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Dörr Motorsport verteidigt Team-Führung

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Von: red Redaktion

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(bf). 25 000 Besucher am österreichischen Red Bull Ring erlebten ein spezielles zweites Wettkampf-Wochenende in der Serie ADAC GT4 Germany. Dörr Motorsport reiste erneut mit vier Aston Martin Vantage GT4 an. Das Team um Manager Robin Dörr kam als Führender in der Mannschaftswertung in die Steiermark und reiste auch als Spitzenreiter wieder nach Hause.

Denn mit zwei zweiten Plätzen konnte die Mannschaft aus Butzbach wichtige Punkte sammeln. Insgesamt also ein sehr gutes Wochenende, wäre nicht die zweite Hälfte des Sonntagsrennens gewesen.

Spannung, Intension und starke Fights mit den Mitbewerbern sorgten am ersten Tag für ein prickelndes Rennerlebnis auf dem Red Bull Ring. Der Butzbacher Ben Dörr ging von Platz drei aus an den Start und konnte diesen auch verteidigen. Durch eine Topzeit von Nico Hantke im Qualifying startete der Dörr-Pilot vom sechsten Platz, musste aber durch einen Ausflug ins Kiesbett einige Plätze abgeben und landete im hinteren Drittel des Feldes. Der Niederländer Indy Dontje, der für den mittelhessischen Rennstall von Rang sieben ins Rennen ging, machte direkt eine Position gut und schob den Aston Martin zunächst auf den sechsten Rang nach vorne. Juliano Holzem rollte das Feld von hinten auf, er arbeitete sich bis zur Halbzeit von Startplatz 22 auf den 14. Rang vor.

Eine gute Boxenstopp-Strategie wurde belohnt, sodass der Franzose Romain Leroux, der das Auto von Ben Dörr auf Platz drei übernahm, direkt aus der Box einen weiteren Rang gutmachte. Es war ein wahres Speedfestival, das der amtierende französische GT4-Meister mit einem finalen zweiten Platz für sich entscheiden konnte. Pech hatten derweil die Holzem-Zwillinge, Sandro Holzem musste das Auto kurz nach dem Ende des Boxenstopp-Fensters aufgrund technischer Probleme abstellen. Der Butzbacher Phil Dörr kämpfte indes mit hartnäckiger Konkurrenz und hielt eisern die Spur. Erst in der letzten Runde verlor er kurz vor der Zielflagge seine Position und fuhr auf dem siebten Platz ins Ziel. Simon Connor Primm hielt sich tapfer im Mittelfeld und überquerte als 15. die Ziellinie. Ben Dörr/Leroux sicherten sich mit ihrem Resultat erneut den Sieg der Juniorwertung.

Das Rennen am zweiten Tag ist mittlerweile bekannt dafür, dass die Youngster der Serie nochmals alles geben. So auch in Österreich. Primm brillierte im Qualifying und startete von der Poleposition. Der Rookie konnte dem Druck der erfahrenen Konkurrenten standhalten und schaffte viele Führungskilometer. Im Wirbel der ersten Turns verlor indes Leroux einen Platz und lag zunächst auf Rang vier. Dafür holte Phil Dörr zwei Plätze auf, musste einen davon aber auch gleich wieder hergeben.

Eine erste Safety-Car-Phase forderte der Rennunfall mit Sandro Holzem, der berührt wurde, sich dadurch drehte und hart in die Leitplanke einschlug. Er kam mit dem Schrecken davon. Durch einen Unfall, der erneut zu einer Safety-Car-Phase führte, rückte Leroux auf den dritten und Phil Dörr auf den fünften Rang vor. Zu einem weiteren Schreckensmoment kam es in der letzten Minute vor der Öffnung des Boxenstopp-Fensters. Im Grün der Eingangskurve zu Start-Ziel hatte sich im Laufe des Tages ein tieferes Loch gebildet. Primm konnte den Aston Martin gerade noch halten, musste aber die Führung abgeben. Trotzdem war es insgesamt eine sehr starke Leistung des Rookies.

Nach den Boxenstopps war das Rennen von weiteren Safety-Car-Phasen und Unfällen geprägt. Ben Dörr musste sein Fahrzeug abstellen, ebenso Hantke. Beide hatten sich in besagtem Loch den Kühler aufgerissen. Damit lag alle Hoffnung auf Dontje, der einen Rennsieg greifbar nahe hatte. Allerdings wurde das Rennen mit einer fünften Safety-Car-Phase beendet, und der Niederländer sah als Zweiter die Ziellinie.

Dörr Motorsport behält damit die Führung in der Teamwertung und konnte mit Phil Dörr/Dontje den ersten Rang in der Fahrerwertung behaupten.

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