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EC Bad Nauheim: Im Viertelfinale geht’s nun gegen die Kassel Huskies

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Von: Michael Nickolaus

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Drei Scorerpunkte: Jerry Pollastrone (Zweiter von rechts) war an drei der fünf Treffer des EC Bad Nauheim beim Sieg gegen Freiburg beteiligt. Mit ihm freuen sich seine Teamkollegen Huba Sekesi, Erik Stephan und Jordan Hickmott. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat Lust auf die Playoffs geweckt. Mit einem 5:3-Erfolg gegen Freiburg feierten die Roten Teufel den vierten Sieg in Serie. Im Viertelfinale geht’s nun gegen die Kassel Huskies

Der EC Bad Nauheim trifft im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishocky-Liga 2 auf die Kassel Huskies. Ob die Roten Teufel am 16. März mit Heimvorteil in die Best-of-seven-Serie starten oder zunächst auswärts antreten müssen, entscheidet sich erst am Montag. Nur mit einem »Dreier« im Nachholspiel gegen Dresden könnten die Nordhessen den Kurstadt-Klub, der sich mit einem 5:3 (2:0, 2:3, 1:0)-Erfolg gegen Freiburg aus der Hauptrunde verabschiedet hat, noch von Rang vier verdrängen.

So oder so: Mit 93 Zählern aus 52 Spielen hat der EC Bad Nauheim im neunten Jahr nach dem Wiederaufstieg einen neuen internen Punkte-Rekord aufgestellt und wurde von den 2022 Zuschauern am Samstagabend im Colonel-Knight-Stadion noch lange, lange nach der Schlusssirene umjubelt.

»Wir sind sehr stolz auf diese Mannschaft, die sich das aufgrund ihrer Arbeitseinstellung verdient hat«, sagte Hugo Boisvert, der abermals den erkrankten Harry Lange als Chef-Coach vertrat. Überraschend hatte das Trainer-Team auf ein Debüt des kanadischen Neuzugangs Joel Messner verzichtet. »Die, die uns in diese Position gebracht haben, sollen auch die Chance haben, den Rekord aufzustellen«, erklärte Lange gegenüber unserer Redaktion seine Entscheidung.

Die Stimmung auf den Rängen, die Emotionen angesichts der Ehrungen von Ladislav Olejnik und Ralf Pöpel vor dem ersten Bully sowie die über weite Strecken hohe Intensität der Partie haben durchaus Lust auf den Playoff-Start geweckt. Mit nun vier Siegen in Serie haben die Roten Teufel nach dem Februar-Formtief offenbar die Kurve rechtzeitig bekommen; gerade auf den Schlüsselpositionen. Tristan Keck erhöhte sein Torkonto mit einem Doppelschlag auf beachtliche 31 Treffer, dazu trafen die zuletzt gescholtenen Jerry Pollastrone und Andrej Bires sowie Stefan Reiter, der nun in der vierten Partie in Serie erfolgreich war.

»Das erste Drittel war super. Im zweiten Durchgang haben wir dann aufgehört, clever zu spielen und haben nicht ausreichend gearbeitet«, fasste Boisvert seine Eindrücke zusammen. Nachdenklich stimmt dabei ein zehnminütiger Blackout mit drei Gegentreffern zu Beginn der zweiten 20 Minuten.

Durchaus einverstanden mit dem Spiel seiner Mannschaft war auch Gäste-Trainer Robert Hoffmann. Gleich drei Stürmer hatte er in die Defensive beordert, um die Ausfälle in der Abwehr, unter anderen fehlte Top-Verteidiger Nick Pageau, zu kompensieren. »Die 15 Mann, die heute dabei waren, haben gefightet und alles gegeben.

Bad Nauheim ließ den Gästen im ersten Durchgang kaum Luft zum Atmen, störte mit hoher Laufbereitschaft den Spielaufbau und kam rasch zu Chancen. Kevin Schmidt traf nach schönem Solo den Pfosten, ebenso wie Pollastrone. Dann erzielte Bires den Führungstreffer, nachdem seine Teamkollegen in den Ecken intensiv gearbeitet hatten (11.). Drei Minuten später staubte Keck zum 2:0 ab. Die Stimmung im Stadion war ausgelassen.

Im zweiten Durchgang verteilten die Gastgeber dann aber recht großzügig Geschenke, ebneten den Gästen den Weg zur Wende. Binnen acht Minuten trafen Philip Feist, Liam Finley und Simon Danner zur 3:2-Führung der Gäste (30.). Dann wiederum brauchte Bad Nauheim nur 38 Sekunden, um durch Keck und Pollastrone (im Powerplay) das Blatt erneut zu wenden (34.). Bad Nauheim hatte die Partie wieder im Griff.

Im Schlussdrittel sollte der Sieg nicht mehr wirklich in Gefahr geraten. Vorne verpassten Jordan Hickmott und Keck die endgültige Entscheidung, hinten wurde im eigenen Drittel nichts Zwingendes der Gäste zugelassen. Schließlich setzte Reiter nach sehenswerter Pollastrone-Vorarbeit den Schlusspunkt mit einem Schuss ins bereits verwaiste Tor.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Hafenrichter, Stephan, Sekesi, Ketter, Tomas Schmidt, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Bires, Keck, Vause, Wörle, Herrmann, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler, van Calster.

EHC Freiburg: Cerveny - Wittfoth, Ferenc, Zernikel, Danner, Trinkberger, Kaisler - Sille, Linsenmaier, Billich, Finley, McLellan, Feist, Makuzki, Kiefersauer, Bräuner.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (11.) Bires (Kevin Schmidt, Pollastrone), 2:0 (14.) Keck (Vause, Wörle), 2:1 (22.) Feist (McLellan, Kaisler), 2:2 (27.) Finley (Zernikel, Danner), 2:3 (30.) Danner (Feistl, Finley), 3:3 (33.) Keck (Vause, Wörle), 4:3 (34.) Pollastrone (El-Sayed, Vause - PP1), 5:3 (60.) Reiter (Pollastrone, Hickmott). - Schiedsrichter: Apel/Neutzer. - Zuschauer: 2022.

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