerfeld und Pedro Acebes Gonzalez)

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Kreispokal-Viertelfinale: TSG Ober-Wöllstadt - SKV Beienheim 3:7, TuS Rockenberg - Spvgg. 08 Bad Nauheim 1:3.

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