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EC Bad Nauheim: Der nächste Coup - Taylor Vause bleibt bis 2024

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Taylor Vause ist seit Saisonbeginn der Topscorer des EC Bad Nauheim. © Chuc

Das ist ein Coup! Nach Kevin Schmidt hat jetzt auch Taylor Vause seinen Vertrag beim EC Bad Nauheim verlängert; sogar bis 2024.

Im Dezember 2021 hat er in Bad Nauheim geheiratet. Jetzt hat Taylor Vause erneut Ja gesagt; diesmal zu den Roten Teufeln. Der Eishockey-Zweitligist und der Topscorer aus Kanadier haben einen Zweijahresvertrag bis Ende der Saison 23/24 geschlossen.

»Taylor ist der vielleicht beste Spieler der Liga, und ich habe schon früh darauf hingewiesen, wie unfassbar wichtig es für uns ist, ihn zu halten. Das war uns in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit nicht gelungen. Umso glücklicher bin ich, dass es nun geklappt hat«, sagt Harry Lange, der Trainer und Kader-Planer in der Wetterau. Vor der zentralen Position im Angriff hatten die Hessen mit der Vertragsverlängerung mit Kevin Schmidt bereits die Top-Position in der Abwehr für die kommende Saison besetzen könen.

Taylor Vause, Mittelstürmer der Top-Reihe, kreativer Kopf und Führungspersönlichkeit, hatte bis zu seiner verletzungsbedingten Zwangspause Ende November die Scorerwertung der DEL 2 angeführt. Nach wie vor ist der Center der punktbeste Spieler in der Wetterau (13 Tore, 26 Vorlagen). Sechs seiner Treffer waren sogenannte »Game-Winning-Goals«, spielentscheidende Tore also. Das ist zugleich Top-Wert in der Liga.

Bad Nauheim sei eine großartige Stadt mit einem tollen Umfeld, sagt Vause, dessen Worte ehrlich und nicht aufgesetzt wirken. »Wenn man zu einem neuen Klub in eine neue Liga wechselt, weiß man ja nie, was einen erwartet. Ich habe mich hier vom ersten Tag an willkommen und wertgeschätzt gefühlt, habe Spaß mit den Jungs in der Kabine und dem Trainer-Team. Durch meine Hochzeit werde ich zudem immer eine besondere Verbindung nach Bad Nauheim haben.« Sicher ein Pluspunkt: Ehefrau Sandra, eine Österreicherin, hat in der Region beruflich Fuß gefasst.

Zusammen mit Landsmann Tristan Keck und Christoph Körner bildet Taylor Vause die torgefährlichste Reihe des Tabellen-Vierten aus der Wetterau. »Man spürt als Spieler sehr schnell, ob die Konstellation passt. Mit Tristan hatte ich gleich eine Verbindung über sein Tempo, und dann kam Christoph hinzu, der im Forechecking keinen Puck verloren gibt. Wir helfen uns gegenseitig, verstehen uns auch abseits des Eises. Da macht’s dann umso mehr Spaß«, sagt der 30-Jährige, der im vergangenen Sonntag - nach fünf Jahren und einem Titelgewinn - von den Vienna Capitals in die Wetterau gewechselt war.

Taylor Vause, wohin kann die Reise führen? Was zeichnet dasTeam aus?

Ich denke, viele von uns hatten schon beim Trainingslager in Villach ein sehr gutes Gefühl. Wir haben Talent, die Einstellung stimmt. Und das spürt man einfach. Wir haben den Anspruch, dass man nach einem Sieg nicht von einer Überraschung sprechen soll. Wir erwarten von uns selbst, dass wir in jedem Spiel eine Chance haben. Ein entscheidener Faktor ist Kontinuität. Wir machen manchmal schon Witze, weil es immer so eng zugeht. Die Ergebnisse sind oft knapp, und wir könnten in der Tabelle schlechter dastehen, wenn wir einige dieser Spiele verlieren. Aber: Wir finden einen Weg, die Partien zu gewinnen. Darauf kommt’s an, auch in den Playoffs.

Die Mannschaft trotz allen Rückschlägen; den unruhigen Corona-Wochen wie auch den zahlreichen Ausfällen.

Jede Mannschaft in jeder Liga hat im Laufe einer Saison so eine Phase. Das ist der schwierige Teil einer Spielzeit, und man hofft immer, dass man schnell und gut durchkommt. Zugleich ist das auch eine Chance. Spieler, die weniger Eiszeit hatten, können sich entwickeln. Die Führungsspieler können andere Rollen übernehmen. Alle können aus solchen Phasen lernen. Wir haben gezeigt, dass wir noch immer mit allen Klubs mithalten können. Das macht uns besser, wenn wir wieder komplett sind.

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