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EC Bad Nauheim: So gehen die Roten Teufel in die Playoff-Serie mit Kassel

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Von: Michael Nickolaus

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Wer arbeitet härter? Wer gewinnt mehr Zweikämpfe? Duelle, wie dieses von Kevin Schmidt (links) mit Kassels Stürmer Hans Detsch werden über das Weiterkommen entscheiden. © Andreas Chuc

Elf Tage Warten. Elf Tage Vorfreude - vorbei. Heute startet der EC Bad Nauheim mit dem Spiel in Kassel in das Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2. Am Freitag genießen die Roten Teufel Heimrecht.

Der EC Bad Nauheim steht zum vierten Mal seit dem Wiederaufstieg im April 2013 im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2. Die Hessen sind dabei nie über Spiel fünf der Serie hinausgekommen. Nach Duellen mit Ravensburg (zwei Mal) und Kaufbeuren geht’s diesmal gegen die Kassel Huskies, Meister von 2016 und Finalist in der Vorsaison. Erst mit dem letzten Spiel hatte Bad Nauheim, trotz Punkterekord (93 Zähler) Platz vier und das Heimrecht an die Nordhessen verloren. - Die wichtigsten Fragen vorm Auftakt.

Wie sieht’s personell aus? Für Philipp Wachter und Christoph Körner ist die Saison bekanntlich gelaufen. Im Abschlusstraining am Dienstag fehlten allerdings mit Leo Hafenrichter, Huba Sekesi, Niko Dobryskin (alle krank) und Robin van Calster (verletzt) gleich noch vier weitere Profis. Leon Köhler, der zuletzt pausiert hatte, ist wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. Als Gast hat Nikita Krymskiy das Personal für die Übungseinheit ergänzt, um mit vier Blöcken trainieren zu können. Der 17-jährige Deutsch-Russe hatte in dieser Saison für den Oberligisten Diez-Limburg gespielt.

Welcher Kontingentspieler muss zuschauen? Den Eindrücken des Abschlusstrainings zur Folge wird erneut der nachverpflichtete Kanadier Joel Messner zuschauen. Diese Entscheidung würde sich mit der Philosophie von Trainer Harry Lange decken, der zunächst dem Personal das Vertrauen schenken will, mit dem die Rekordsaison gespielt worden war.

Wie verliefen die Tage nach dem Hauptrundenende? Die Mannschaft hatte drei trainingsfreie Tage. Vergangenen Mittwoch hat sich das Team zum Bowlingabend in Oberstedten getroffen. Im Anschluss an die Trainingseinheit am Sonntagmorgen kamen die Profis mit ihren Familien im Colonel-Knight-Stadion zu einem Brunch zusammen.

Am Mittwochmorgen steht ein obligatorisches, zugleich freiwilliges Pre-Game-Skating auf dem Programm, dem ein abschließendes Videostudium folgt. Um 15 Uhr ist dann Abfahrt nach Kassel.

Wie sind Form und Stimmung? Positiv. Selbstbewusst. In Bad Nauheim wie in Kassel. Die Roten Teufel hatten nach einem Durchhänger Anfang Februar mit zuletzt vier Siegen die (Form-)Kurve bekommen. Die Huskies haben aus den sechs Spielen seit dem Trainerwechsel (Corey Neilson für Tim Kehler) eine makellose Bilanz und 29:4 Toren. Der neue Coach hatte Aggressivität und Zusammenarbeit in der Defensive in den Fokus seiner Arbeit gerückt.

Was wird die Serie entscheiden? Die berühmten Kleinigkeiten. Wer gewinnt mehr Bullys, mehr Zweikämpfe? Wer leistet sich weniger Fehler? Wer hat die effektiveren Über- und Unterzahl-Formationen? Wer tritt in den Fokus, wenn sich die beiden Top-Reihen neutralisieren sollten? Kassel hat Vorteile in der Physis, Bad Nauheim wohl in punkto Schnelligkeit. Die Fachzeitung »EishockeyNews« prognostiziert eine Serie über sieben Spiele sowie ein Weiterkommen der Kassel Huskies. Bei den Wettanbietern sind die Nordhessen in Spiel eins favorisiert.

Was ändert sich zu Playoff-Beginn? Die wichigste Änderung: das Penaltyschießen entfällt. Jede Partie wird so lange verlängert, bis ein Tor über Sieg und Niederlage entschieden hat.

Im Colonel-Knight-Stadion wurde in den vergangenen Tagen die Kapazität für VIP-Gäste erhöht. Das Vereinsheim des Nachwuchsclubs wurde aufgehübscht und neu möbliert, so dass zu den rund 150 VIP-Gästen in den regulären Räumlichkeiten weiteren 60 Premium-Kunden ein entsprechendes Ambiente geboten werden kann.

Wie viele Tickets gibt es noch? Für das Heimspiel am Freitag waren am Dienstag bereits über 3000 Karten verkauft. Zulässige Gesamtkapazität aktuell: 3450 Zuschauer. Für Spiel vier sind bereits rund 2000 Karten verkauft. In Kassel werden die Roten Teufel am Mittwoch wohl von rund 150 Fans unterstützt werden, am Sonntag wird mit der doppelten Zahl an Gäste-Fans in Nordhesen gerechnet.

Was haben die EC-Heimspiele mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? Der Charity-Verein »Rote Engel« wird rund um die beiden Heimspiele Geld sammeln. Die Spenden sollen direkt an das »Aktionsbündnis Katastrophenhilfe« für die Ukraine fließen. Die Mannschaft wird ebenso wie die Mitabeiter der Geschäftsstelle spenden.

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