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EC Bad Nauheim: Drei Punkte beim Comeback-Drama von Andreas Pauli

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Von: Michael Nickolaus

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Das Anschlusstor: Tobias Wörle (hinten) schiebt den Puxck zum 1:2 für den EC Bad Nauheim über die Torlinie und feiert mit den Roten Teufeln einen 4:3-Erfolg gegen die Lausitzer Füchse. © CHUC

Der EC Bad Nauheim dreht einen Zwei-Tore-Rückstand gegen die Lausitzer Füchse. In Feierlaune waren die Roten Teufel dennoch nicht.

Irgendwie ist’s am Ende mal wieder gut gegangen. Wie schon so oft in dieser Saison mit einem Treffer Unterschied. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand gewinnt Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am Sonntagabend gegen die Lausitzer Füchse mit 4:3 (0:1, 2:1, 2:1). 2188 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion waren überwiegend zähe 60 Minuten geboten worden. Bitter: Andreas Pauli, der nach exakt zwölfwöchiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert hatte, wurde sechs Minuten vor dem Ende nach einem Check in der neutralen Zone mit einer erneuten Verletzung vom Eis geführt. Für Bad Nauheim, das gegen die Sachsen spielübergreifend 100 Minuten lang auf einen Torerfolg hatte warten müssen, trafen Tobias Wörle (2), Stefan Reiter und Jerry Pollastrone, der sehenswert den Siegtreffer erzielte, am Dienstag seiner Mannschaft aber beim Spiel ins Landshut fehlen wird. Aufgrund eines Trauerfalls fliegt der US-Amerikaner für 48 Stunden in seine Heimat.

»Das ist ein bitteres Ergebnis. Bad Nauheim hat das vielleicht beste Umschaltspiel der Liga - und das konnten wir nur teilweise unterbinden«, sagte Füchse-Assistenz-Trainer Andre Mücke, der Chef-Coach Chris Straube in der Pressekonferenz vertrat. Harry Lange, der Coach der Roten Teufel, meinte: »Wir haben schlampig angefangen und erst nach zehn Minuten unsere Beine gefunden. Der Sieg war hart erkämpft, und ich bin sehr froh darüber, auch wenn er sich wegen der Verletzung von Andi Pauli nicht gut anfühlt«.

Wie schon in der Vorwoche tat sich Bad Nauheim in der Offensive extrem schwer, kam nur zu wenigen klaren Abschlüssen. Die Gästen haben es abermals verstanden, die Roten Teufel ihrer Stärke, ihrem Tempospiel, zu berauben. Die Hessen hatten zwar mehr vom Spiel, wirkten gegen konzentiert und kompakt in der Defensive stehende Sachsen vielfach ratlos, erlaubten sich zudem immer wieder leichte Fehler, die es zu korrigieren galt. Brandgefährlich zeigte sich bei den Lausitzern insbesondere Hunter Garlent.

Die Gäste nutzten durch einen Abspiel- und einen Wechselfehler, der eine Strafzeit nach sich geführt hatte, zwei Geschenke der Hausherren zur 2:0-Führung. Bad Nauheim antwortete durch einen Doppelschlag von Wörle (38./40.), ehe Reiter seine Mannschaft in Führung bringen konnte (46.). Die Hessen bekamen aber den Ausgleich, wirkten durch die erneute Pauli-Verletzung verunsichert, doch dann narrte Pollastrone die Füchse-Abwehr und traf zum Sieg (58.).

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Sekesi, Stephan, Seifert, Dobyskin - Körner, Vause, Keck, Pollastrone, Hickmott, Reiter, Pauli, Wörle, Mick Köhler, van Calster, El-Sayed, Herrmann.

Lausitzer Füchse: Hungerecker - Baxmann, Carson, Kuschel, Kania, Bednar - Quenneville, Garlent, Mueller, Breitkreuz, Valentin, Mäkitalo, Detig, Dörnig, Ritter, Visner, Fleischmann, Rentsch.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Breitkreuz (Valentin), 0:2 (36.) Breitkreuz (Garlent, Mäkitalo - PP), 1:2 (38.) Wörle (Tomas Schmidt - PP), 2:2 (40.) Wörle (Tomas Schmidt, Pauli), 3:2 (46.) Reiter (Hickomott, Mick Köhler), 3:3 (48.) Mueller (Detig, Döring), 4:3 (58.) Pollastrone. - Schiedsrichter: Janssen/Neutzer - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Lausitz 4 plus zehn Minuten (Hungerecker). - Zuschauer: 2188.

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Die Roten Teufel sorgen beim vorerst letzten Heimspiel vor Zuschauern am Ende mit einem Sieg gegen die Lausitzer Füchse für gute Stimmung im Colonel-Knight-Stadion. © CHUC

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