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EC Bad Nauheim: Maloche für das Playoff-Heimrecht

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Von: Michael Nickolaus

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Pure Freude: Tristan Keck (links) und Jordan Hickmott (Mitte) treffen endlich wieder. Taylor Vause steht nach seiner Corona-Erkrankung wieder auf dem Eis und hat prompt zwei Tore aufgelegt. © Andreas Chuc

Die Zahl der Ausfälle hat sich reduziert, die Zahl der Punkt gesteigert. Jetzt geht’s beim EC Bad Nauheim an Timing und Abstimmung - immer verbunden mit der Hoffnung, »dass alle gesund bleiben«.

Verschnaufpause! Wenigstens mal einen Tag lang. Nach sechs Spielen binnen elf Tagen hat Harry Lange den Profis des EC Bad Nauheim einen eisfreien Dienstag zur Regeneration eingeräumt. Sieben Punkte haben die Roten Teufel trotz gravierender personeller Ausfälle in diesem jüngsten Spiele-Marathon gewonnen und Platz vier gehalten. Ab Freitag, in den neun Spielen bis zum Hauptrunden-Ende, soll das Playoff-Heimrecht der Deutschen Eishockey-Liga 2 irgendwie verteidigt werden.

»Wir haben einen guten Kader. Aber jetzt müssen wir hoffen, dass alles gesund bleiben, um am Timing arbeiten und Abläufe verbessern zu können«, sagt der Coach, der teilsweise acht Stammkräfte zu ersetzen hatte, was immer wieder zur Improvisation gezwungen hatte. Da spielte beispielsweise Tobias Wörle mal defensiv, mal offensiv, mal in der Mitte, mal Außen. Da fehlte Kevin Schmidt als Leader in der Abwehr und im Powerplay; da stand Rückkehrer Daniel Ketter im Zwei-Tages-Rhythmus plötzlich gut 20 statt der geplanten sechs bis acht Minuten auf dem Eis, da ist Mick Köhler defensiv nicht mehr wegzudenken, fehlt aber vorne, ganz zu schweigen von Taylor Vause, dem wohl »komplettesten Spieler« der Liga, wie Lange sagt, der gleich fünfmal im Lineup fehlte. Nur Sekunden waren Vause und Tristan Keck - zuletzt mit schwacher Tor-Quote - am Montag wiedervereint, da traf der Speedy Gonzales der DEL2 zur Führung und legte später noch nach - reine Kopfsache? Mit den Verteidigern Philipp Wachter und Tomas Schmidt sowie Stürmer Andreas Pauli stehen aktuell »nur« noch drei Spieler auf der Ausfallliste.

Die Heimspiele gegen Bayreuth (3:2) und Ravensburg (3:1) boten einen Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben, inklusive Playoff-Serien. Hohe Intensität, läuferischer und kämpferischer Einsatz, deutlich weniger klare Torszenen auf beiden Seiten. Ein Schussverhältnis von 18:22 war beim EC intern gezählt worden. »Du musst in jedem Spiel malochen, viel forechecken, viel Druck ausüben, den Schritt mehr machen als der Gegner. Das ist natürlich nicht immer einfach«, sagt Lange, dessen Mannschaft mit der Ausnahme Kassel (1:3 vergangenen Donnerstag) in fünf der vergangenen sechs Spielen diese Tugenden zeigte; natürlich nicht mir der Leichtigkeit der ersten Wochen.

Mit Blick auf die Playoff-Serien will Lange den Fokus auf die Über- und Unterzahl-Formationen rücken. Gerade das Powerplay hatte unter den Ausfällen gelitten. Vor Montag hatten die Teufel nur eine von zuletzt 26 Möglichkeiten mit einem Spieler mehr zum Torerfolg nutzen können; gegen Ravensburg - nun in fast voller Besetzung - folgten zwei Tore - der spielentscheidener Fakor.

Das Restprogramm / 11. Februar Heilbronn (A), 13. Februar Bad Tölz (H), 15. Febraur Crimmitschau (H), 17. Febraru Dresden (A), 19. Februar Frankfurt (H), 25. Febraur Kaufbeuren (A), 27. Februar Selb (H), 3. März Lausitz (A), 5. März Freiburg (H).

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