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Durchwachsene Generalprobe

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Von: red Redaktion

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(pm). Erst kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu: Schnabl Engineering kann bei den beiden Qualifikationsläufen zum 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife nur jeweils eine Zielankunft vorweisen - Platz 14 im ersten und Platz sechs im zweiten Lauf. Und das nach einem Wochenende, das für das Butzbacher Einsatzteam von Falken Motorsports mehr Tiefen als Höhen hatte.

»Hoffentlich haben wir unser Pech für die restliche Saison bereits aufgebraucht«, sagte Teamchef Sven Schnabl.

Schon im Zeittraining lief es nicht optimal: Der Porsche 911 GT3 R von Klaus Bachler, Lars Kern, Alessio Picariello und Martin Ragginger hatte sich mit 8:13,033 Minuten auf Position 20 im Feld klassiert, mit 4,6 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter und 1,6 Sekunden hinter dem bestplatzierten Porsche. Das Schwesterauto mit Jaxon Evans, Sven Müller, Patrick Pilet und Marco Seefried belegte knapp drei Zehntel hinter den Teamkollegen den 21. Platz. »Weil wir es nicht auf den Punkt gebracht haben«, meinte Sven Schnabl.

Der erste Rückschlag für Schnabl aber stand noch bevor. Im Warm-up vor dem ersten Lauf musste der Falken-Porsche mit der Nummer 44 und Bachler am Steuer einem abfliegenden Konkurrenten ausweichen, was in einen Unfall mündete. Bachler blieb unverletzt, aber »die Kiste war platt«, erklärte Teamchef Schnabl. »Uns war schnell klar, dass wir das Rennen mit diesem Auto vergessen konnten.«

Tatsächlich trat Schnabl Engineering nur mit dem Falken-Porsche Nummer 33 im ersten Qualifikationslauf an. Das Fahrzeug kreuzte schließlich auf Rang 14 die Ziellinie, 3:10 Minuten hinter den Siegern und 1:39 hinter dem bestplatzierten Porsche. »Angesichts der Umstände ist das ein ordentliches Ergebnis«, kommentierte Schnabl. »Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir GT3-Debütant Jaxon Evans bei seinem Einstand viel Fahrzeit verschaffen wollten.«

Parallel dazu lief der Wiederaufbau des Schwesterautos, mit tatkräftiger Unterstützung von Porsche und weiteren Helfern. Um 8.15 Uhr am nächsten Morgen ging das Team mit dem neu aufgebauten Auto schon wieder ins Warm-up.

Bachler und Co. im zweiten Lauf solide

Im zweiten Qualifying lief es dann besser. Bachler, Kern, Picariello und Ragginger fuhren 8:10.461 Minuten und sicherten sich als bester Porsche den achten Startplatz für den zweiten Lauf. Es fehlten 1,9 Sekunden auf die Bestzeit. Das zweite Falken-Fahrzeug kam mit Evans, Müller, Pilet und Seefried auf die 17. Position.

Doch auch Lauf zwei verlief nicht nach Wunsch für das Einsatzteam von Falken, denn dieses Mal wurde der Porsche mit der Nummer 33 bereits in der Anfangsphase aus dem Rennen genommen: Eine harte Bodenwelle wurde dem Auto zum Verhängnis, der 911er flog ab und schlug ein. Teamchef Schnabl: »Schon wieder ein kaputtes Auto. Zum Haare raufen, denn mehr kann an einem Wochenende eigentlich nicht schiefgehen.«

Immerhin: Der Porsche mit der Nummer 44 sah das Ziel auf Position sechs, etwa 1:06 Minuten hinter dem Sieger und knapp 1,2 Sekunden hinter dem besten Porsche. »Das war ein einigermaßen versöhnlicher Abschluss, wenngleich das Wochenende insgesamt eine Enttäuschung war, bei den vielen Zwischenfällen«, bilanzierte Sven Schnabl.

Viel Zeit aber bleibt Schnabl Engineering nicht: Am letzten Mai-Wochenende tritt das Team erneut auf der Nürburgring-Nordschleife an, dann beim Saisonhöhepunkt in der »grünen Hölle«, dem 24-Stunden-Rennen.

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