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EC Bad Nauheim: Das nächste Herzschlag-Finale

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Von: Michael Nickolaus

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Jugel beim EC Bad Nauheim: Taylor Vause hat den spielentscheidenden Penalty verwandelt und freut sich mit Marc El-sayed und Torwart Felix Bick. © Lutz Hentschel

Die Roten Teufel können’s offenbar nur spannend.

Der EC Bad Nauheim hat am Sonntag das von Tempo und Taktik geprägte Top-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 (0:1, 1:0, 1:1/1:0) nach Penaltyschießen gewonnen. Tobias Wörle und - dann spielentscheidend - Taylor Vause trafen für die Roten Teufel, für die während der regulären Spielzeit bereits Jerry Pollastrone (1:1/32.) und Eric Stephan (2:1/46.) erfolgreich gewesen waren.

Ärgerlich: Zwischen dem 2:1-Führungstreffer der Hessen und dem Ausgleich der Eislöwen hatten im Geisterspiel in Sachsen gerade einmal 14 Sekunden gelegen. »Da denkst du schon an den Lucky Punch, und nach dem Ausgleich trifft Dresden noch den Pfosten, so dass wir schon über einen Zähler froh sein konnten. Ich bin glücklich über die zwei Punkte«, sagt Harry Lange, der Trainer der Gäste, nach dem zehnten Erfolg im elften Auswärtsspiel der Saison. Sein Dresdner Kollege Andreas Brockmann attestierte seiner Mannschaft »einen guten Job in einer intensiv geführten Partie.«

Im Tor der Hessen stand diesmal wieder Felix Bick. Wie sein Gegenüber Janick Schwendener (gerade zum DEL2-Spieler des Monats November gewählt), rückte der Keeper vergleichsweise selten in den Fokus. Beide Mannschaften spielten taktisch diszipliniert, aggressiv, mit hoher Laufbereitschaft, standen kompakt in der eigenen Zone. Am Ende hatten die Statistiker in der Summe nicht einmal 50 Torschüsse gezählt. Es war gewiss keine Partie für Ästheten, sondern für Krimi-Fans.

Beim 1:0 für Dresden hatte der junge Jannis Käble unhaltbar abgefälscht, auf der Gegenseite hatte Leon Köhler die größte Chance der Gäste in den ersten 20 Minuten.

Eine Unachtsamkeit im Eislöwen-Defensivverbund bestrafte Jerry Pollastrone, der mit einem langen Pass von Mick Köhler auf die Reise geschickt werden war (32.).

Das nächste Tor - das war zu prognostizieren - würde wegweisenden Charakter haben können. Fabian Herrmann profitierte von einem Patzer von Eislöwe Mike Schmitz, und Erik Stephans Schlenzer von der blauen Linie fand den Weg ins Tor. Die Antwort der Sachsen kam mit dem nächsten Wechsel. Yannik Drews traf zum Ausgleich. Sein abgefälschter Schuss war unhaltbar. Zumindest einen Zähler hatten sich die erneut fast ausnahmslos mit vier Verteidigern agierenden Hessen allerdings verdient.

Luftanhalten hieß es drei Minuten vor Schluss, als Jordan Hickmott sich im gegnerischen Drittel eine Strafzeit eingehandelt hatte. Vladislav Filin traf für Dresden nur den Pfosten. Bad Nauheim überstand diese kritische Phase, rettete sich in die Verlängerung, die ohne größere Höhepunkt blieb. Im Penaltschießen parierte Bick gegen Karlsson und Porsberger, und Bad Nauheim hatte das bessere Ende für sich.

Dresdner Eislöwen: Schwendener - Suvanto, Upleger, Karlson, Mannes, Kolb, Schmitz, Flade - Walther, Knackstedt, Filian, Kiedewicz, Andres, Porsberger, Israel, Rundqvist, Kuhnekath, Kälbler, Knobloch, Drews.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Dobryskin, Shevyrin - Körner, Vause, Keck, Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler, Wörle, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, Herrmann.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (14.) Kälble (Schmidt, Knobloch), 1:1 (32.) Pollastrone (Mick Köhler, Sekesi), 1:2 (46.) Stephan (El-Sayed, Leon Köhler), 2:2 (46.) Drews (Walther, Upleger), 2:3 Vause (Penalty). - Schiedsrichter: Janssen/Harrer. - Strafminuten: Dresden 2, Bad Nauheim 4. - Zuschauer: 0.

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