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Abwehr-Chef mit Offensiv-Qualitäten: Kevin Schmidt spielt eine dominante Rolle beim EC Bad Nauheim und hat einen maßgeblichen Anteil am aktuellen Höhenflug der Roten Teufel.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Erst gegen die »Filiale«, dann zum Derby

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Wiedersehen macht Freude! Der EC Bad Nauheim trifft heute auf Bayreuth. Im Stab der zuletzt viermal siegreichen Tigers finden sich gleich zehn Ex-Teufel.

Vier Siege in Serie! Das ist aktuell das Nonplusultra in der Formtabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2. Der EC Bad Nauheim empfängt am Wochenende die Bayreuth Tigers (Freitag, 19.30 Uhr) und ist am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Kassel Huskies zu Gast. Damit sind die drei derzeit »heißesten« Mannschaftren der Liga (alle vier Siege in Folge) unter sich. Mehr geht nicht.

»Bayreuth - das wissen wir - hat gute Einzelspieler, die den Unterschied machen können. Da läuft einer für den anderen mit«, sagt Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel. »Und Kassel, klar. Das ist eine richtig gute Mannschaft. Da sind anfangs viele Faktoren zusammengekommen, so dass es nicht gelaufen ist. Aber es war nur eine Frage der Zeit, wann die die Kurve kriegen.«

Bad Nauheim - so ist die personelle Lage: Der Kader bleibt gegenüber dem Dienstag-Spiel gegen Kaufbeuren (5:2) unverändert. Im Trainingsbetrieb hat Verteidiger Patrick Seifert (Adduktoren-OP) inzwischen das gelbe Trikot des Rekonvaleszenten abgelegt. Mit dem langjährigen DEL-Profi wird aber frühenstens in 14 Tagen zu rechnen sein. Auf Schlittschuhen steht auch wieder Andreas Pauli; aber noch ohne Schläger. Im Optimalfall könnte der Stürmer nach seiner Handverletzung zum Jahreswechsel wieder zur Verfügung stehen.

Bayreuth - seit 140 Minuten ohne Gegentor: In der vergangenen Saison, während der Hauptrunde - hatte sich wohl jeder Fan der Roten Teufel gewünscht, Cason Hohmann live im Colonel-Knight-Stadion zu sehen. Jetzt kommt der Vorjahres-Topscorer zurück in die Wetterau; allerdings im Trikot der Bayreuth Tigers. Der US-Amerikaner ist einer von gleich neun Spielern, deren Profi-Laufbahn über Bad Nauheim geführt hat. Der erst 23-jährige Marvin Ratmann hat allein vier Jahre in der Wetterau gespielt, ihm folgt Daniel Stiefenhofer. Unvergessen ist dessen Saison 18/19, als der Verteidiger 15 Tore erzielen konnte, allein ein Dutzend Treffer im Powerplay auf einen Rebound lauernd. Zudem reihen sich Torwart Timo Herden, Eigengewächs Garret Prunden und Moritz Schug in der Verteidigung sowie Dani Bindels, Frederik Cabana und Dominik Meisinger in die außergewöhnlich lange Liste der Ex-Teufel ein. An der Bande steht Petri Kujala, der vier Jahre lang in Bad Nauheim tätig war. Ihm ist nach schwachem Start die Wende gelungen. Zu letzt gewann Bayreuth zweimal zu Null. Seit 140 Minuten ist die Mannschaft ohne Gegentor. Die Scorerliste führt der nur 1,65 Meter große Ville Järvelainen an.

Kassel - DEL-Profi verstärkt die Huskies: Tim Kehler hat in Kassel die Kurve offenbar noch bekommen. Nach nur fünf Punkten in neun Oktober-Partien konnte der Vorjahres-Finalist die Rote Laterne durch die jünste Erfolgsserie abgeben. Mit Mitch Wahl haben die Nordhessen, die in dieser Saison auf Grund nicht aufstiegsberechtigt sind, da die erforderlichen Unterlagen nicht rechtzeitig bei der DEL eingegangen waren, zu Wochenbeginn den Kader noch einmal verstärkt. Wahl kommt vom DEL-Klub Bremerhaven, in der zweiten Liga kennt man den Deutsch-Kanadier aus seiner Zeit in Crimmitschau. Den Goldhelm trägt - eher ungewöhnlich, aber in Kassel auch im letzten Jahr nicht anders - ein Verteidiger. Joel Keussen, Ex-Teufel, den man auch in diesem Sommer gerne wieder in die Wetterau gelockt hätte, führt das interne Ranking mit 13 Punkten an.

146 Tickets für fünf Euro: Der EC Bad Nauheim bietet dank der Unterstützung seines Partners »VMK - Vermögen mit Konzept« Jugendlichen bis 17 Jahren zu den Heimspielen gegen Bayreuth (Freitag), Bad Tölz (26. November), Crimmitschau (3. Dezember), Selb (7. Dezember) und Freiburg (17. Dezember) Stehplatzkarten zum Preis von fünf Euro. Das ist das Kontingent limitiert, zu jedem Spiel gibt es genau 146 Tickets. Die Karten gibt’s in der Geschäftsstelle sowie an der Abend, nicht aber im Online-Verkauf.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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