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EC Bad Nauheim gleicht Serie gegen Kassel aus

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Von: Christoph Sommerfeld

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Taylor Vause ist der Mann des Abends. Der Kanadier erzielt beim 7:5-Sieg gegen Kassel vier Treffer, darunter ein Hattrick im ersten Drittel. © Andreas Chuc

Die Roten Teufel haben die Serie gegen Kassel ausgeglichen und stehen nun vor mindestens zwei weiteren Partien. Am Dienstag hieß es 7:5 für den EC Bad Nauheim. Taylor Vause erzielte vier Treffer.

Es waren seine magischen sechs Minuten. In der Schlussphase des ersten Drittels drehte Taylor Vause mit drei Toren im Alleingang das Spiel und brachte seinen EC Bad Nauheim auf die Siegerstraße. Der Wetterauer Eishockey-Zweitligist hat die Viertelfinal-Serie der DEL 2 mit dem 7:5 (3:2, 2:0, 2:3)-Erfolg über die Kassel Huskies am Dienstag ausgeglichen. Am Freitag geht es wieder nach Nordhessen zu Spiel sechs. »Es war eine verrückte Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Unsere Special-Teams waren hervorragend«, analysierte EC-Coach Harry Lange.

Die Roten Teufel begannen vorne behäbig und hinten schläfrig. Lange trudelte der Puck vor dem Nauheimer Tor, ehe Jamie Mac Queen die Übersicht behielt und das 1:0 reinstocherte (5.). Die Kurstädter brauchten eine Zeit, um ins Spiel zu kommen. Mit Patrick Seifert (3.) und Huba Sekesi (12.) waren es zwei Verteidiger, die sich die ersten gefährlichen EC-Schüsse nahmen. Besser machte es von der blauen Linie Stephan Tramm, dessen Kracher zum 2:0 im Nauheimer Tor einschlug (14.). Erst mit den Powerplays besannen sich die Teufel ihrer Stärken. Das erste nutzte Taylor Vause und löffelte die Scheibe mit Auge in den Winkel (15.). Drei Minuten später war es erneut der Kanadier, der eine tolle Überzahl-Kombination mit Kevin Schmidt und Jerry Pollastrone zum 2:2 abschloss. Der Nauheimer Unterschiedsspieler krönte sein Drittel mit dem 3:2, nachdem er die Scheibe selbst abgefangen hatte und vor Torhüter Gerald Kuhn erneut die Nerven behielt (20.).

EC Bad Nauheim: Hitziges zweites Drittel gegen die Kassel Huskies

Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren sofort wach. Pollastrone erhöhte im zweiten Versuch auf 4:2 (24.). Jetzt lief die Lange-Truppe richtig heiß. Jordan Hickmott (25.) und Vause (26.) verpassten noch, ehe Stefan Reiter aus zentraler Position zum 5:2 traf (27./Scorer-Punkt Andreas Pauli). Im Kasseler Powerplay überstanden die Wetterauer die Chancen von Paul Kranz und Mitch Wahl. Nun wurde es hitzig auf dem Eis. In Folge einer Rangelei kassierten zwei Huskies-Akteure sowie Pauli zwei Minuten. Mick Köhler sorgte aber schnell für ausgeglichene Verhältnisse auf der Strafbank. Kaum war diese leer, saß mit Oliver Granz der nächste Gästespieler drauf. Marc El-Sayed wurde kurz darauf ebenfalls mit einer Strafe belegt. Tore resultierten nicht aus diesen Scharmützeln.

Beide Teams neutralisierten sich zunächst im Schlussabschnitt, ehe Denis Shevyrin mit einem abgefälschten Schuss für Kassel verkürzte (50.). Auf der Gegenseite schaltete sich Seifert mit in den Angriff ein, hielt einfach mal drauf und hatte Glück, dass der Puck zum 6:3 ins Gästetor rutschte (56.). Die Nordhessen versuchten alles, nahmen den Goalie raus und kamen durch Granz noch mal heran (57.). Schrecksekunde wenig später: Reiter wurde von einem Granz-Schuss am Kopf getroffen und musste zur Behandlung in die Kabine. Vause erzielte seinen vierten Treffer ins leere Tor (59.), ehe Jake Weidner Sekunden vor Schluss noch Ergebniskosmetik betrieb.

Bad Nauheim: Bick - Stephan, Messner, K. Schmidt, Sekesi, T. Schmidt, Seifert - Pollastrone, Hickmott, Bires, Wörle, Vause, M. Köhler, Pauli, El-Sayed, Reiter, L. Köhler, M. Shevyrin, Herrmann.

Kassel: Kuhn - Orendorz, Keussen, Granz, Tramm, Rausch, Rutkowski, Ribnitzky, Geischeimer - Laub, Wahl, Cameron, D. Shevyrin, Trivino, MacQueen, Spitzner, Weidner, Detsch, Krüger, Kranz.

Steno / SR: Apel/Neutzer. - Zuschauer: 3052. - Tore: 0:1 (5.) MacQueen (Weidner, Spitzner), 0:2 (14.) Tramm (Trivino, MacQueen), 1:2 (15.) Vause (Pollastrone, K. Schmidt - PP1), 2:2 (18.) Vause (Pollastrone, K. Schmidt - PP1), 3:2 (20.) Vause, 4:2 (24.) Pollastrone (Vause, Bires), 5:2 (27.) Reiter (Pauli), 5:3 (50.) D. Shevyrin (MacQueen, Rutkowski), 6:3 (56.) Seifert (El-Sayed), 6:4 (57.) Granz (Tramm, Wahl - EA), 7:4 (59.) Vause (EN), 7:5 (60.) Weidner (D. Shevyrin, Detsch). - Strafen: 8:10 Minuten.

In Spiel 3 bei den Kassel Huskies gelang dem EC Bad Nauheim ein 3:2-Sieg.

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