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EC Bad Nauheim erwartet Crimmitschau

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Von: Christoph Sommerfeld

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Der Bad Nauheimer Betreuer Wolfgang Janout sorgt für klare Sicht bei EC-Angreifer Jerry Pollastrone. Heute geht’s gegen den Konkurrenten um Platz vier aus Crimmitschau. © Andreas Chuc

Unter besonderen Vorzeichen geht der EC Bad Nauheim am Dienstag ins Spiel gegen Crimmitschau. Der Konkurrent um Platz vier hat sich zuletzt in der DEL 2 nicht nur Freunde gemacht.

(cso). Die DEL 2 biegt auf die Hauptrunden-Zielgerade ein, und der EC Bad Nauheim will alles dafür tun, um die Früchte seiner Arbeit zu ernten. Seit Wochen muss der Wetterauer Eishockey-Zweitligist den vierten Rang verteidigen und hat diese Aufgabe bislang - bis auf wenige Ausnahmen - auch gemeistert. Am Dienstag (19.30 Uhr) kommen die Eispiraten Crimmitschau in den Kurpark. Die Sachsen können den Roten Teufeln noch das Playoff-Heimrecht streitig machen. Zudem loten die Kurstädter kurz vor Ende des Transferschlusses ihre Möglichkeiten aus.

Transferschluss - Nachverpflichtungen in der DEL 2 sind noch möglich bis Dienstagabend um 23.59 Uhr. Geschäftsführer Andreas Ortwein gab am Montag zu verstehen, dass man die Fühler in Richtung Nordamerika ausgestreckt hat, konnte aber noch keinen Vollzug vermelden. Sollte kurzfristig ein Personal-Coup gelingen und ein ambitionierter fünfter Kontingentspieler ins Flugzeug Richtung Wetterau steigen, würde man vor Beginn der Post Season noch mal ein Zeichen an die Konkurrenz senden.

Leichtsinn und Moral - »Ich habe den Jungs nach dem Rückstand gesagt, dass wir so weiterspielen. Wir haben keine Sekunde verunsichert gespielt und die Fans hatten ein tolles Gespür für die Mannschaft, sie haben uns weiter nach vorne gepeitscht«, ließ Harry Lange nach der sonntäglichen Partie offiziell verlauten. Der EC-Trainer war aber auch angefressen über eine gewisse »Negativität im Vereinsumfeld«, die er nicht immer von der Mannschaft fernhalten könne. »Ich denke, die angesprochenen Leute wissen schon, wen ich damit meine. Das sollte erst nach der Saison wieder ein Thema werden«, wollte Lange diese Baustelle am Montag vorerst schließen. Unsaubere Pässe und Annahmefehler hatten den Selber Wölfen eine 2:0-Führung ermöglicht, die die Roten Teufel allerdings drehen konnten. »Es ist nicht alles rosig zurzeit. Es war ein Charaktersieg«, meinte Lange.

Ärger um Eispiraten - In die Partie gegen die Ostdeutschen dürften die Roten Teufel heute mit einer gewissen Portion Wut im Bauch gehen. Die Eispiraten haben sich mit den letztlich coronabedingten Absagen der Spiele gegen Kassel und Ravensburg nicht gerade beliebt gemacht. »Die ganze Liga hat diesen Eindruck bestätigt. Das hat definitiv ein ›Geschmäckle‹«, äußerte sich auch Lange kritisch zum Gebaren in Crimmitschau.

Die Begegnung gegen Dresden am Sonntag war die erste nach zweiwöchiger Pause. Dabei fehlten noch Niklas Heyer und Tamas Kanya, deren Einsatz im Kurpark ebenfalls fraglich ist. Ein Last-Minute-Transfer ist bei den Westsachsen nicht mehr zu erwarten. Ende Januar hatte man in der Offensive noch mal nachgebessert und Ex-Teufel Kevin Lavallee aus Diez geholt.

Kommt das Kind? - Christoph Körner musste am vergangenen Wochenende komplett pausieren. Der Stürmer konnte am Freitag in Kaufbeuren nicht dabei sein und saß auch gegen Selb nur auf der Tribüne im Colonel-Knight-Stadion. Dem Vernehmen nach ist er angeschlagen und fehlt aus gesundheitlichen Gründen. Lange deutete an, dass es auch am Dienstag womöglich nicht für einen Einsatz reicht.

Besser sieht es dagegen beim werdenden Vater Kevin Schmidt aus. »Ich hoffe, dass das Kind jetzt kommt und er dabei sein kann«, sagte der Österreicher über seinen Verteidiger. Ansonsten gibt es keine Veränderungen im Bad Nauheimer Line-Up.

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