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EC Bad Nauheim: Raus mit Applaus

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Von: Kim Enderle

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Frei vor dem Tor von Felix Bick: Josh MacDonald, der mit den Ravensburg Towerstars in das Playoff-Finale einzieht. Für den EC Bad Nauheim ist die Saison beendet. © Kim Enderle

Sommerpause! Der EC Bad Nauheim verabschiedet sich mit einer 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)-Niederlage und damit einem 1:4 in der Playoff-Halbfinal-Serie mit den Towerstars aus der Saison 2021/22.

Vor 3148 Zuschauern in der CHG-Arena - darunter gut 200 Fans aus der Wetterau - entluden die Roten Teufel noch einmal alle Energie-Reserven, fraßen Pucks wie es im Fachjargon heißt, bewiesen ein letztes Mal Moral, hielten das Spiel bis ins Schlussdrittel irgendwie offen, konnten nach der hohen Spielfrequenz der vergangenen drei Wochen aber die spielerische Überlegenheit der Oberschwaben mit Kampf und Einsatz nicht mehr ausgleichen. Joel Messner, Jordan Hickmott und Tobias Wörle trafen für Bad Nauheim, das die wenigen Optionen, die die starken Gastgeber zuließen (beispielsweise die Powerplay-Situationen) aber nicht nutzen konnten.

Der erste Abschnitt ließ kaum Zeit, Luft zu holen. Ravensburg drückte mächtig auf’s Tempo, schnürte seine Gäste mit einem leichtfüßigen Auftritt immer wieder in deren Drittel ein und kreirte reichlich Torszenen. Bad Nauheim hatte im zwölften Playoff-Spiel binnen 24 Tagen erkennbar Mühe mit der Spielgeschwindigkeit und der Zweikampfstärke der Hausherren. Der Führungstreffer der Towerstars resultierte allerdings aus einem Eins-gegen-eins-Duell. Sam Herr war mit einem langen Pass auf die Reise geschickt worden und traf nach nur 70 Sekunden gegen Felix Bick, der anschließend vielfach eine vorzeitige Entscheidung verhindern konnte. Etwas überraschend kam Bad Nauheim zum Ausgleich. Ein Schuss von Joel Messner fand sein Ziel (3.). Nun hatten die Gäste ihre besten Szenen, aber Eric Stephan (viel Zeit in der Halbdistanz/8.) und Tristan Keck (Alleingang auf Jonas Langmann/9.) vergaben. Bad Nauheim wurde anschließend die Führungschance auf dem Silbertablett serviert. Ein mageres Schüsschen war die Bilanz aus vier Powerplay-Minuten, in denen die Hessen nicht mal in ihre Grundaufstellung fanden. Auf der anderen Seite fehlte dem EC-Block beim Bully die Zuordnung. Robbie Czarnik lief den Teufeln in deren Rücken davon, hielt seinen Schläger in einen harten Pass von Denis Pfaffengut und traf zur erneuten Towerstars-Führung (15.).

Bad Nauheim stemmte sich gegen die Towerstars, blockte Schüsse, hatte einen bärenstärken Felix Bick und musste auf den einen sich bietenden Moment in der Offensive hoffen. Aber auch das dritte Powerplay brachte kein Erfolgserlebnis. Stattdessen erhöhte Josh Mac Donald nach einem Turnover auf 3:1 für Ravensburg (38.). Als sich die Towerstars im eigenen Drittel einmal selbst im Weg standen verkürzte Hickmott noch auf 2:3 (39.).

Zu Beginn des Schlussdrittels zeigte sich Ravensburg dann effektiv im Powerplay, nutzte seine einzige Überzahl-Situation durch Josh MacDonald zum 4:2. Bad Nauheim rannte noch einmal an, Wörle verkürzte, zur erneuten Überraschung reichte es nicht. 30 Sekunden vor dem Ende traf Herr zum 4:2 ins leere Tor.

Ravensburg Towerstars: Langmann - Dronia, Bettauer, Pfaffengut, Eichinger, Ketterer, Sezemsky, Dosch, Hlozek - Czarnik, Mayer, Louis Latta, Herr, Sarault, Zucker, Dietz, MacDonald, Nick Latta, Saakyan, Hessler.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Mick Köhler, Stephan, Messner, Sekesi, Tomas Schmidt, Ketter - Keck, Wörle, Reiter, Pollastrone, Hickmott, Bires, Pauli, El-Sayed, van Calster, Herrmann, Shevyrin, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (2.) Herr (Pfaffengut), 1:1 (4.) Messner (Keck), 2:1 (15.) Czarnik (Pfaffengut, Eichinger), 3:1 (38.) Mac Donald (Dietz), 3:2 (39.) Hickmott, 4:2 (42.) MacDonald (Eichinger, Bettauer - PP1), 4:3 (52.) Wörle (Reiter, Keck), 5:3 (60.) Herr (Sarault - Empty Net). - Strafen: RV 6, BN 2. - Zuschauer: 3148.

Playdowns, 2. Runde: Bad Tölz - Bayreuth 4:3 (Serie: 2:2).

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