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Tristan Keck (r., EC Bad Nauheim) scheitert an Tigers-Goalie Timo Herden. Am Ende steuert Keck einen Treffer zum 4:2-Erfolg der Roten Teufel bei.

Eishockey

EC Bad Nauheim: In Unterzahl gegen Bayreuth groß aufgespielt

  • Christoph Sommerfeld
    VonChristoph Sommerfeld
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Der EC Bad Nauheim festigte am Freitagabend seinen zweiten Platz in der DEL 2. Mit 4:2 rangen die Roten Teufel die Bayreuth Tigers nieder und bewiesen Stärke vor allem in Unterzahl.

(cso). Am Ende tanzten und sangen die Fans des EC Bad Nauheim den »Schneewalzer«. Als der 4:2-Erfolg über die Bayreuth Tigers am Freitag dann letztgültig in trockene Tücher gewickelt war, stimmte man die obligatorische »Humba« an. Nach einem hochklassigen Eishockey-Spiel stehen die Roten Teufel in der DEL 2 weiterhin auf Platz zwei. Tigers-Coach Petri Kujala, einst in der Kurstadt an der Bande, befand nach der Partie: »Unser Powerplay hätte besser laufen können.« Sein Gegenüber, Harry Lange, lobte entsprechend das Unterzahlverhalten seines Teams.

Kein Faktor beim Wiedersehen mit den Ex-Kollegen war Cason Hohmann. Der flinke US-Boy war an keinem Treffer beteiligt und ließ sich beim Bad Nauheimer 1:0 gar noch von Torschütze Jordan Hickmott abkochen, der das Chancenplus des EC erstmals belohnte - in Unterzahl. Aus dem Nichts kamen die Tigers zum Ausgleich. Einen blitzsauberen Angriff über rechts drückte Ivan Kolozvary zentral vor Goalie Felix Bick ins Netz. Nur eine Minute später nutzte die Truppe von Lange ein eigenes Powerplay zum 2:1. Ruhig und clever spielte man den Angriff aus. Körner sah den besser postierten Tristan Keck, der die Führung für seine Farben zurückholte. Allerdings leistete sich die EC-Verteidigung Sekunden danach einen Fauxpas, der Ville Järveläinen nach gewonnenem Bully alleine aufs Tor laufen ließ. Der Finne glich erneut aus.

Im zweiten Abschnitt sorgte zunächst Taylor Vause nach einem Keck-Schuss im Nachsetzen für Gefahr (28.). Danach brachte vor allem eine doppelte Strafzeit gegen Leon Köhler und Tigers-Akteur Kurt Davis (32.) Unruhe ins Publikum. Die Nauheimer Zuschauer hätten die Strafe lieber nur für den Gästespieler gesehen. Bange Momente hatten die EC-Fans bei zwei Pfostenschüssen der Gäste zu überstehen. Vor der nächsten Sirene brachte Goldhelm Vause das Colonel-Knight-Stadion dann aber doch noch zum Toben. Der Kanadier trug die Scheibe selbst ins Angriffsdrittel, suchte die Anspielstation, fand sie aber nicht. Der Rebound landete wieder bei ihm, sodass er persönlich das 3:2 markierte.

Einen kurzen Auftritt hatte im Schlussdrittel noch mal Hohmann, als er ein Foul von Vause zog. Ein Pfeifkonzert von den Rängen war die Folge. Die anschließende Überzahl brachte für Bayreuth nichts ein. Besser machten es auf der Gegenseite die Teufel. Im Powerplay nahm zunächst Hickmott Maß, den Abpraller von Timo Herden versenkte Jerry Pollastrone kurz vor Ende der Überzahl. Dass der US-Import im Nachgang zum Spieler des Tages gekürt wurde, mag auch an seinem beherzten Einsatz in der Schlussphase gelegen haben. Als die Tigers im Powerplay ohne Goalie noch mal sechs gegen vier spielten, warf sich der Nauheimer Stürmer leidenschaftlich in einen Zweikampf und beförderte die Scheibe somit hinter die blaue Linie.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Wachter, Tomas Schmidt, Dobryskin - Körner, Vause, Keck, Wörle, Pollastrone, Hickmott, Herrmann, Mick Köhler, Reiter, Leon Köhler, van Calster, El-Sayed.

Bayreuth Tigers: Herden - Davis, Cabana, Stiefenhofer, Meisinger, Gabriel - Hohmann, Pither, Järveläinen, Kretschmann, Schumacher, Meier, Ratmann, Kolozvary.

Steno / Tore: 1:0 (16.) Hickmott (Sekesi - SH1), 1:1 (19.) Kolozvary (Järveläinen, Davis), 2:1 (20.) Keck (Körner, Wörle - PP1), 2:2 (20.) Järveläinen (Kretschmann), 3:2 (38.) Vause, 4:2 (51.) Pollastrone (Hickmott, M. Köhler - PP1). - SR: Engelmann/Janssen. - Zu.: 2209. - Zeitstrafen: 14:10 Minuten.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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