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EC Bad Nauheim: Heimspiel-Start mit Strahlkraft

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Von: Michael Nickolaus

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Marc El-Sayed wir den EC Bad Nauheim als Kapitän in die Saison führen. © Andreas Chuc

Besser hätte es den EC Bad Nauheim wohl nicht treffen können. Zum Auftakt geht’s gegen DEL-Absteiger Krefeld. Ein Stürmer wird den Roten Teufeln fehlen, ein anderer gibt seinen Einstand.

(mn). Krefeld also. Der Erstliga-Absteiger. Ein Immer-wieder-Weggefährte quer durch alle Spielklassen in den vergangenen fast acht Jahrzehnten. Ein Heimspiel. Besser hätte es den EC Bad Nauheim zum Hauptrunden-Start der Deutschen Eishockey-Liga 2 am Freitagabend (19.30 Uhr) wohl nicht treffen können. Die 3000-Zuschauer-Marke im Colonel-Knight-Stadion könnte geknackt werden, wirtschaftlich wäre das ein kleiner Ausgleich für ein in dieser Saison fehlendes Frankfurt-Heimspiel. Am Sonntag (17 Uhr) ist dann Crimmitschau das Ziel der ersten Auswärtsreise.

Einer fehlt im Kader, (mindestens) einer kommt dazu : Das passte so richtig ins Bild. Nebelschwaden sind am Mittwochmittag durch das Stadion gewabert. Draußen, vor dem offenen Stadion, war’s regnerisch. Nach knapp 45 Minuten beendete Trainer Harry Lange die Übungseinheit. Trotz der Begleitumstände sagt er: »Wir freuen uns auf den Start.« Struktur und Disziplin erwarte er. »Wir haben noch viel Verbesserungspotenzial und schauen in erster Linie auf unser eigenes Spiel, nicht auf den Gegner.«

Kevin Niedenz wird am Wochenende fehlen. Der Förderlizenzspieler hat sich eine Verletzung an der Hand zugezogen. Auf seine Position - zu Fabian Herrmann und Marc El-Sayed - rückt der am Montag verpflichtete David Cerny. Spekulieren darf man zudem, ob ein weiterer DEL-Spieler aus Köln spontan dazustößt. Der Kooperationspartner bestreitet bereits am Donnerstag sein DEL-Auftakt-Spiel und ist komplett. Verteidiger Maximilian Glötzl ist daher ebenso ein Kandidat wie die beiden Stürmer Robin van Calster und Julian Chrobot.

Der Kapitän und seine Assistenten: Marc El-Sayed wird die Roten Teufel als Team-Kapitän erneut die Saison führen. Ihm assistieren Kevin Schmidt und Huba Sekesi (bei Heimspielen) sowie Taylor Vause und Tobias Wörle (auswärts).

Freitag-Gegner Krefeld: Im Rheinland ist der DEL-Abstieg inzwischen akzeptiert. 500 Fans werden die Pinguine am Freitag in die Wetterau begleiten. Der Schwede Leif Strömberg soll das Projekt Wiederaufstieg umsetzen. Am Niederrhein setzt man auf geballte DEL-Erfahrung (440 Einsätze, verteilt auf 16 einstige Erstliga-Profis), kombiniert mit vielversprechenden Talenten auf gehobenem DEL2-Level. Die größten Namen tragen Olympia- und WM-Fahrer Marcel Müller, Karl Mouillierat (sieben NHL-Spiele) sowie WM-Teilnehmer Alexander Weiß (878 DEL-Spiele). Mit Dominik Tiffels (2012/13), Pascal Zerressen (2010/11), Sandro Mayr (2022/21) und Leon Niederberger (2015 bis 18) finden sich gleich vier ehemalige Förderlizenzspieler der Roten Teufel im Pinguine-Kader.

In der Saison-Vorbereitung fehlte ein Vergleich mit einem unmittelbaren Zweitliga-Konkurrenten. Die Pinguine testeten gegen zwei DEL-Klubs, vier slowakische Vereine und einen schwedischen Zweitligisten. In Nitra wurde dabei der einzige Sieg gefeiert. Das letzte Spiel (2:3 in Bremerhaven) sei in Schritt in die richtige Richtung gewesen, sagt Stürmer Weiß in der Fachzeitung Eishockey News. »Die zweite Liga wird kein Zuckerschlecken. Aber wir wollen in den ersten vier Spielen direkt einen Maßstab setzen.«

Sonntag-Gegner Crimmitschau: Wie die Roten Teufel wollen auch die Eispiraten an ihre erfolgreichste Saison der jüngeren Vergangenheit anknüpfen. Marian Bazany hat die Schlüsselspieler weitgehend in Sachsen halten können. Mit Nick Walters und Valentino Weißgeber hat die Vorbereitung gleich zwei Langzeitausfälle beschert. Mit der Verpflichtung von Yannick Hänggl (Köln) wurde personell nachjusitert. Die neuen Importspieler Taylor Doherty und Jasper Lindsten haben ebenso wie DEL2-Rückkehrer Tyler Gron ihr Können bereits ausblitzen lassen. In der Vorbereitung reichte es lediglich zu einem Sieg; gegen Leipzig. Dem stehen allerdings auch drei Niederlagen gegen Drittligisten sowie zwei Pleiten gegen Weißwasser gegenüber.

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