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Ein Tor von Jerry Pollastrone (im Hintergrund) sichert dem EC Bad Nauheim den Zusatzpunkt. Kevin Schmidt (vorne) hatte aufgelegt.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Pollastrone trifft gegen Dresden in der Verlängerung

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim schlägt die Dresdner Eislöwen nach Verlängerung. »Die Jungs haben sich zerrissen, und sie hatten Spaß dabei«, meinte Trainer Harry Lange.

Diese zwei Punkte hatte man nicht unbedingt auf der Rechnung. Die lange Ausfallliste des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim und die Formkurve der Dresdner Eislöwen (zuvor fünf Siege in Serie) sprachen am Freitag gegen die Roten Teufel, die vor 250 zugelassenen Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion einen 2:1 (0:0, 1:0, 0:1/1:0)-Erfolg nach Verlängerung feiern konnten. Jerry Pollastrone setzte nach 66 Sekunden in der Overtime den Schlusspunkt.

Ärgerlich: Gerade einmal 54 Sekunden hatten den Hessen gegen den Tabellenzweiten zu einem »Dreier« gefehlt. Dank einer konzentrierten Defensivleistung und einem Powerplay-Treffer von Mick Köhler (27.) führten die Gastgeber bis in die Schlussminute hinein, ehe Thomas Andres die Hoffnung auf den ersten Saison-Shutout von EC-Torwart Felix Bick zerstörte.

»Bad Nauheim wollte den Sieg mehr als meine Mannschaft. Wir waren nicht bereit. Unser Torwart und der Pfosten haben uns im Spiel gehalten«, resümierte Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann. Sein Kollege Harry Lange vom EC Bad Nauheim meinte: »Wenn man sieht, wie viele Chancen wir liegen gelassen haben, ist’s natürlich bitter, wenn man so ein spätes Gegentor bekommt. Die Jungs, die heute zur Verfügung gestanden haben, haben sich für den Verein zerrissen, und sie hatten Spaß dabei.«

Mittelstürmer Mick Köhler agierte angesichts der Ausfälle von gleich drei Stamm-Verteidigern diesmal in der Defensive, immer wieder in die Rotation eingebaut wurden Niko Dobryskin und der erst 17-Jährige Förderlizenzspieler Leo Hafenrichter.

Dresden hatte zu Beginn des ersten und des zweiten Abschnitts die größeren Spielanteile, die klaren Chancen, die zielstrebigen Offensivaktionen wiederum hatten die Hausherren. Ob Tobi Wörle, ob Taylor Vause, der den Pfosten traf, oder der diesmal glücklose Tristan Keck - sie hatten überraschend früh die Führung auf dem Schläger. Dresden gewährte immer wieder Turnover, offenbarte Schwächen in der eigenen Zone.

Die Offensive der Eislöwen hatten die Roten Teufel trotz ihrer Besetzung derweil erstaunlich gut im Griff. Schüsse ja, klare Chancen konnten aber durch kompaktes mannschaftsdienliches Verteidigen minimiert werden.

In Überzahl - wie schon am vergangenen Sonntag in Crimmitschau - traf Mick Köhler aus dem Slot heraus (27.). Keck hatte die beste Chance, den Vorsprung auszubauen, scheiterte aber. Acht Minuten vor Schluss bot sich im erneuten Powerplay die Option, den Sack zuzuschnüren, der zweite Treffer wollte aber nicht fallen. Stattdessen stand Andres 54 Sekunden vor Schluss beim Rebound goldrichtig und konnte den Gästen einen Punkt retten.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Seifert, Kevin Schmidt, Mick Köhler, Dobryskin, Hafenrichter - Körner, Vause, Keck, Wörle, Hickmott, Pollastrone, Herrmann, El-Sayed, Reiter, Leon Köhler.

Dresdner Eislöwen: Schwendener - Karlsson, Kolb, Suvanto, Flade, Uplegger, Schmitz, Riedl - Porsberger, Knackstedt, Andres, Filin, Kuhnekath, Rundqvist, Mrazek, Knobloch, Drews, Krumisch, Walther, Kiedwicz.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (27.) Mick Köhler (Vause, Pollastrone - PP1), 1:1 (60.) Andres (Suvanto, Knackstedt), 2:1 (61.) Pollastrone (Kevin Schmidt). - Schiedsrichter: Apel/Naust. - Strafminuten: Bad Nauheim 4, Dresden 8. - Zuschauer: 250

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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