_3aSPOLSPORT15-B_083034_4c
+
Sascha Hartmann und sein FC Kaichen sind in der A-Liga das Maß der Dinge. Der SV Ockstadt um Lukas Knitterscheidt (l.) befindet sich zur Winterpause auf Rang sieben.

Fußball

Die Zwischenbilanz in der Kreisliga A: So lief die Hinrunde

  • VonSascha Kungl
    schließen

In der Kreisliga A Friedberg prägen zwei Teams das Bild an der Spitze. Eine weitere Mannschaft beeindruckte durch ihre Aufholjagd. Vier Klubs bangen derzeit um den Klassenerhalt.

(kun). Zwei Klubs haben der Hinrunde in der Fußball-Kreisliga A Friedberg ihren Stempel aufgedrückt. Der von vielen Experten im Vorfeld als Topfavorit auf den Aufstieg gehandelte FC Kaichen hat die in ihn gesetzten Erwartungen an den bisherigen 15 Spieltagen auf ganzer Linie bestätigt. 18 Punkte beträgt das Polster der Elf von Spielertrainer Marcel Kopp auf die Nichtaufstiegsplätze.

Als einziges Team der Liga sind die Kicker von der Lögesmühle noch ohne Niederlage. Nur ein einziges Mal ging der Ligaprimus nicht als Sieger vom Platz - beim 2:2-Remis am zweiten Spieltag gegen die SG Wohnbach/Berstadt, die als einziger ernstzunehmender Konkurrent zum Jahreswechsel in der Tabelle acht Punkte hinter den Kaichenern auf Platz zwei rangiert. Das Polster der Elf von Spielertrainer Christopher Melius auf die Nichtaufstiegsplätze beträgt bereits zehn Punkte.

Dass die Konkurrenz den beiden Überfliegern die Aufstiegsplätze in der zweiten Saisonhälfte noch einmal streitig machen wird, ist derzeit nicht abzusehen - zu dominant ist das Spitzenduo bisher aufgetreten. Mit 80 Saisontreffern stellt der Spitzenreiter mit Abstand die treffsicherste Offensive der Liga, ist auf eigenem Platz mit neun Siegen aus neun Spielen eine Macht und hat mit Marco Weber (31 Saisontreffer), Nico Schmidt (14) und Marcel Kopp (11) drei der sieben besten A-Liga-Torschützen in seinen Reihen. Einzig an den Spieltagen zwei und drei, als der SKV Beienheim II das Maß aller Dinge war, standen die Kaichener nicht an der Tabellenspitze.

Das beste Auswärtsteam der Liga, die SG Wohnbach/Berstadt, brauchte dagegen einen Anlauf von sechs Spieltagen zum Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, den man mit sieben Siegen aus den letzten acht Spielen vor der Winterpause festigte. Noch eindrucksvoller ist nur die Kaichener Erfolgsbilanz mit 13 Siegen in Serie.

Auch der TuS Rockenberg kletterte mit einer beachtlichen Erfolgsserie von sechs Siegen und einem Unentschieden aus den letzten sieben Partien vor der Winterpause aus den Tiefen des Tabellenkellers bis auf Rang sechs. Mit nur drei Punkten aus den ersten acht Begegnungen stand die Elf von TuS-Coach Peter Morbe punktgleich mit dem FC Nieder-Florstadt am Tabellenende, ehe der 3:0-Heimerfolg im Kellerduell gegen die Nieder-Florstädter die Wende bedeutete. Sieben Spieltage später gehören die Rockenberger zum erweiterten Verfolgerfeld des Spitzenduos.

Zu den Verfolgern darf sich auch der FSV Kloppenheim zählen. Bereits in der Vorsaison deutete der Aufsteiger seine Qualität an - zum Zeitpunkt des corona-bedingten Rundenabbruchs stand die Elf von Trainer Siegbert Freienstein an der Spitze.

Deutlich überraschender ist die Zugehörigkeit der Teams aus Schwalheim und Ober-Hörgern zu den Top-Fünf. Nach ihren Aufstiegen aus der B-Liga waren die Germanen in den vergangenen Spielzeiten im unteren Mittelfeld zu finden, während die Ober-Hörgerner in den Vorjahren stets gegen den Abstieg kämpften.

Zum Kreis der Aufstiegsaspiranten hatte man vor der Saison eher die KSG 1920 Groß-Karben und den SKV Beienheim II gezählt, die sich zur Winterpause im Niemandsland der Tabelle befinden. Konnte die Elf von SKV-Coach Sascha Bilkenroth die Rolle als Mitfavorit zu Saisonbeginn zunächst untermauern, folgte im weiteren Verlauf aufgrund von teils deutlichen Niederlagen der Sturz auf Rang zehn. Mit deutlich höheren Erwartungen ist auch das Duo aus Hoch-Weisel und Nieder-Florstadt in die Saison gegangen. Während Florstadts Trainer Daniel Contin die insbesondere zu Rundenbeginn noch vorhandenen physischen Defizite seiner Elf als Hauptfaktor für das schwache Abschneiden ausgemacht hat, plagten Weisels Spielertrainer Jan Eric Dreikausen über die gesamte Hinrunde hinweg große Personalsorgen. Standen die Butzbacher Vorstädter zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs im Vorjahr noch auf dem zweiten Tabellenplatz, muss man sich aktuell mit Rang elf begnügen.

Eng geht es derweil am Tabellenende zu. Mit dem punktgleichen Trio aus Trais, Oppershofen und Steinfurth sowie dem Schlusslicht aus Heilsberg befinden sich vier Teams in akuter Abstiegsgefahr. Wie schon in der Vorsaison war der Traiser FC mit größeren Ambitionen in die Runde gestartet. Der verjüngte Kader unterlag jedoch in der Hinrunde immer wieder großen Leistungsschwankungen, sodass es für die Geißböcke als Tabellen-13. in der Rückrunde zunächst nur um den Ligaverbleib gehen kann. Gleiches gilt für Oppershofen und Steinfurth II, die den Klassenerhalt bereits vor der Saison als primäres Ziel ausgegeben hatten.

Gleich fünf Mal im Verlauf der Hinrunde bekamen die Zuschauer einen Sieg mit acht Toren Unterschied zu sehen. Der FC Kaichen behielt beim 8:0 gegen Beienheim, beim 9:1 gegen den SV Hoch-Weisel und beim 8:0 gegen Trais deutlich die Oberhand, während Kloppenheim mit 9:1 in Hoch-Weisel gewann und der SV Ober-Mörlen einen 10:2-Erfolg in Beienheim feierte.

Der Rockenberger Trainer Peter Morbe dürfte vor allem mit den letzten Wochen vor der Winterpause zufrieden gewesen sein mit seinem Team.
Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare