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EC Bad Nauheim: Böse Überraschung in Landshut

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Von: Christoph Sommerfeld

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Der Bad Nauheimer Goalie Felix Bick hat es mit dem besten Landshuter Sahir Gill (29) zu tun. Die EC-Akteure Christoph Körner (r.) und Tomas Schmidt (l.) schauen zu. © Wolfgang Fehrmann

Das war so nicht geplant. Der DEL 2-Rangdritte EC Bad Nauheim verliert beim Tabllenvorletzten in Landshut mit 2:4. Und die Gastgeber sind auch noch das bessere Team.

(cso). Eine unerwartete Niederlage musste Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am Dienstag beim EV Landshut quittieren. 4:2 (0:1; 2:1; 2:0) hieß es nach 60 Minuten für den Vorletzten der DEL 2, der verdient gewann und den Roten Teufeln sein Spiel aufzwingen konnte. Mann des Abends in der Fanatec-Arena war Sahir Gill, der zwei Treffer erzielte und zwei weitere Tore vorbereitete. Für das Team von Trainer Harry Lange trafen Tristan Keck und Taylor Vause. »Landshut hat den Sieg mehr gewollt. Das nervt mich ein bisschen, dass es Mannschaften gibt, die es mehr wollen als wir«, konstatierte Lange.

Die Bad Nauheimer mussten ohne Andreas Pauli, Jerry Pollastrone und Philipp Wachter auskommen. Bei den Gastgebern verletzte sich der Schwede Andree Hult beim Aufwärmen. Für ihn rückte zunächst Daniel Bruch in die erste Sturmreihe. In der Folge bildeten jedoch Marco Pfleger, Gill und Josef Mikyska das bevorzugte Angriffstrio beim EVL. Und das legte ein enormes Tempo vor. EC-Goalie Felix Bick musste zweimal in höchster Not gegen Gill (5./11.) retten. Zweimal war der Nauheimer Torwart schon geschlagen, und die Wetterauer strapazierten das Glück. Bruch traf zunächst den Pfosten (5.), ehe Mikyska nach einem virtuosen Spielzug über Gill und Pfleger an der Latte scheiterte (8.). Auf der Gegenseite nutzte Vause die erste bessere Gelegenheit für seine Farben. Nach einem EVL-Scheibenverlust lief er alleine auf Olafr Schmidt zu und hob den Puck mit der Rückhand (19.) unter die Latte.

Im Mitteldrittel belohnte sich Landshut dann, obwohl der EVL nicht mehr die Dominanz aus dem ersten Abschnitt zeigte. Bad Nauheim wurde etwas stärker. Der Ausgleich gelang zunächst EVL-Zugang Mikyska (24.). Gill blieb davor an Bick hängen. Der ECN-Goalie verlor die Orientierung, die Scheibe rutschte unter seinen Beinen durch, der Tscheche musste nur noch abstauben. Die Lange-Truppe konterte und legte wieder vor. Keck klaute Mikyska die Scheibe und hatte freie Bahn bis vor Olafr Schmidt - 2:1 (27.). Dann verteilten auch die Roten Teufel Geschenke. Tomas Schmidt spielte einen haarsträubenden Pass in den Schläger von Gill. Der behauptete sich gegen den nachsetzenden EC-Verteidiger sowie gegen Bick und glich erneut aus (38.).

Der Schlussabschnitt begann mit einer dicken Chance für den Nauheimer Leon Köhler, der in Minute 44 ebenfalls alleine aufs Gehäuse zulief. Anders als zuvor Vause und Keck fehlte ihm aber die Cleverness. Er schloss zu hoch ab. Besser machten es die Gastgeber. Pfleger bediente aus dem Hinter-Tor-Bereich den frei stehenden Mikyska, den irgendwie kein Wetterauer auf der Rechnung hatte - 3:2 (46.). Im Powerplay setzte der EVL noch einen oben drauf und legte das 4:2 nach (50.). Christoph Körner störte zwar gut gegen Mikyska, stocherte die Scheibe aber unfreiwillig zu Gill. Der netzte aus kurzer Distanz ein. Am Ende nahmen die Nauheimer noch den Torwart vom Eis - vergeblich.

Landshut: Schmidt - Dotzler, Weihager, Brückner, Kronthaler, Schwarz, Dersch, Belendir - Bruch, Gill, Pfleger, Mikyska, Forster, Mühlbauer, Martens, Kornelli, Baßler.

Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Seifert, Leon Köhler - Vause, Keck, Körner, Reiter, Hickmott, Reiter, Wörle, Mick Köhler, El-Sayed, Herrmann.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lajoie/Singer. - Tore: 0:1 (19.) Vause (Körner), 1:1 (24.) Mikyska (Gill), 1:2 (27.) Keck, 2:2 (38.) Gill, 3:2 (46.) Mikyska (Pfleger, Gill), 4:2 (50.) Gill (Forster, Mikyska - PP). - Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

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