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Kevin Schmidt nimmt Ex-Teufel Denis Shevyrin vor Torwart Felix Bick aus dem Spiel und feiert mit dem EC Bad Nauheim einen 3:1-Erfolg bei den Kassel Huskies.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: So haben die Roten Teufel in Kassel die Tabellenführung übernommen

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Eine tolle Momentaufnahme: Der EC Bad Nauheim führt die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 nach dem 16. Spieltag an.

Ausschneiden, einrahmen, aufhängen! Die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 weist nach dem 16. Spieltag den EC Bad Nauheim als Spitzenreiter aus. Die Roten Teufel holten ihrerseits durch einen 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)-Erfolg bei den Kassel Huskies ihren achten »Dreier« im achten Auswärtsspiel dieser Saison (!) und profitierten vom Spielausfall des nun gestürzten Tabellenzweiten Löwen Frankfurt. Vor 3140 Zuschauern in der Eissporthalle am Auepark, darunter etwa 300 Fans der Roten Teufel, trafen Stefan Reiter, Jerry Pollastrone und Jordan Hickmott für die Gäste.

»Wir waren heute sehr strukturiert und haben die Dinge richtig gemacht, die man richtig machen muss, um ein Spiel zu gewinnen«, freute sich Harry Lange, der Trainer, über den Derby-Erfolg und die gleichzeitige Revanche für die Niederlage im ersten Spiel. Tim Kehler, der Huskies-Coach, meinte: »Es ist schwer, nach einem Derby gleich das nächste Derby zu bestreiten. Bad Nauheim hatte zu Beginn viel mehr Energie. Wir können von den Roten Teufeln lernen.«

Insbesondere das Schlusdrittel hatte es aus Sicht der Gäste in sich. Mit dem Tor zum 2:0 schien Pollastrone etwas Ruhe reinbringen zu können (41.). Doch nicht einmal eine Minute später kam Kassel durch Brett Cameron zum Anschluss. Der Kanadier hatte Glück, dass ihn unmittelbar zuvor sein Zweikampfverhalten gegen Tomas Schmidt nicht auf die Strafbank geführt hatte. Jake Weidner traf seitens der Gastgeber kurz drauf die Latte. Und in der 48. Minuten hieß es erneut, die Luft anzuhalten. Taylor Vause, der Dreh- und Angelpunkt beim EC, hatte sich in einen Schuss von Joel Keussen geworfen und musste sich auf der Bank am Knöchel behandeln lassen. Der Top-Scorer kehrte aber zurück, und Jordan Hickmott erzielte - nach Pollastrone-Pass - per Direktabnahme das 3:1 für Bad Nauheim (54.). Eine Überzahl-Situation im Anschluss ließ an den Sieg glauben, doch leisteten sich die Gäste zweieinhalb Minuten vor Schluss noch eine Hinausstellung und verteidigten mit zwei Feldspielern weniger den Sieg.

»Kassel hat gerade im zweiten Durchgang die Muskeln spielen lassen. Aber mir hat gefallen, dass wir nur wenige klare Möglichkeiten zugelassen haben«, resümierte Lange.

Bad Nauheim hatte kurzfristig Tobias Wörle (Magen-Darm) zu ersetzen. Für ihn spielte Mick Köhler in der zweiten Reihe. Bärenstark waren die Roten Teufel in die Partie gekommen und hatten dem Derby im Stile einer Heimmannschaft zunächst den Stempel aufgedrückt. Als »phantastisch«, ordente Lange diese 20 Minuten rückblickend ein. Effektiv im Forechecking (Kassel kam selten strukturiert aus dem eigenen Drittel), lauf- und spielfreudig zeigten sich die Wetterauer. Das Torschussverhältnis nach 20 Minuten: 17:4; für die Gäste wohlgemerkt. Was aber fehlte, war zunächst der Abschluss. In der 17. Minute konnte Stefan Reiter schließlich nach einem Konter den Rebound verwarten. Zuvor hatte Huskies-Torwart Jerry Kuhn gegen Robin van Calster pariert.

Kassel Huskies: Kuhn - Keussen, Tramm, Orendorz, Rutkowski, Granz, Marco Müller, Geischeimer - Weidner, Spitzner, Gams, Cameron, Trivino, Laub, Shevyrin, Wahl, MacQueen, Kranz, Krüger, Detsch.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Wachter, Tomas Schmidt, Dobryskin - Keck, Vause, Körner, Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler van Calster, El-Sayed, Reiter, Herrmann, Leon Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (17.) Reiter (van Calster, Stephan), 0:2 (41.) Pollastrone (Hickmott, Kevin Schmidt), 1:2 (43.) Cameron (Laub, Keussen), 1:3 (54.) Hickmott (Pollastrone, Stephan). - Schiedsrichter: Apel/Neutzer. - Strafminuten: Kassel 8, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 3140.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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