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VfB Höchst: Christopher Knoblauch will »um den Titel mitspielen«

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Der ambitionierte Spielertrainer des VfB Höchst aus der Fußball-Kreisoberliga Büdingen spricht im Interview über seine Ziele und die Stärken seiner Mannschaft.

Christopher Knoblauch und der VfB Höchst passen gut zusammen. Das verrät unter anderem der Blick auf die Zahlen. In seiner Debüt-Saison 2018/19 führte der Spielertrainer den Neu-A-Ligisten auf Tabellenplatz vier. Zwölf Monate später folgte der Titelgewinn nach Quotientenregelung, Nun spielt das Team des 36-Jährigen in der Fußball-Kreisoberliga Büdingen ganz oben mit, überwintert auf Tabellenplatz drei. Im Interview mit dem Kreis-Anzeiger verrät der in Glauberg lebende Sachbearbeiter das Höchster Erfolgsrezept und seine Pläne. Zudem erklärt Knoblauch, warum er seinen Vertrag gleich um zwei Jahre bis Sommer 2024 verlängert hat.

Warum läuft es so gut beim VfB Höchst?

Weil wir eine überragende mannschaftliche Geschlossenheit an den Tag legen. Zudem harmonieren Team, Vorstand und Spielausschuss. Ich habe schon bei meinem Amtsantritt im Sommer 2018 gesehen, dass in dieser Truppe riesiges Potenzial steckt. Das versuche ich jede Woche herauszukitzeln. Ein Großteil der überwiegend aus Höchstern bestehenden Mannschaft, bestimmt 60 bis 70 Prozent, spielte schon vor vier Jahren in der B-Liga zusammen, was unseren Erfolg umso bemerkenswerter macht. In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass wir lediglich Punktprämien zahlen - und zwar transparent, für alle Akteure. Wir stecken das Geld lieber in die Infrastruktur und Trainingsutensilien.

Sie haben Ihren Vertrag gleich um zwei Jahre bis Sommer 2024 verlängert. Wieso?

Einerseits zeigt es die Zufriedenheit des Vereins mit meiner Arbeit. Andererseits bin ich hier mit meinen Aufgaben noch nicht fertig. In meinen ersten beiden Spielzeiten belegten wir in der Kreisliga A die Plätze vier und eins. Danach folgte die Abbruchsaison in der Kreisoberliga. Jetzt sind wir Dritter. In den kommenden beiden Jahren wollen der Vorstand und ich das Team auf diesem Niveau stabilisieren. Unser Ziel muss es sein, sich in der Büdinger Königsklasse zu etablieren und eine feste Größe in den oberen Tabellenregionen zu werden.

Aktuell steht Ihr Team mit 31 Punkten aus 15 Partien auf Platz drei. Der Rückstand auf Herbstmeister KSV Eschenrod beträgt nur zwei Zähler. Ist sogar mehr drin?

Generell war unser Ziel der Klassenerhalt, das kann ich jetzt natürlich nicht mehr sagen. Jetzt wollen wir schon um den Titel mitspielen. Die Jungs sind heiß, freuen sich bereits auf den Trainingsstart Ende Januar.

Also würde sich niemand gegen einen Aufstieg in die Gruppenliga wehren?

Ich denke schon, dass ein Großteil der Spieler mitziehen würde. Allerdings weiß ich aus meiner Zeit bei der SG Marköbel, wie viel besser die Gruppenliga im Vergleich zu unserer jetzigen Spielklasse ist. Und ich weiß, dass sich Büdinger Vereine in der Gruppenliga Frankfurt Ost immer sehr schwer tun. Wir bräuchten externe Verstärkungen, die absolut einschlagen, Selbst dann könnte es nach einem Jahr wieder zurück in die Kreisoberliga gehen. Fakt ist: Der Verein möchte in der Kreisoberliga spielen, da gehört der VfB auf Dauer hin. Und wenn es ab und zu mal für ein Jahr in die Gruppenliga geht, ist das bestimmt auch nicht schlecht.

Wird es im Winter Verstärkungen für Ihr Team geben?

Tatsächlich haben wir schon drei neue Spieler. Luca Clauss und Matija Lepcin kommen vom A-Ligisten VfR Hainchen. Zudem wurde Marvin Storch reaktiviert. Aktuell sind wir noch auf der Suche nach einem zweiten Torwart für unseren Kreisoberliga-Kader.

Wie sieht es mit Ihrer aktiven Karriere aus? Werden Sie in der Rückrunde das Team in der Regel als Coach an der Außenlinie dirigieren?

Ich möchte auf jeden Fall so lange wie möglich aktiv mitwirken und der Mannschaft bei Bedarf helfen. Mit meinen 36 Jahren werde ich allerdings keinem hoffnungsvollen Talent den Platz im Team wegnehmen. Dann bin ich der erste Spieler, der lieber im B-Team kickt und anschließend die erste Mannschaft an der Außenlinie betreut. Ich muss nicht mehr 30 Kreisoberliga-Partien pro Saison absolvieren.

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