1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Diese WTA-Top 200-Stars schlagen für Bad Vilbel auf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Nickolaus

Kommentare

imago1011278702h_020522_4c
Das bulgarische Doppel Julia Terziyska/Viktoriya Tomova © Red

Jelena Ostapenko, Zwölfte auf der Weltrangliste, führt die Meldeliste beim TC Bad Vilbel an. Mit dem Heimspiel gegen Vaihingen starten die Tennis-Damen am Freitag in den Bundesliga-Sommer. Neun Top 200-Spielerinnen der Welt hat der Meister von 2019 im Kader.

Deutscher Meister 2019, Corona-Saison-Ausfall 2020, Ach-und-Krach-Klassenerhalt 2021. Und 2022? Der Klassenerhalt stehe an erster Stelle, sagt Tobias Schade, der Team-Chef des Damen-Bundesliga-Kaders des TC Bad Vilbel, vor dem Saison-Start. Der Spielplan beschert den Brunnenstädtern zum Start Duelle mit den Aufsteigern Vaihingen (Freitag, 13 Uhr auf eigener Anlage) sowie Berlin (Sonntag, 11 Uhr, auswärts).

Wie hat sich der Kader verändert? Ein halbes Dutzend Spielerinnen hat bereits 2019 den Titel mit Bad Vilbel gefeiert. Weitere sechs Spielerinnen aus dem Vorjahres-Kader sind auch 2022 wieder dabei. Eine Identifikationsfigur fehlt aber: Jule Niemeier. Die Dortmunderin spielte von 2017 an in der Regionalliga für Bad Vilbel. Jetzt schlägt die 22-Jährige - bereits Nummer 110 der Welt - für den Konkurrenten TC Bredeney auf.

Die größte Fluktuation im Kader gab’s auf den Top-Positionen. Jelena Ostapenko (1./French Open-Siegerin 2017), Maryna Zanevska (3./WTA 70), Viktoria Tomova (5./WTA 115), Ekatarine Gordodze (6./WTA 118), Lucrezia Stefanini (8./WTA 152) und Susan Bandecchi (9./WTA 194) sind erstmals für den TCBV gemeldet. Bekannte Namen sind Jasmine Paolini (2./WTA 46), Kirsten Flipkens (4./French Open-Doppel-Halbfinalistin 2018), Lesley Kerkhove (7./WTA 140) und Bibiane Schoofs (10). Sie werden mit Richel Hogenkamp (11.), Antionia Lottner (12.), Jessica Pieri (13.), Lara Arrubarrena (14.), Bianca Turati (15.) und Local Hero Mara Guth (16.) den Kern der Mannschaft bilden. Ergänzend sind Julia Terziyska und Finja Mahl gemeldet.

_20210703_TS_DA_Vilbel_M_4c
Jasmine Paolini mit Team-Chef Tobias Schade © Andreas Chuc

Wer ist Team-Chef? Marcello Craca hat Bad Vilbel verlassen. Nach dem Aufstieg 2018 - unter dem inzwischen verstorbenen Larry Cooper - hatte der Ex-Profi die Kader-Verantwortung übernommen und den Neuling zum Titelgewinn geführt. Der Saison-Absage 2020 war Abstiegskampf 2021 gefolgt. Im Herbst vergangenen Jahres hat Craca Bad Vilbel dann den Rücken gekehrt.

Die Sportliche Leitung der Bundesliga-Mannschaft liegt nun in den Händen von Tobias Schade. Der 37-jährige DTB-B-Lizenz-Inhaber geht in seine zehnte Saison in Bad Vilbel. »Ich habe Marcello bereits im vergangenen Jahr über die Schulter geschaut und die Bundesliga mit all ihren Strukturen kennengelernt. Das ist natürlich ein Vorteil für den Einstieg. Ich habe großen Respekt und zugleich Mega-Bock auf diese Aufgabe«, sagt Schade, der von Marco Ockernahl unterstützt wird.

Was sind die Ziele? Der Klassenerhalt stehe an erster Stelle, sagt Schade; gerade mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Vorjahr. Aufgrund von parallel lukrativeren Turnier-Optionen und aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen hatte der TCBV mitunter massive Probleme, überhaupt sechs Spielerinnen antreten zu lassen. Teilweise waren Matches kampflos abgegeben worden. »Da hatten sich durch die Verlegung der Bundesliga-Spieltage viele Überschneidungen mit dem internationalen Turnier-Kalender ergeben. Ich denke, da haben wir nun etwas mehr Stabilität im Terminplan«, sagt Schade.

imago1010146315h_020522_4c
Nummer 12 der Welt, Nummer 1 auf der Meldeliste des TC Bad Vilbel: Jelena Ostapenko © Red

Wer steht wann zur Verfügung? Das ist weitgehend offen. »Die Spielerinnen lassen sich nicht festlegen«, sagt Schade, der in der Woche vor den Spielen den Turnierkalender im Blick haben und reagieren muss. Mara Guth aus Usingen-Merzhausen, das »Gesicht der Region«, wie Schade sagt, dürfte überwiegend Teil des Kaders sein. Sie zählt zu den großen deutschen Nachwuchshoffnungen. Einen deutlichen Schritt weiter ist Antonia Lottner, die als ehemalige Nummer 128 der Welt (aktuell 675) Matchpraxis sammeln und den Anschluss finden will, nachdem sie durch Verletzungen zurückgeworfen worden war. Mit Viktoriya Tomova und Ekatarine Gorgodze rechnet Schade in »drei bis vier Spielen«. Im Vorjahr waren Richel Hogenkamp und Bianca Turati (fast) immer dabei. Und Ostapenko? »Natürlich wollen wir sie gerne einmal in einem Heimspiel sehen. Ob sich das umsetzen, wird sich zeigen«, sagt der Team-Chef.

imago1006803623h_020522_4c
Neu im Team des TC Bad Vilbel: Susan Bandecchi. © Red

Wer ist Favorit? Der TC Bredeney gewann im Vorjahr ungeschlagen die Meisterschaft und geht auch favorisiert in den Sommer 2022. Mit Tatjana Maria und Jule Niemeier sind zwei Ex-Vilbelerinnen dazu gestoßen. Kein anderer Kader ist qualitativ derart ausgeglichen besetzt. Auf den vorderen zwölf Kader-Positionen stehen ausnahmslos Top 200-Spielerinnen.

Hinter Essen sind - von der Meldeliste ausgehend - wohl Dresden-Blasewitz mit Andrea Petkovic und Aachen zu erwarten. Die Neulinge Vaihingen und Berlin werden sich wohl im Abstiegskampf wiederfinden.

Wann wird in Bad Vilbel gespielt? Die Heimspiele sind für den 6. Mai (Freitag, 13 Uhr) gegen Vaihingen, den 4. Juni (Samstag, 11 Uhr) gegen Aachen und den 2. Juli (Samstag, 11 Uhr) gegen Bredeney terminiert. Auswärts spielt der TCBV am 8. Mai (Sonntag, 11 Uhr) in Berlin, am 14. Mai (Samstag, 11 Uhr) in Dresden sowie am 9. Juli (Samstag, 11 Uhr) in Stuttgart.

Auch interessant

Kommentare