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EC Bad Nauheim: So gehen die Roten Teufel in die Gipfeltreffen

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Von: Holger Hess

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Stefan Reiter (links) und der EC Bad Nauheim treffen am Donnerstag und Samstag auf die beiden aktuellen Top-Klubs der DEL2. © Andreas Chuc

Erst der Spitzenreiter, dann der Tabellenzweite: Der EC Bad Nauheim steht nach zwei Spielverlegungen vor einem Härtetest.

Die Crunchtime rückt näher. Nach den Spielausfällen gegen Bad Tölz und Crimmitschau muss der EC Bad Nauheim seine restlichen acht Partien in 17 Tagen absolvieren. Am Donnerstag (19:30 Uhr) beim Spitzenreiter in Dresden und am Samstag (19:30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion gegen die zweitplatzierten Löwen Frankfurt geht die Hetzjagd um die bestmögliche Playoff-Ausgangsposition in der Deutschen Eishockey Liga 2 weiter.

Nach dem »Pre-Game-Skate« am Dienstagmittag war klar: Auch der direkte Schlagabtausch um Rang vier gegen die Eispiraten Crimmitschau wird vertagt, weil sich das Corona-Virus in der Kabine der Westsachsen eingenistet hat. »Das wird jetzt richtig intensiv«, sagt EC-Trainer Harry Lange vor dem knackigen Programm bis zum Hauptrunden-Abschluss am ersten März-Wochenende.

Wie sieht’s personell aus? Philipp Wachter (Saison-Aus nach Schulter-OP), Tomas Schmidt und Andreas Pauli stehen auf der Ausfall-Liste. In der zusätzlich anberaumten Trainingseinheit am Dienstagabend fehlten Nikonor Dobryskin, Mark Shevyrin und Leon Köhler, die für Oberliga-Kooperationspartner EG Diez-Limburg bei der 2:5-Niederlage in Tilburg auf dem Eis standen. Für den Kölner Förderlizenz-Verteidiger Leo Hafenrichter geht es noch darum, auf die Mindestanzahl von 20 Einsätzen zu kommen, um die Playoffs im Trikot der Roten Teufel bestreiten zu dürfen. Der 17-Jährige stand bisher 13 Mal auf dem Spielberichtsbogen.

»Radio Lange«: Einen Taschenrechner benötigt Bad Nauheims Coach nicht, um spekulative Rechenexempel zu möglichen Punktequotienten-Konstellationen durchzuführen. »Das macht keinen Sinn. Aber seit Monaten wiederhole ich wie im Radio: Wir müssen in jedem Spiel unser Top-Level abrufen, sonst wird esschwer zu gewinnen.«

Sachsen-Power: Im bisherigen Saisonverlauf sind die Dresdner Eislöwen von personellen Engpässen weitestgehend verschont geblieben. Trainer Andreas Brockmann setzt auf energiegeladenes Tempo-Eishockey mit vier Reihen, hat mit Jordan Knackstedt (71 Punkte) den DEL2-Topscorer im Team und in Janick Schwendener einen bärenstärken Rückhalt zwischen den Pfosten. Zuletzt mussten die Ostdeutschen improvisieren. Vier der ersten sechs Verteidiger fehlten. Arne Uplegger und Ex-Teufel Nicklas Mannes sind längerfristig außer Gefecht, Simon Karlsson und David Suvanto meldeten sich krank. Hinzu kamen die Ausfälle von Vladislav Filin, Timo Walther, Jannis Kälble, Tom Knobloch und des Schweden David Rundqvist.

Die bisherigen direkten Vergleiche waren eng. Zweimal gewann der EC (3:2 nach Shootout, 2:1 nach Overtime), einmal die Eislöwen nach regulärer Spielzeit (2:1).

»Luxusproblem« am Main: Am Kurpark können die Löwen Frankfurt aus dem Vollen schöpfen. Die Kaderauffrischung der vergangenen Wochen (Adam Mitchell, Reid McNeill, Brett Breitkreuz, Nathan Burns) ermöglichen Coach Bo Subr variable Planungen - für jeweils drei Akteure ist nur auf der Tribüne Platz. »Das ist momentan ein Luxusproblem«, sagt Manager Franz Fritzmeier, »aber das hält alle wach. Wir wollen Harmonie und Konkurrenzkampf.« Der ambitionierte Nachbar vom Main verfügt über das beste Powerplay (27,5 Prozent Erfolgsquote) und effektivste Penalty-Killing (89,2 Prozent), außerdem kassiert man im Schnitt die wenigsten Gegentore (2,27 pro Match). Die bisherigen Hessenderbys boten Spannung pur. Einmal triumphierte Bad Nauheim am Ratsweg (3:2), zweimal siegte Frankfurt (3:1 auswärts, 2:1 nach Verlängerung in eigener Halle).

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