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EC Bad Nauheim: Mit offenen Fragen in die englische Woche

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Von: Michael Nickolaus

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Konzentration beim Bully. Unser Bild zeigt (von links) Stefan Reiter, Jerry Pollastrone und Tomas Schmidt vom Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. © Andreas Chuc

Man sei »zurück auf den richtigen Positionen« sagt Trainer Harry Lange vom EC Bad Nauheim über das Defensivverhalten beim Sieg in Bayreuth. Vor der englischen Woche sind noch einige Fragen zu beantworten.

Endlich wieder ein stabiles, konzentriertes Auftreten in der eigenen Verteidigungszone. Endlich wieder ein Powerplay-Tor - drei Punkte gab’s in Bayreuth obendrein. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat nach (erstmals) zwei Niederlagen hintereinander in dieser Saison die richtige Reaktion gezeigt. Jetzt gilt’s, am Mittwoch mit Heilbronn und Sonntag in Crimmitschau zwei Verfolger aus dem Tabellenmittelfeld auf Distanz zu halten. Dazwischen liegt noch das Heimspiel am Freitag gegen Ravensburg. Zu den beiden Spielen im Colonel-Knight-Stadion sind wieder nur 250 Zuschauer zugelassen.

Er sei zufrieden, sagte Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel, am Montagmorgen mit Blick auf die Partie am Vorabend. Im dritten Saison-Duell mit den Franken hatte seine Mannschaft den dritten »Dreier« gewonnen. »Wir haben in den vergangenen Spielen Gegentore bekommen, die wir zuvor nicht bekommen haben. Deshalb war es wichtig, das die Jungs wieder auf ihren Positionen gestanden und gekämpft haben.« Gerade im zweiten und im letzten Abschnitt wurde (auch) gegen die Top-Reihe mit DEL2-Top-Torjäger Ville Järveläinen und Cason Hohmann nichts zugelassen, was deren Trainer Petri Kujala überhaupt nicht gefiel. »Da kommt seit Wochen zu wenig. Wir müssen mit der Schönspielerei aufhören und konsequenter auf das Tor gehen«, addressierte der Ex-Teufel der Teufel seine Kritik an seinen Paradesturm.

Harry Lange hatte erstmals das Duo Jerry Pollastrone/Jordan Hickmott bewusst getrennt auflaufen lassen. Mit dem »Output« der vergangenen Spiele sei er nicht zufrieden gewesen, erklärte der Coach seine Entscheidung. Einen einzigen Treffer hatte Hickmott in den vergangenen 14 Spielen erzielt, zu wenig für einen Kontingentstürmer. Mick Köhler rückte an die Stelle des Kanadiers, der wiederum in der nominell dritten Reihe mit Tobias Wörle und Robin van Calster, später Marc El-Sayed stürmte. Ein erkennbarer Effekt blieb diesmal noch aus.

Für van Calster war die Partie nach 28 Minuten beendet. Bei einem Kniecheck von Niklas Gabriel trug der Förderlizenzspieler einen sogenannten Pferdekuss davon. Ob und gegebenenfalls wie lange er ausfällt, ist offen.

Im Powerplay konnten Lange und sein Assistent Hugo Boisvert wieder auf die zu Saisonbeginn so erfolgreichen Überzahl-Formationen zurückgreifen. Im Dezember - als die Roten Teufel durch Ausfälle immer wieder zu Umstellungen gezwungen waren - war die Erfolgsquote regelrecht abgesackt; nur drei Treffer waren während 26 Powerplay-Situationen erzielt worden. In Bayreuth konnten die Gäste ihre einzige numerische Überlegenheit während des Spiel aus gleich zum Treffer nutzen.

Zurück in Deutschland ist die U20-Nationalmannschaft, deren WM-Turnier in Kanada auf Grund der andemie abgebrochen worden war. Inwiefern Torwart Niklas Lunemann und Verteidiger Maxi Glötzl die Teufel kurzfristig unterstützen, ist noch offen. Keeper Lunemann wird angesichts seiner Nummer-eins-Rolle im Nachwuchs von DEL-Kooperationspartner Köln nicht als klassischer Backup zur Verfügung stehen, sondern Torwart Felix Bick allenfalls gezielt eine Verschnaufpause während der englischen Wochen ermöglichen. Inwiefern Glötzl für die am Sonntag im Kölner DEL-Kader fehlenden Andy Roach und Colin Ugbekile einspringen wird, ist noch offen.

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