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EC Bad Nauheim: Der erste Sieg

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Von: Michael Nickolaus

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Mit vereinten Kräften: Tim Coffman, Philipp Wachter und Patrick Seifert (von links) unterstützen Torwart Felix Bick (verdeckt) gegen Lane Scheidl von den Lausitzer Füchsen. © Thomas Heide

Endlich! Der erste Sieg! Im fünften Hauptrunden-Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2. Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend einen 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)-Erfolg bei den Lausitzer Füchsen feiern können.

Jerry Pollastrone erzielte in Überzahl den spielentscheidenden Treffer. Vor 1992 Zuschauern in der Eisarena Weißwasser profitierten die disziplinierten Roten Teufel nach starkem Beginn allerdings auch von der eklatanten Abschlussschwäche der Hausherren, die mehrfach die sogenannten Hundertprozentigen liegen ließen.

»Ich bin sehr, sehr froh über den ersten Sieg. Die ersten 30 Minuten waren defensiv die bislang besten 30 Minuten der Saison. Danach haben wir es uns selbst ein bisschen schwer gemacht. Natürlich hatten wir einen starken Felix Bick im Tor und das nötige Quäntchen Glück«, atmete Trainer Harry Lange auf.

Den Roten Teufeln waren die 530 Reise-Kilometer diesmal nicht anzumerken. Bad Nauheim zeigte sich in der Anfangsphase in den Beinen wie im Kopf gleichermaßen frisch, kam gut in die Partie. Kevin Schmidt stabilisierte nach seiner Zwei-Spiele-Pause die Defensive, der Aufbaupass fand seinen Abnehmer, die Gäste kamen flüssig und zügig aus der eigenen Abwehr und durch die neutrale Zone. Eine erste Gelegenheit bot sich Huba Sekesi (8.), auf der Gegenseite war Hunter Garlent (9.) ein steter Gefahrenherd. In der elften Minute bot sich Bad Nauheim die erste von nur drei Powerplay-Möglichkeiten an diesem Abend. Die Scheibe lief gut, drei, vier Mal kam Bad Nauheim aussichtsreich zum Abschluss, ließ keine Zeit zum Durchatmen. Schließlich fand Jerry Pollastrone mit einem verdeckten Handgelenkschuss die Lücke und traf in den oberen Torwinkel zur Führung. Sekesi bot sich vor der ersten Pause die größte Chance, den Vorsprung auszubauen (16.).

Erst mit dem zweiten Durchgang kamen dann die Hausherren in die Partie, verstanden es - wie schon den in vorangegangenen vier Spielen (acht Tore) - aber nicht, ihre Möglichkeiten effektiv zu nutzen. Sebastian Zauner traf zunächst den Pfosten, dann traf Lane Scheidl nach einem der wenigen Defensivfehler der Gäste nur den Schlittschuh von Patrick Seifert und schließlich hatten die Roten Teufel so richtig Glück, als Scheidl zunächst von einem versprungenen Puck profitierte, dann aber nur den Pfosten traf. (32.). Roope Mäkitalo und Clarke Breitkreuz tauchten im Anschluss noch vor Bick auf - ihre Abschlüsse veranschaulichten das augenblickliche Dilemma der Füchse. Für Bad Nauheim, das taktisch diszipliniert daherkam und zugleich auch der Strafbank - von einer Ausnahme abgesehen - fernblieb, hatte Tobias Wörle die beste Chance, die Führung auszubauen

Im Schlussabschnitt forcierten die Gastgeber ihre Offensiv-Bemühungen, doch fanden sie partout nicht den Weg über die Linie. Wenn der gut aufgelegte Felix Bick, der seine ersten Saison-Shut-out gutgeschrieben bekam, geschlagen schien, trafen die Füchse den Pfosten oder schoben den Puck gar am leeren Tor vorbei (Scheidl/48.).

Lausitzer Füchse: Hufsky - Blumenschein, Bohac, Hanusch, Bednar, Zauner, Adam, Wäser - Breitkreuz, Garlant, Scheidl, Baßler, Mäkitalo, Henritius, Valentin, Ritter, Heim, Detig, Anders.

EC Bad Nauheim: Bick - Schmidt, Erk, Sekesi, Köhler, Wachter, Seifert - Wörle, Coffman, Hickmott, Körner, Vause, Pollastrone, van Calster, El-Sayed, Cerny, Bartuli, Herrmann, Steck.

Im Stenogramm / Tor: 0:1 (12.) Pollastrone (Schmidt, Vause - PP1). - Schiedsrichter: Brill/Becker. - Strafminuten: Lausitz 6, Bad Nauheim 2. - Zuschauer: 1992.

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