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EC Bad Nauheim: Powerplay in Ravensburg zu ungefährlich

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Von: Christoph Sommerfeld

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Leo Hafenrichter vom EC Bad Nauheim stört den Ravensburger Alexander Dosch (r.) mit dem langen Stock beim Spielaufbau. © Kim Enderle

Im dritten Abschnitt fehlten die Kräfte beim EC Bad Nauheim für ein konzentriertes Powerplay. Zu wenig Gefahr entwickelte man - und verlor 3:5 in Ravensburg. Dennoch hielt die Lange-Truppe gut mit.

(cso). Der EC Bad Nauheim hat am Dienstagabend bei bärenstarken Ravensburg Towerstars gut mitgehalten, konnte diesmal aber keine Punkte sammeln. 3:5 (0:1; 3:2; 0:2) hieß es am Ende aus Sicht des Wetterauer Eishockey-Zweitligisten, der das Spiel in den Powerplays verlor.

Bei den Kurstädtern erhielt Goalie Felix Bick eine Pause, Philipp Maurer stand zwischen den Pfosten. Aufseiten der Gastgeber bewiesen Josh MacDonald und Fabian Dietz ungeahnte regenerative Fähigkeiten. Das frisch Corona-genesene Duo gehörte überraschenderweise zum Line-Up.

Die Roten Teufel legten einen klassischen Fehlstart hin. Nach 90 Sekunden drückte Vincenz Mayer die Scheibe Richtung Tor. Maurer begrub den Puck zwar unter seiner Fanghand. Die Referees entschieden nach langer Begutachtung der Videobilder aber auf Treffer. Enrico Henriquez-Morales hätte nachlegen können (4.). Der erste Abschnitt gehörte klar den Towerstars (13:6 Schüsse). Sam Herr feuerte in Minute 15 ein gefährliches Geschoss ab. Entlastung für den EC gab es nur selten. Tristan Keck setzte einen ersten offensiven Akzent (6.), ehe Jordan Hickmott einem Tobias-Wörle-Schuss hinterherstocherte (16.).

Eben jener Wörle war es, der zu Beginn des zweiten Abschnitts von der blauen Linie draufhielt. Stefan Reiter fälschte leicht, aber entscheidend zum 1:1 (22.) ab. Die Roten Teufel überstanden in der Folge ein Ravensburger Powerplay, konnten aber das 2:1 durch Dietz (32.) nicht verhindern. Maurer und Lange protestieren vergeblich wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung. Die Hausherren legten nach. Alex Dosch bediente - hinter dem Tor fahrend - Pawel Dronia, der per Schlagschuss auf 3:1 (34.) erhöhte. Doch Nauheim wehrte sich, fing einen Pass ab und konterte blitzsauber. Patrick Seifert nahm sich den Abschluss, und Neuzugang Andrej Bires drückte den Rebound zum Anschluss über die Linie (38.). In der nächsten Szene versuchte es Mick Köhler aus der Distanz und hatte Glück, dass der Puck von Daniel Ketter abgefälscht wurde und an Jonas Langmann vorbei ins Tor sprang - 3:3 (39.). »Wir geben nichts freiwillig her. Jeder stellt sein Ego hinten an und hängt sich voll rein«, sagte Wörle in der Drittelpause bei Sprade TV.

Im dritten Abschnitt machte dann das Verhalten in Über- und Unterzahl den Unterschied aus. Die Towerstars spielten ihr Powerplay geduldig zu Ende und legten durch Robbie Czarnik erneut vor (47.). Sein Schuss war zu hart für Maurer, um die offene kurze Ecke noch zuzumachen. Die Wetterauer hatten in der Folge in drei (!) Überzahlsituationen die Möglichkeit auf den Ausgleich, erzeugten aber kaum Gefahr. Noch nicht mal beim Sechs-gegen-Vier in der Schlussphase. Herr hängte Wörle ab und traf zur Entscheidung ins leere Tor (59.).

Ravensburg: Langmann - Hüttl, Gnyp, Ketterer, Eichinger, Dronia, Pfaffengut - Saakyan, Herr, Sarault, Mayer, Zucker, Dietz, Czarnik, Dosch, MacDonald, Henriquez-Morales, Brune, Driendl.

Bad Nauheim: Maurer - Seifert, Hafenrichter, Mick Köhler, Wörle, Ketter, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Bires, Keck, Reiter, El-Sayed, Chrobot, Üffing, van Calster, Herrmann, Leon Köhler.

Steno / Schiedsrichter: Haupt/Singer. - Zuschauer: 1315. - Tore: 1:0 (2.) Mayer (Zucker), 1:1 (22.) Wörle (El-Sayed, Keck), 2:1 (32.) Dietz (Zucker), 3:1 (34.) Dronia (Czarnik, Dorsch), 3:2 (38.) Bires (Pollastrone, Seifert), 3:3 (39.) M. Köhler (Wörle, El-Sayed), 4:3 (47.) Czarnik (Herr; PP), 5:3 (59.) Herr (Czarnik; SH2, EN). - Zeitstrafen: 6:4 Minuten.

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