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EC Bad Nauheim: Ein verrückter Treffer - Huba Sekesi lässt die Teufel jubeln

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Von: Michael Nickolaus

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-Huba Sekesi (hinter dem Tor) hat vor der Fankurve den 2:1-Siegtreffer für den EC Bad Nauheim gegen die Wölfe Freiburg erzielt. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim stoppt den Höhenflug der Wölfe Freiburg - und Verteidiger Huba Sekesi erzielt einen verrückten Siegtreffer.

Huba Sekesi lief und lief und lief. Aus dem Verteidigungsdrittel heraus, durch die neutrale Zone ins Angriffsdrittel, zwischen drei Gästespielern hindurch, und letztlich brachte der 28-Jährige den Puck auch irgendwie am so starken Patrick Cerveny vorbei. Endlich! Die erneute Führung, letztlich war’s sechs Minuten vor dem Ende auch der Siegtreffer zum 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen die Wölfe Freiburg, die acht ihrer zuvor neun Spiele gewonnen hatten. Ein verdienter Sieg der Roten Teufel, die an ihrer Chancenverwertung zu scheitern drohten. Ob Alleingänge, Rebounds, vier Powerplay-Situationen - mehr das die 1:0 durch Jerry Pollastrone in der Schlussminute des ersten Abschnitts hatte den Hessen zunächst partout nicht gelingen wollen.

»Wir haben uns anfangs schwer getan, sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen. Es war ein großer Fight« sagte Robert Hoffmann, der Trainer der Wölfe, die in den vergangenen vier Spielen jeweils mindestens sechs Treffer erzielt hatten. Von dieser Offensiv-Power war vor 1625 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion nichts zu sehen. Auffällig quirlig agierte sicherlich Neuzugang Liam Finley, alles andere wurde von Bad Nauheim überwiegend souverän verteidigt. Den Treffer - Finley war der Torschütze - erzielten die Breisgauer in doppelter Überzahl, wobei die erste Hinausstellung gegen die Gastgeber - es war erst die zweite Strafe gegen Bad Nauheim überhaupt - sehr umstritten war. »Wir waren im ersten Drittel dominant, haben im zweiten Abschnitt unser Powerplay nicht genutzt - und dann kam Huba mit seinem Kraftakt. Drei Punkte gegen die Mannschaft der Stunde. Ich bin sehr glücklich«, freute sich Harry Lange, der Coach der Roten Teufel, über den Sieg.

In seinem Kader fehlten Philipp Wachter, Christoph Körner und Andreas Pauli, dafür waren am Nachmittag Michael Bartuli und Pascal Steck aus der spielfreien U20 von Kooperationspartner Köln angereist. Sein Comeback nach sieben Monaten Pause gab Patrick Seifert, der eine stabile, abgeklärte Leistung zeigte und die Abwehr nun hoffentlich entlasten kann.

Bad Nauheim hatte einen guten Start in die Partie erwischt, war früh zu Abschlüssen gegen Cerveny gekommen, leistete sich andererseits auch in der eigenen Zone zu viele Turnover, die es zu korrigieren galt. Im Nachschuss traf Pollastrone zur verdienten Führung.

Im mittleren Durchgang versäumten es die Hausherren, den Vorsprung auszubauen. Zunächst hatte Kevin Schmidt den jungen Bartuli auf die Reise geschickt (Cerveny hielt), dann hatte Tristan Keck Pech im Abschluss. Ob sich dies rächen würde?

In der 45. Minuten saßen zwei Teufel auf der Strafbank, Freiburg kam zum Ausgleich, hatte die Führung auf dem Schläger. Auf der Gegenseite bekam Bad Nauheim eine Powerplay-Chance auf dem Silbertablett serviert (53.), spielte aber umständlich. Und dann - vier Minuten vor Schluss - lief Huba Sekesi einfach mal los.

EC Bad Nauheim. Bick - Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Sekesi, Stephan, Seifert, Dobryskin - Wörle, Vause, Keck, Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler, Steck, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, Herrmann, Bartuli.

EHC Freiburg: Cerveny - Zernikel, Pageau, Danner, Brückmann, Pokorny, Neher - Linsenmaier, Allen, George, Finlay, McLellan, Wittfoth, Tschwanow, Makuzki, Kiefersauer, Trinkberger.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (20.) Pollastrone (Hickmott, Kevin Schmidt), 1:1 46.) Finley (Pageau, Wittfoth) - PP2), 2:1 (56.) Sekesi. - Schiedsrichter: Klein/Schmidt. - Strafminuten: Bad Nauheim 8, Freiburg 10 - Zuschauer: 1625.

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