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EC Bad Nauheim: Ein sehr frustrierender Abend

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Von: Michael Nickolaus

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Torschützen unter sich: Taylor Vause vom EC Bad Nauheim (links) und Johan Porsberger von den Dresdner Eislöwen. © Lutz Hentschel

Der EC Bad Nauheim unterliegt Tabellenführer Dresdner Eislöwen mit 2:3 - und Trainer Harry Lange war restlos bedient. „Das war ein sehr frustrierender Abend.“

Ja, die Dresdner Eislöwen sind Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2 - und das zu Recht. Fakt ist aber auch: Am Donnerstag gegen den EC Bad Nauheim waren die Sachsen mit nur einem Kontingentspieler angetreten, hatten auf sieben ihrer besten zehn Scorer, darunter DEL2-Top-Punktesammler Jordan Knackstedt, und ihren Trainer Andreas Brockmann verzichten müssen. Die Roten Teufel unterlagen vor 1344 Zuschauern in der Joynext-Arena aber mit 2:3 (1:1, 1:2, 0:0).

»Das ist ein sehr frustrierender Abend. Wir hatten genug Chancen, aber wir haben uns selbst geschlagen«, ärgerte sich Harry Lange, der Trainer der Hessen. In Taylor Vause und Tristan Keck - wieder in einer Reihe mit Christoph Körner vereint - hatten die Gäste ihre Torschützen. Kurzfristig zu ersetzen war Tobias Wörle (Grippe). Für die Eislöwen, die in vergleichbarer personeller Rumpf-Besetzung zuletzt gegen Frankfurt und Ravensburg überrascht hatten und ihr drittes Spiel in fünf Tagen zu bestreiten hatten, resümierte Assistenz-Trainer Petteri Kilpivaara. »Wir haben alles reingehauen. Und ohne Torwart Janick Schwendener hätten wir nicht gewonnen.« 38 Schüsse hatte Bad Nauheim abgegeben, nur 19 zugelassen.

Wie schon in Kassel und Heilbronn waren die Roten Teufel ihre Aufgabe nicht mit der nötigen Konzentration angegangen. Trotz eines gewonnenen Eröffnungsbullys lagen die Badestädter nach nur elf Sekunden (!) in Rückstand, als nicht entschlossen agiert worden war. Johan Porsberger bedankte sich. Durch Kuhnekath und Mrazek hatten die Hausherren, die trotz ihres Programms erstaunlich leichtfüßig darherkamen, die Chance, nachzulegen. Bad Nauheim brachte wenig Pässe zum Mann, spielte ungenau. Erst nach gut 15 Minuten kamen die Roten Teufel besser in die Partie und nach einem vielversprechenden Powerplay sehr glücklich zum Ausgleich. Einen Schuss von Taylor Vause bugsierte sich der sehr starke Janick Schwendener ins eigene Netz.

Einen Fehlstart erwischte Bad Nauheim auch im zweiten Druchgang. Hier mag Felix Bick die Sicht versperrt gewesen sein. Torschütze war Adam Kiedewicz. Porsberger hätte allein vor Bick noch erhöhen können, verfehlte aber das Tor (25.). Auf der anderen Seite versuchte Mick Köhler, der sich immer wieder nach vorne einschalten konnte, einen Impuls zu setzen. Wieder konnten sich die Roten Teufel erst Mitte des Drittels besser in Szene setzen. Vause verpasste, dann staubte Keck nach Körner-Schuss ab (31.). Dresden verteidigte das eigene Tor mit großer Leidenschaft, Bad Nauheim konnte seine Zeit im Angriffsdrittel nicht gewinnbringend nutzen. Zwei Minuten vor der Pause brachte Kiedewicz seine Mannschaft zum dritten Mal in Führung. Der Puck kullerte hinter Bick neben den Pfosten über die Linie.

Mitte des dritten Abschnitts stürmte Stefan Reiter dann auf der Andrej-Bires-Position in der schwachen zweiten Reihe. Jordan Hickmott hatte allein vor dem Tor die größte Ausgleichschance der Teufel, die nach einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Huba Sekesi exakt die fünf Schlussminuten mit einem Mann weniger spielten.

Dresdner Eislöwen: Schwendener - Kolb, Flade, Riedl, Schmitz, Geuß - Kiedewicz, Porsberger, Andres, Kälble, Fischer, Mrazek, Peterson, Kuhnekath, Kruminsch, Hendrechke.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Seifert, Sekesi, Stephan, Ketter, Mick Köhler, Hafenrichter, Dobryskin - Körner, Vause, Keck, Pollastrone, Hickmott, Bires, Reiter, El-Sayed, van Calster, Herrmann, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (1.) Porsberger (Andres), 1:1 (19.) Vause (Seifert, Stephan), 2:1 (23.) Kiedewicz (Andres), 2.2 (31.) Keck (Vause, Körner), 3:2 (38.) Kiedewicz (Andres, Kolb). - SR: Janssen/Schadewaldt. - Strafminuten: Dresden 6, Bad Nauheim 4 plus fünf Minuten (Sekesi). - Zuschauer: 1344.

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