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EC Bad Nauheim: Kassel Huskies zu stark

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Von: Michael Nickolaus

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Marius Erk von den Roten Teufeln (links) schnappt sich hier Lois Spitzner von den Kassel Huskies. Beide müssen für zwei Minuten auf die Strafbank. © CHUC

Nach 40 Minuten war der EC Bad Nauheim mit dem Zwischenstand gut bedient. Und plötzlich wurde es gegen die Kassel Huskies noch mal spannend.

Irgendwie hatten die Roten Teufel das Spiel eng gehalten. Irgendwie war’s sogar gelungen, einen Zwei-Tore-Rückstand auszugleichen. Am Ende aber, da hatte der EC Bad Nauheim das erforderliche Glück für diesen Abend ausgeschöpft und musste die lange Zeit drückende Überlegenheit der Kassel Huskies anerkennen. Vor 3046 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion unterlag die Mannschaft von Harry Lange im ersten Wiedersehen seit dem Playoff-Viertelfinale der Vorsaison den Nordhessen am Sonntag mit 3:5 (1:2, 1:1, 1:2). Bad Nauheim blieb am fünften Hauptrunden-Wochenende der Deutschen Eishockey-Liga 2 zum ersten Mal punktlos, für den Tabellendritten war’s der achte Sieg in Serie. »30 Minuten lang waren wir schlechter, haben alle 50:50-Duelle verloren. Eigentlich hätte das Spiel entschieden sein müssen, aber dank Felix Bick und Glück kamen wir noch einmal zurück«, resümierte Lange. Für die Roten Teufel haben Tim Coffman, Fabian Herrmann und Taylor Vause getroffen.

Torwart Bick war ebenso wie die Mittelstürmer Vause und Marc El-Sayed gegenüber dem Freitag-2:5 in Kaufbeuren in den Kader zurückgekehrt. Dafür fehlte Christoph Körner, der zuletzt mit einer Handverletzung ausgeschieden war. Auf seine Position rückte Herrmann.

Bad Nauheim traf mit dem ersten Torschuss durch Coffman (bei Kassel saß Reizfigur Jerry Kuhn nur auf der Bank) nach 44 Sekunden. Die Anfangseuphorie, ein unterhaltsames Hin und Hier, wich aber noch früh im ersten Abschnitt dem nüchternen Blick auf das Spielgeschehen. Kassel dominierte, schnürte die Hausherren selbst bei numerischer Ausgeglichenheit in deren Zone ein. Entlastung, Körperspiel - Fehlanzeige. Der Ausgleich durch Darren Mieszkowski war hochverdient (17.), der Führungstreffer der Gäste durch Jake Weidner (18.) nur folgerichtig.

Einseitig wurde es im zweiten Durchgang. Da wurde des Lois Spitzner zu leicht gemacht, dann traf Joel Keussen, einer von vier Ex-Teufeln, die Latte, später hatte er sich die Ecke quasi aussuchen können und traf nicht. Die seltenen Entlastungsangriffe der Teufel wurden unsauber ausgespielt, blieben entsprechend wirkungslos. Wie aus dem Nichts verkürzte Herrmann. Mit 2:3 Toren und 12:28 Schüssen wurden erneut die Seiten gewechselt.

Kurios kam Bad Nauheim zum Ausgleich. Erst nach Videobeweis erkannten die Unparteiischen nach einem Vause-Schuss den Treffer an (42.). Schlagartig war Leben in nebligen Bude. Durch Jordan Hickmott und Patrick Seifert gab’s gar die Chance auf das Führungstor, den Huskies stand mehrfach das Gestänge im weg. Letztlich setzte sich die Qualität der Gäste durch. Ein verdeckter Schuss von Max Faber schlug zum 4:3 ein (52.), schließlich erhöhte Weidner noch bevor Bad Nauheim den Torwart vom Eis nehmen konnte.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Schmidt, Erk, Wachter, Seifert, Hafenrichter - Herrmann, Vause, Pollastrone, Wörle, Coffman, Hickmott, Pauli, El-Sayed, Cerny, Bartuli, Steck.

Kassel Huskies: Kielly - Keussen, Tramm, Müller, Shevyrin, Seigo, Faber, Geischeimer - Lowry, Arniel, Alroth, Tschwano, Schlenker, Keck, Preto, Reichel, Mieszkowski, Spitzner, Weidner, Detsch.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (1.) Coffman (Schmidt, Wörle), 1:1 (17.) Mieszkowski (Geischeimer, Preto), 1:2 (18.) Weidner (Arniel, Schlenker - PP1), 1:3 (22.) Spitzner (Weidner, Faber), 2:3 (36.) Herrmann (Pollastrone Vause), 3:3 (43.) Vause (Schmidt, Wachter), 3:4 (52.) Faber (Lowry, Alroth), 3:5 (59.) Wiedner (Keussen). - Schiedsrichter: Brill/Singaitis. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Kassel 4. - Zuschauer: 3051.

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Fabian Herrmann lauert vor Jake Kielly auf einen Rebound. Der junge Stürmer der Roten Teufel rutschte im Derby in die Top-Reihe und erzielte beim 3:5 des EC Bad Nauheim den zwischenzeitlichen 2:3-Anschlusstreffer. © CHUC

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