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EC Bad Nauheim: Auf der Suche nach Konstanz

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Von: Michael Nickolaus

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Fabian Herrmann hat sich für die Flügelstürmer-Position neben Taylor Vause und Jerry Pollastrone empfehlen können. © Andreas Chuc

Wo steht der EC Bad Nauheim im Vergleich zu den Top-Klubs? Das Null-Punkte-Wochenende hat Erkenntnisse geliefert. Am Dienstag geht’s gegen den Tabellenzweiten EV Landshut.

Hier mal zehn Minuten dort mal 20 oder 30. Aber nur in einem von inzwischen zehn Hauptrundenspielen der Deutschen Eishockey-Liga 2 hat der EC Bad Nauheim seine Leistung auch über die kompletten 60 Minuten abrufen können; das war gegen Dresden. »Die Jungs zeigen immer mal wieder, dass sie es können, aber das ist dann eben nicht ausreichend«, sagt Harry Lange, der Trainer. Auf das Null-Punkte-Wochenende (2:5 in Kaufbeuren, 3:5 gegen Kassel) folgt am Dienstag (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) das Duell mit dem EV Landshut, dem aktuell dritten Top-Klub.

So lief das Wochenende : Weit weg von den Top-Klubs sei man, urteilt Lange nach den 120 Wochenend-Minuten und ergänzt: »Weil wir es derzeit nicht schaffen, unseren Gameplan über 60 Minuten durchzuziehen.« Zwar gehören Höhen und Tiefen zu einem Spiel, aber »unsere Tiefen sind richtig tief«.

In Kaufbeuren hatten sich die Roten Teufel nach starkem Auftakt durch zu viele Hinausstellungen selbst aus dem Spiel genommen, von Kassel wurde die Mannschaft zwei Tage später in den ersten 30 Minuten in die eigene Zone gedrückt, verlor zu viele Zweikämpfe, brachte keine Struktur, keinen Fluss in die Offensivaktionen und traf zu viele falsche Entscheidungen. »Wenn wir da 1:5 hinten liegen, dürfen wir uns nicht beschweren«, sagt Lange, dessen Mannschaft irgendwie zum Ausgleich gekommen war und das Momentum auf ihre Seite gezogen hatte, ehe Kassel völlig verdient die Punkte mitnahm.

Den Platz des verletzten Christoph Körner hatte Fabian Herrmann eingenommen, »weil er sich dies mit guten Leistungen verdient hat«, sagt Lange. David Cerny und Andreas Pauli, die man als Außenstürmer wohl zuerst auf dieser Position vermutet hätte, waren zuletzt unauffällig geblieben, was sich auch am Sonntag bestätigen sollte.

Die Lage: Drei Punkte nur sind’s zu Platz sechs, ebenso sind’s nur drei Zähler Differenz zu Rang zwölf. Vorne stehen die vier Klubs, die man auf Grund ihres Personals dort erwartet hätte, dazu Kaufbeuren als Überraschungsmannschaft, dahinter können Nuancen entscheiden. »Jetzt tut’s weh, dass wir in den ersten beiden Wochen nicht richtig gepunktet haben«, sagt Lange.

Personell steht ihm gegen Landshut der Kader vom Sonntag zur Verfügung. Mit Christoph Körner und Kevin Niedenz (beide Handverletzungen) ist erst am Freitag gegen Heilbronn wieder zu rechnen.

Dienstag-Gegner Landshut: Die Mannschaft steht dort, wo man sie von Budget und Personal her hat erwarten können. 40 Treffer haben de Bayern bislang erzielt, mehr als jede andere Klub. Mit Vorbereiter Tyson McLellan (19 Punkte, aus Freiburg gekommen) und Marco Pfleger (neun Tore, neun Vorlagen) stellt der EVL aktuell die beiden besten DEL2-Scorer sowie den besten Torschützen. Stark ist die Mannschaft von Ex-Teufel Heiko Vogler zudem im Powerplay. Jedes dritte Überzahlspiel führt zu einem Treffer (zum Vergleich. Bad Nauheim: 19,4 Prozent).

Landshut, Deutscher Meister in den Jahren 1970 und 1983, hat in allen zehn bisherigen Spielen gepunktet, zuletzt gab’s eine Overtime-Niederlage in Krefeld und einen Overtime-Sieg gegen Dresden.

Bring einen Freund mit!: Top-Klub hin oder her - mit einem Dienstag-Heimspiel ist nur schwer das Stadion zu füllen. Der EC Bad Nauheim schenkt seinen Dauerkarten-Kunden deshalb für diese Partie ein zweites Ticket der gleichen Kategorie. Ab 16.30 Uhr wird die Karte gegen Vorlage der Dauerkarte in der Geschäftsstelle oder der Abendkasse ausgehändigt.

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