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Huba Sekesi wirft sich in den Schuss von Dominik Meisinger (nicht im Bild), den Torwart Felix Bick abwehren kann.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Souverän nach langem Anlauf

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim gewinnt bei den Bayreuth Tigers mit 4:1 und hält seine Position unter den Top Vier der Deutschen Eishockey-Liga 2.

Der EC Bad Nauheim hat zum Jahresstart die richtige Spur erwischt. Mit einem 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)-Erfolg bei den Bayreuth Tigers haben die Roten Teufel nach zuvor zwei Niederlagen die richtige Antwort gegeben. Die Hessen nahmen dabei einen langen Anlauf. 33 Minuten dauerte es in einer vor allem zu Beginn sehr zerfahrenen Partie bis zum ersten Treffer, nach einem Doppelschlag binnen 44 Sekunden (von 2:1 auf 4:1/50.) hatten die Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen. Für Bad Nauheim trafen Taylor Vause, Tristan Keck, Christoph Körner (mit einem zuletzt seltenen Powerplay-Tor) und Huba Sekesi. Robin van Calster, der im zweiten Abschnitt einen Kniecheck bekam, blieb anschließend ohne Eiszeit.

»Dieser Sieg war wichtig, nachdem wir in den vergangenen Spielen etwas von unserem Weg abgekommen waren. Wichtig war, dass wir defensiv gut stehen, und ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Ab dem zweiten Durchgang waren wir besser im Spiel und haben am Ende nichts mehr anbrennen lassen«, sagte Harry Lange, der Trainer der Gäste. Petri Kujala, Ex-Teufel-Coach an der Bande der Tigers, meinte hingegen. »Das erste Drittel war das Beste seit langem. Von unserer ersten Reihe kommt aber zu wenig.« Für Bayreuth war’s die achte Niederlage aus den letzten neun Spielen.

Lange hatte das Nordamerika-Duo Jerry Pollastrone und Jordan Hickmott diesmal getrennt - ein erkennbarer Effekt blieb allerdings aus.

Im ersten Drittel wollte auf beiden Seiten überhaupt kein Spielfluss aufgekommen. Die Partie war äußerst zerfahren und von vielen Fehlern geprägt. Mit dem zweiten Durchgang übernahm Bad Nauheim die Initivative, hatte Vorteile und durch van Calster einen Schuss an den Innenpfosten (23.). Wie aus dem Nichts erzielte Sekesi die Führung. Er hielt den Puck im Angriffsdrittel und traf bei verdeckter Sicht flach ins kurze Eck. Sekunden später stand Stefan Reiter vor Tigers-Torwart Timo Herden, verpasste aber diese Chance. Stattdessen nutzte Keck einen Konter, stellte auf 2:0 (38.). Noch vor der Pause verkürzte Ex-Teufel Frederik Cabana aus der Drehung.

Im Schlussbabschnitt verpasste zunächst erneut Reiter nach einem Zwei-auf-eins-Break, dann zeigte sich Vause beim Rebound kaltschnäuzig (49.), und schließlich traf Körner nach nur zwölf Powerplay-Sekunden (50.) zum vierten Mal für die Gäste. Bayreuth war geschlagen. »So wie wir das letzte Drittel heruntergespielt haben, wünscht sich das jeder Trainer«, sagt Lange.

Bayreuth Tigers: Herden - David, Pruden, Gabriel, Meisinger, Schug, Menner - Hohmann, Järveläinen, Pither, Bindels, Kretschmann, Meier, Ratmann, Schumacher, Cabana, Zimmermann, Kunz.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Seifert, Dobryskin, Shevyrin - Körner, Vause, Keck, Pollastrone, Mick Köhler, Reiter, Wörle, Hickmott, van Calster, Leon Köhler, El-Sayed, Herrmann.

Tore: 0:1 (33.) Sekesi (Leon Köhler), 0:2 (38.) Keck (Sekesi, Stephan), 1:2 (39.) Cabana (Ratmann, Schumacher), 1:3 (49.) Vause (Körner, Keck), 1:4 (50.) Körner (Wörle, Tomas Schmidt - PP1). - SR: Bauer/Nause. - Strafen: Bayreuth 4, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: keine.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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