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EC Bad Nauheim mit Länderspiel-Elan aus der Pause

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Von: Christoph Sommerfeld

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Rihards Babulis erhielt vor dem U20-Turnier gegen Weißwasser eine Chance zwischen den Bad Nauheimer Pfosten. Nun ist er zurück in der Wetterau. Der nächste Gegner heißt Freiburg. CHUC © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim reist nach einem spielfreien Wochenende am Dienstag nach Freiburg. Neben Harry Lange kehrten auch die Nachwuchsspieler von ihren Nationen-Turnieren in die Kurstadt zurück.

(cso). Die kurze Verschnaufpause im eng getakteten DEL 2-Spielplan nutzten die Eishockey-Profis des EC Bad Nauheim, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Anders ging es da Trainer Harry Lange und dem einen oder anderen Förderlizenz-Spieler. Die junge Garde musste sich bei diversen Turnieren des DEB-Nachwuchses bewähren, während der österreichische EC-Coach beim Deutschland-Cup in Krefeld als Assistent von Roger Bader im »Team Austria« fungierte. Zurück in der Wetterau heißt es nun, den Fokus auf die nächste Aufgabe zu richten. Die steht am Dienstag (19.30 Uhr) beim EHC Freiburg auf dem Programm.

Keine Jobbörse - Eigentlich wollte Lange die Länderspiel-Pause zur Erholung mit der Familie nutzen. Etwa 14 Tage vor dem Deutschland-Cup trudelte aber die Anfrage von Bader bei ihm ein. Und so verbrachte der 38-Jährige ein langes Wochenende in Krefeld als einer von drei Co-Trainern der Österreicher, die hinter dem Gastgeber Rang zwei belegten.

»Es war eine tolle Erfahrung. Man trifft viele Spieler und viele Leute, die im Eishockey etwas zu sagen haben. Mit denen tauscht man sich aus. Aber man sollte das auch nicht überbewerten. Das war keine Jobbörse da in Krefeld«, blickte Lange auf sein nicht ganz normales Wochenende zurück.

Nachwuchs im Einsatz - Mit den Stürmern Kevin Niedenz und Robin van Calster sowie Goalie Rihards Babulis weilten drei Akteure der Roten Teufel beim Vier-Nationen-Turnier der U20-Teams im schweizerischen Monthey. »Die Jungs sind gut drauf und mit Elan zurückgekommen«, sagte Lange zumindest über das U20-Duo, das heute mit nach Freiburg reist. Edwin Tropmann, der kurz nach der Verletzung von EC-Verteidiger Kevin Schmidt sein erstes Profispiel bestritten hatte, war mit der U18-Nationalmannschaft in Füssen und behielt mit seinen Teamkollegen im Drei-Nationen-Turnier gegen Dänemark und die Slowakei die Oberhand.

(Fast) alle an Bord - Wie Niedenz und Babulis gehört auch Tropmann am Dienstag im Schwarzwald zum Wetterauer Line-Up. Van Calster und auch Pascal Steck werden laut Lange aber bei Kooperationspartner Kölner Haie gebraucht. »Am Aufgebot ändert sich im Vergleich zum Dresden-Spiel nur, dass Edwin Tropmann dazukommt.« Bis auf Schmidt fällt kein EC-Profi verletzungsbedingt aus. Wie lange es beim Deutsch-Kanadier noch dauert, konnte der EC-Coach am Montagnachmittag nicht sagen. »Es stehen in den nächsten zwei, drei Tagen noch Untersuchungen an, dann wissen wir mehr. Aber er macht Fortschritte«, gab Lange zu verstehen.

Immo in Topform - Die Wölfe und die Roten Teufel hatten es in dieser Saison noch nicht miteinander zu tun. Das Team von Trainer Robert Hoffmann hat bislang eine mäßige Saison hinter sich und rangiert auf Platz neun. Bei den Freiburgern sind mit Tor Immo aus Schweden, Shawn O’Donnell aus Kanada sowie dem Tschechen Martin Reway nur drei Kontingentstellen besetzt. Da könnten die Süddeutschen also noch nachbessern.

In prächtiger Verfassung zeigt sich Neuzugang Immo, der mit zwölf Treffern die Torschützenliste der Liga anführt und auch in der Scorer-Wertung (25) nur noch von Tyson McLellan (Landshut) überboten wird. »Er ist einer der besten Ausländer der Liga«, warnt Lange. Dennoch gilt auch: »Es ist immer unklar, wie man nach einer solchen Pause wieder in den Ligabetrieb reinkommt.«

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