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EC Bad Nauheim: Schwere Beine in Selb

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Von: Michael Nickolaus

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Torwart Felix Bick und Verteidiger Philipp Wachter vom EC Bad Nauheim klären vor dem Selber Feodor Boiarchinov. © Red

Der EC Bad Nauheim feiert ein Sechs-Punkte-Wochenende. Beim 2:1-Erfolg in Selb waren die Roten Teufel die Belastungen der vergangenen Wochen anzumerken.

Pflicht erfüllt! Der EC Bad Nauheim hat sich am Sonntag in Selb zum 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)-Erfolg gezittert und mit einem Sechs-Punkte-Wochenende Platz vier in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gefestigt. Beim Tabellenletzten, der zuvor nur eine seiner letzten zehn Begegnungen gewonnen hatte, taten sich die Roten Teufel äußert schwer, wirkten müde. Die Kanadier Jordan Hickmott und Tristan Keck trafen in diesem Geisterspiel für die Hessen, die - wie schon am Freitag - in Torwart Felix Bick in stärksten Mann hatten. Sein Comeback nach zweimonatiger Pause feierte Philipp Wachter; an der Seite von Daniel Ketter.

»Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Wir haben sehr disziplinart gespielt, gut in der defensiven Zone gestanden. Allerdings haben wir uns dann zwei Fehler erlaubt, die der Gegner genutzt hat«, sagte Herbert Hohenberger, der Trainer des abgeschlagenen Aufsteigers. Sein Landsmann Harry Lange atmete als Coach der Gäste derweil auf: »Selb hat uns das heute richtig schwer gemacht, zudem haben wir viele schlechte Entscheidungen getroffen. Eishockey ist laufintensiv, und man hat heute gesehen, dass die Jungs müde waren.« Selb hatte lediglich zwei Kontingentspieler im Kader, Bad Nauheim fehlten fünf etatmäßige Kräfte.

Turbulent entwickelte sich - wie so oft in den vergangenen Tagen - die Schlussphase der Begegnung. Da bekam Bad Nauheim mit der knappen Führung im Rücken zwei Überzahl-Möglichkeiten (55./59.) und hätte die Zeit runterspielen können, leistete sich dann aber einen Wechselfehler und musste die letzten 16 Sekunden gegen fünf Wölfe-Feldspieler verteidigen.

In der Porzellanstadt war ein Geduldspiel erwartet worden. Der Neuling würde versuchen, die Null lange zu halten. Bad Nauheim fand gegen Michael Bitzer, der am Mittwoch zu seinem DEL-Debüt (»Leihgabe« für Bietigheim) gekommen war, allerdings lange Zeit überhaupt nicht zu einem herausfordernden Abschluss. Die Wölfe-Defensive stand kompakt. Auf der anderen Seite hatte Nick Miglio, der Topscorer, die beste Chance.

Bad Nauheim kam zwar druckvoll in das zweite Drittel, doch schienen die Hausherren nach fünf Niederlagen gegen die Hessen (inklusive Vorbereitung) diesmal den Spieß herumdrehen zu wollen, blockten beherzt in den Schussbahnen und nahmen den Gästen den Schwung aus ihren Aktionen. Mit einem Handgelenkschuss fand Hickmott die Lücke (34.). Mit dem ersten Powerplay kam Selb zum Ausgleich. Einer langen Eiszeit des EC-Quartetts folgte ein schlechter fliegender Wechsel - und Miglio war nicht mehr zu stoppen (38.).

Im Schlussabschnitt konnte Bad Nauheim abermals die Führung übernehmen. Taylor Vause stand nach einem Fehlpass goldrichtig, bediente Keck, und der traf zum 2:1 (45.). Das war’s allerdings noch lange nicht. Acht Minuten vor dem Ende stand Selb in Überzahl auf dem Eis, konnte diese Momente aber nicht nutzen.

Selber Wölfe: Bitzer - Silbermann, Ondruschka, Slavetirnyk, Grimmel, Böhringer, Walters - Klughardt, Vantuch, Schwamberger, Hammerbauer, Deeg, Miglio, Boarichnov, Reuß, Gelke, Naumann.

EC Bad Nauheim: Bick - Kevin Schmidt, Mick Köhler, Seifert, Hafenrichter, Ketter, Wachter, Dobryskin - Pollastrone, Hickmott, Reiter, Körner, Vause, Keck, Leon Köhler, Wörle, Herrmann.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (34.) Hickmott (Pollastrone, Reiter), 1:1 (38.) Miglio (Deeg, Vantuch - PP1), 1:2 (45.) Keck (Vause, Körner). - Schiedsrichter: Bauer/Singer. - Strafminuten: Selb 4, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 0.

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