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Cason Hohmann

Eishockey

Cason Hohmann: So sieht der »Online-Liebling« die Rückkehr ins Colonel-Knight-Stadion

  • VonHolger Hess
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Er wurde zum Liebling der Roten Teufel, obwohl die Fans ihn nur »online« sehen konnten. Jetzt kehrt Cason Hohmann ins Colonel-Knight-Stadion zurück - aber im Trikot der Bayreuth Tigers.

»This crazy last year.« Cason Hohmann war der gefühlte »Online-Publikumsliebling« des EC Bad Nauheim. In der Pandemie-bedingten Geisterspiel-Saison 2020/21 hat der US-Amerikaner die stimmungsvolle Kulisse im Colonel-Knight-Stadion nie kennengelernt. Auch die Fans der Roten Teufel erlebten die energiegeladenen Auftritte des nur 1,75 Meter großen Flügelstürmers lediglich am Bildschirm. Der beste DEL 2-Vorlagengeber (59 Assists) der vergangenen Runde heuerte im Frühjahr - für viele überraschend - beim Ligarivalen Bayreuth Tigers an. Mit seinem neuen Klub kehrt er am Freitag erstmals wieder zurück in die Wetterau. Wir haben am trainingsfreien Mittwoch mit dem 28-Jährigen gesprochen.

Herr Hohmann, ist die Partie beim Ex-Verein etwas besonderes oder »Business as usual«?

Ein bisschen was von beidem. Ich freue mich auf das Wiedersehen - und vor allem darauf, zum ersten Mal hier vor Zuschauern spielen zu können. Die Zeit in Bad Nauheim war sehr schön, es hat mir gut gefallen, und ich habe viele Freunde gefunden. Aber sobald der Puck zum ersten Bully eingeworfen wird, ist es Business.

Jamie Arniel wechselte nach Bratislava und jetzt nach Poprad. Mark Richardson ist in Cardiff, Kelsey Tessier in Rouen. Alle Kontingentspieler haben den EC verlassen. Inwieweit halten Sie Kontakt mit den letztjährigen Teamkollegen?

Mit allen bin ich gut befreundet. In der vergangenen Spielzeit war die Mannschaft ohnehin enger zusammen, weil sich die Situation ohne Fans komplett anders darstellte als vor Corona. Soweit ich es verfolge, läuft es bei den Dreien auch ganz gut.

Wie gefällt es Ihnen in Bayreuth, und wie bewerten Sie die Ergebnisse der Tigers bis dato?

Die Stadt ist toll, die Zuschauer unterstützen uns. Am Anfang lief es nicht. Wir haben zwar das erste Match gewonnen, dann aber fünfmal in Folge verloren. Von den letzten sieben Begegnungen konnten wir sechs gewinnen. Wenn man die Resultate der zurückliegenden Wochen sieht, sind Nauheim und Bayreuth aktuell die stärksten Teams. Das wird also interessant.

Welche Gründe gibt es für die sportliche Wende?

Am Anfang waren wir unstrukturiert, die Spieler mussten ihre Rollen verinnerlichen. Wir haben dann besprochen, was es zu ändern gilt. Vorne kommen die Tore von alleine, aber wir verteidigen jetzt besser und haben mit Timo Herden einen Top-Goalie. Er hatte zuletzt zwei Shutouts. Auch die torarmen Spiele zeigen, dass wir auf dem Weg sind.

Sie sind in erster Linie Spielmacher und Vorbereiter. Wie unterscheidet sich beispielsweise das Zusammenspiel mit Torjäger Jamie Arniel im Vergleich zu Torjäger Ville Järveläinen?

Generell ähneln sie sich in der Spielweise. Ville versteht es perfekt, sich freizulaufen und in gute Positionen zu bringen. Das passt, weil ich gerne die Chancen für meine Sturmpartner kreiere. FOTO: CHUC

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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