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EC Bad Nauheim: Ein altbekannter Neuer

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Von: Michael Nickolaus

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Maximilian Glötzl geht in seine vierte Saison als Förderlizenzspieler beim EC Bad Nauheim. © Andreas Chuc

Die beiden Verteidiger Kevin Schmidt und Patrick Seifert fehlen. Der EC Bad Nauheim erhält deshalb noch einmal Unterstützung von Kooperationspartner Köln.

Maximilian Glötzl ist 20 Jahre alt. Beim Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim geht der Verteidiger nun in seine bereits vierte Saison als Förderlizenzspieler (bislang 42 Einsätze). In dieser Woche wurde Glötzl lizenziert, stand am Donnerstag mit den Roten Teufeln auf dem Eis und wird am Freitag in Heilbronn (19.30 Uhr) in dieser Saison zum ersten Mal für die Hessen auflaufen. Ob der Abwehrspieler auch am Sonntag im Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) dabei ist, wird DEL-Kooperationspartner Köln am Samstag entscheiden.

Die Lage: Kevin Schmidt steigert sein Pensum, trägt auf dem Eis aber noch immer das Trikot des Rekonvaleszenten und trainiert ohne Körperkontakt. Patrick Seifert hummelt derweil durch das Colonel-Knight-Stadion. Die beiden Verteidiger werden wohl erst am Weihnachtswochenende zur Verfügung stehen. Wieder auf dem Eis stehen Leo Hafenrichter und Kevin Niedenz, die zuletzt krankheitsbedingt gefehlt hatten.

Das sagt Trainer Harry Lange : »Heilbronn hat im Vorjahr das Halbfinale erreicht und zählt zu den Klubs, die ihren Kader verbessert haben. Die Tabellenposition ist den vielen Ausfälle zu Saisonbeginn geschuldet. Davon dürfen wir uns nicht täuschen lassen«, sagt der Coach. Mit Blick auf Sonntag ergänzt Lange: »Sicher, Crimmitschau ist angeschlagen. Aber, was passiert, wenn man nicht die richtige Einstellung zeigt, hat Krefeld gegen die Eispiraten erkennen müssen. Wir sind gewarnt.«

Freitag-Gegner Heilbronn : Die Falken hatten, geplagt von Ausfällen auf Schlüsselspositionen, einmal mehr einen Fehlstart hingelegt (zwei Punkte aus den ersten sieben Spielen). Inzwischen ist der Vorjahres-Halbfinalist allerdings wieder bis auf zwei Punkte an Platz zehn herangerückt. Mit Martin Jiranek, der Mitte November Christoph Schubert als Assistenztrainer abgelöst hatte, kam Struktur in die Abwehr, die personell zudem durch River Rymsha verstärkt wurde. Der US-amerikansiche Verteidiger war als Ersatz für den verletzten Stürmer Judd Blackwater aus der Slowakei gekommen. Er ist neben Kenney Morrision der zweite Kontingentspieler in der Abwehr. Deutlich verbessert zeigen sich die Falken unter dem neuen Cotrainer im Über- und Unterzahlspiel.

Einen Glücksgriff landeten die Falken parallel mit der Rückkehr von Freddy Cabana, der 2009 in Heilbronn seine erste Deutschland-Karriere startete. In zwölf Spielen erzielte der 36-Jährige bereits 13 Scorerpunkte.

DEL-Partner Mannheim ist am Freitag spielfrei. Offen ist, ob Förderlizenzspieler wie Arkadiusz Dziambor, Luca Tosto oder Simon Thiel in der zweiten Liga unterstützen.

Sonntag-Gegner Crimmitschau: Nur ein Sieg aus den vergangenen zehn Spielen (fünf Punkte), Tabellenplatz 13. Lichtblick im Sahnpark: Die Comebacks von Henri Kanninen (16 Punkte in 18 Spielen) und Scott Feser, die in den vergangenen drei Wochen schmerzlich vermisst worden waren, zeichnen sich ab; möglichweise kehren die beiden Stürmer bereits am Wochenende in den Kader zurück. Angesichts der Nachverpflichtung von Alexis D’Aoust müsste Eispriaten-Trainer Marian Bazany dann einen Importspieler pausieren lassen.

Mit Filip Reisnecker haben die Eispiraten den wohl begehrtesten 20-Jährigen der DEL2 in ihrem Kader. Der Stürmer kommt auf 13 Tore und acht Vorlagen in 24 Spielen.

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