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Die Gruppenliga-Zwischenbilanz, Teil III: Die Sorgenkinder

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Von: Leon Alisch

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KS_20210926_wz_014_17122_4c_1 © Jürgen Keßler

Drei »Friedberger« Klubs sind zur Winterpause in den Abstiegskampf der Fußball-Gruppenliga verwickelt.

Alle 19 Teams der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West hatten es über die bisherigen 21 Spieltage nicht leicht. Hohe Belastung, hohe Leistungsdichte und kaum Zeit zum Durchatmen. Während einige der Mannschaften mit diesen Herausforderungen umzugehen wussten, hatten andere ihre Probleme - und stecken mitten im Abstiegskampf. Von den Wetterauer Klubs steht der FC Olympia Fauerbach genau an der Schwelle zum Klassenerhalt, während der SV Gronau und der SV Steinfurth am unteren Ende der Tabelle den Anschluss zu verlieren scheinen. Da kommt die Winterpause für alle drei Klubs gelegen, denn sie bringt Zeit, den Hindernissen aus der Hinrunde auf den Grund zu gehen.

FCO Fauerbach

Beim FC Olympia Fauerbach von Rang 14 sind jene Hindernisse verschiedener Natur: Zunächst fehlt es dem Kader ein Breite. Man kann Ausfälle wichtiger Spieler nicht ausreichend kompensieren und musste aufgrund von Verletzungen immer wieder auf wichtige Akteure verzichten. Und da wäre da noch die junge Elf, der es häufig an Cleverness und Erfahrung fehlt. So hatte man besonders in Duellen mit ebenbürtigen Gegnern zu häufig das Nachsehen. »Wichtig ist eben auch, dass man bei Niederlagen nicht vorzeitig aufgibt. So haben wir einige Spiele zwei bis drei Tore zu hoch verloren«, sagt Trainer Andreas Baufeldt. »Wir müssen alle an uns arbeiten«, ergänzt er - und nicht sich damit nicht aus.

Dennoch ist der Tabellenrang für die Fauerbacher keine Überraschung, man wusste, dass es hart wird. Und so ist man mit dem bisher erreichten sogar ganz zufrieden. »Es gab auch Stimmen, die haben uns ganz unten in der Tabelle gesehen«, blickt Baufeldt zurück. Da ist Platz 14 tatsächlich ein Erfolg - wenn auch mit Luft nach oben. Deshalb schaut man sich bereits nach neuen Spielern um. Der Kader soll vor allem breiter werden, man will der erhöhten Belastung gewachsen sein. Und im neuen Jahr mindestens sechs Mannschaften hinter sich lassen.

Sechs Teams steigen aus der Gruppenliga Frankfurt-West maximal ab. Unter Umständen sind es auch weniger - abhängig ist das Ganze von den fünf Frankfurter Vereinen in der Verbandsliga Süd. Je weniger von diesen am Ende der Saison absteigen, desto weniger Absteiger wird es auch in der Gruppenliga geben.

SV Gronau

Das würde auch den SV Gronau freuen. Doch die Lage beim Tabellen-18. ist weitaus schwieriger als in Fauerbach. Nach einem Auftaktsieg gegen Niederrad folgte eine lange Durststrecke. Am Ende waren es genau 14 Spiele, in denen die Mannschaft keinen einzigen Punkt geholt hatte. Langfristige Verletzungen, Long-Covid-Fälle, viele Abgänge vor der Saison - es waren mehrere Faktoren, die den Gronauern das Leben schwer machten. »Es fehlt auf dem Platz auch an Spielern, die Führung und Verantwortung übernehmen können«, sagt Pressesprecher Stefan Firla.

Folglich steht den Gronauern ein hartes Stück Arbeit in der Rückrunde bevor - der Abstieg droht. Dennoch bleibt Hoffnung: »Wir schauen jetzt, dass das Team verstärkt wird. Die Mannschaft soll sich weiterentwickeln. Unser Ziel ist weiterhin der Nicht-Abstieg«, sagt Firla. Die Mannschaft habe sich zuletzt etwas gefangen, die Richtung stimme. Und auch an der Stimmung im Verein hegt man keine Zweifel: »Wir sind in guter Zusammenarbeit mit dem gesamten Trainerteam«, betont Firla. Es überwiegt trotz einer belastenden Hinrunde in Gronau die Zuversicht.

SV Steinfurth

Was in Gronau an Problemen auftritt, schien in Steinfurth während der Vorrunde nochmal präsenter. Auch die Steinfurther starteten zuversichtlich, hatten schnell fünf Punkte auf dem Konto - dabei blieb es jedoch auch. Als Schlusslicht der Liga wurde der Abstand zu den Nicht-Abstiegs-Rängen nun immer größer.

In den letzten Spielen vor der Winterpause kassierte man schlussendlich einige überdeutliche Pleiten. Doch im Groben war den Verantwortlichen in Steinfurth von Anfang an klar, wie es woh laufen würde. Eine Mannschaft gespickt mit A-Jugendlichen und ohne gestandene Gruppenliga-Spieler, die zukunftsorientiert ausgerichtet ist, hat es in der Gruppenliga einfach schwer. Entsprechend setzt man sich andere Ziele für die Rückrunde: »Wir wollen auf jeden Fall die Saison zu Ende spielen und werden versuchen, uns so gut es geht zu verbessern«, sagt Trainer Süleyman Karaduman. Dennoch geht man nicht mehr davon aus, noch den Klassenerhalt zu schaffen und plant bereits mit der Kreisoberliga.

Abgänge werden sich in der Winterpause wohl nicht vermeiden lassen, gleichzeitig ist man auf der Suche nach Verstärkung. Man sucht gezielt nach jungen Spielern, möchte diese mit dem Teamgeist und der Infrastruktur in Steinfurth überzeugen. Die restlichen Akteure versucht man, bei Laune zu halten, auch wenn der letzte Sieg wirklich lange her ist. Demnach versucht man auch in Steinfurth den Wert für die Spieler aus einer Gruppenligasaison zu ziehen, sieht die Chancen. Und blickt - auch wenn man es von den 19 Vereinen am härtesten hat - aufrichtig in Richtung der verbleibenden 18 Spieltage.

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