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Dieser Bad Nauheimer will E-Spengler Cup verteidigen

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Tim Heß © pv

Tim Heß aus Bad Nauheim geht als Titelverteidiger in das virtuelle Turnier und die Jagd auf 10 000 Schweizer Franken Preisgeld.

»Eimol im Johr.« Erstmals mit der eigens konzipierten Spengler Cup-Hymne hatte die Band »Hedgehog« seit Anfang Dezember emotional auf das älteste Mannschaftsturnier der Welt eingestimmt. An Heiligabend folgte die Hiobsbotschaft: Wie im vergangenen Winter muss das Eishockey-Traditionsevent in Davos abgesagt werden, weil im Gastgeberteam 17 Coronafälle auftraten. Daraufhin verfügte der Graubündener Kantonsarzt am ersten Weihnachtsfeiertag die kurzfristige Absage des Events.

Nicht betroffen ist der mit Preisgeldern von 10 000 Schweizer Franken dotierte E-Spengler Cup als virtuelle Eishockey-Simulation, der 2020 ein erfolgreiches Debüt feierte. Premieren-Gewinner vor zwölf Monaten: Tim Heß, der zweifache Deutsche eDEL-Meister aus Bad Nauheim.

Via Livestream auf twitch.tv/espenglercup können ab 27. Dezember alle Spiele verfolgt w erden. Im letztjährigen Grand F inal, das im Schweizer Fernsehen SRF übertragen wurde, steuerte der 22-Jährige noch Team Canada zum Sieg. Diesmal streift sich der amtierende E-Spengler Cup-Champion das digitale Trikot des HC Sparta Prag über, nachdem er vor wenigen Wochen den »Qualifier« des Klubs aus der tschechischen Extraliga dominiert hatte.

Im Vorfeld versuchten rund 1000 Bewerber aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, eines der begehrten sechs Finaltickets zu lösen. Eigentlich war geplant, dass der Wettbewerb der Gamer-Community parallel zum realen Spengler Cup - mit den gleichen Mannschaften - über die Bühne gehen sollte.

Situationsgeschuldet musste das Organisationskomitee bereits vor wenigen Tagen von dieser Prämisse abweichen, weil Cov id 19 sowohl den 16-maligen Rekordsieger Team Canada als auch den HC Ambri-Piotta außer Gefecht setzte. Dafür standen Slovan Bratislava und eine spontan zusammengestellte Auswahl »Bern Selection« als Nachrücker auf dem Eis bereit - bis zur bitteren Entscheidung am Samstag.

Tim Heß, der den Gamertag »Timasy« führt, muss sich bei der Mission Titelverteidigung als »Offizieller Spieler für Sparta Prag« an der Playstation gegen die ursprüngliche Konkurrenz von Team Canada, HC Davos, KalPa Kuopio, Frölunda HC sowie HC Ambri-Piotta behaupten.

Anders als bei den »echten« Kufencracks, die sich im Eisdome im Kurpark des mondänen Wintersportdomizils Davos duelliert hätten, wird der E-Spengler Cup auf den Konsolen der Züricher GT-Arena ausgetragen. In einem Bürokomplex zockt Heß gegen die NHLGamer »Komir_90«, »Pan«, »Flamingo«, »Kevinator« und den Vorjahres-Finalisten »OriginalSnus« alias Sven Julmi. Der Lokalmatador, der auch Kapitän der ZSC Lions eSports ist, hat im eStudios Gaming Center ein »Heimspiel«.

Im Gegensatz zum E-Spengler Cup ist Tim Heß für die Hauptrunde der deutschen Meisterschaft (voraussichtlich im Februar 2022) bereits gesetzt. Auf nationaler Ebene spielt der E-Sportler aus der mittelhessischen Kurstadt für den EHC Red Bull München und wird im neuen Jahr alles daransetzen, das Triple perfekt zu machen. »Es ist gut, dass der Spielmodus jetzt auch nah an das System der Liga angeglichen und die Saison in eine Haupt- und Playoff-Runde unterteilt ist«, wird der gebürtige Bad Nauheimer auf der DEL-Homepage zitiert.

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