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EC Bad Nauheim: Taschenrechner-Finale mit Emotionen - Rekordmarke winkt

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Von: Michael Nickolaus

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Hugo Boisvert vertritt den erkrankten Trainer Harry Lange im letzten Heimspiel des EC Bad Nauheim als Chef an der Bande. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim könnte erstmals mit Heimrecht in das Playoff-Viertelfinale starten. Dazu sollten die Roten Teufel ihr Spiel am Samstag gewinnen; ohne Chef-Trainer, aber mit emotionalem Vorprogramm.

Ein Taschenrechner ist immer in der Nähe. Zum Hauptrunden-Abschluss der Deutschen Eishockey-Liga 2 entscheidet der Punkte-Quotient über die Tabellen-Platzierung; eine Zehntel-Entscheidung zeichnet sich ab. Mit einem Sieg am Samstag (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) gegen den EHC Freiburg könnte der EC Bad Nauheim Heimrecht im Playoff-Viertelfinale sichern; Unterstützung aus Dresden im Spiel gegen Kassel allerdings vorausgesetzt.

Die Ausgangslage: Ein Viertelfinale (ab Mittwoch, 16. März) zwischen Bad Nauheim und Kassel zeichnet sich ab. Offen ist, wer in der Neuauflage des Oberliga-Finales von 2013 den Heimvorteil hat. Rechnerisch, aber unwahrscheinlich: Die Eispiraten Crimmitschau könnten noch an Kassel vorbeiziehen.

Die Motivation: Die Roten Teufel könnten in ihrer neunten Saison nach dem Wiederaufstieg in die zweite Liga einen Punkterekord aufstellen. Die aktuelle Bestmarke wurde in der Saison 2018/19 mit 90 Zählern erzielt. Nur ein Punkt fehlt also noch für einen neuen Rekord. Zudem winkt die beste DEL 2-Hauptrunden-Platzierung. In der Spielzeit 17/18 hatten die Roten Teufel mit Rang fünf ihre bislang beste Position seit der Zweitliga-Rückkehr erreicht. »Die Jungs haben sich das Heimrecht und den Rekord nach dieser Saison einfach verdient«, sagt Trainer Harry Lange.

Trainer in Quarantäne: Am Mittwoch hat’s dann auch Harry Lange, den Coach, erwischt. Der Corona-Test schlug positiv an. Hugo Boisvert, als Chef-Trainer erfahren, übernahm. Alexander Baum, der in Bad Nauheim Legenden-Status genießt, sprang als ehemaliger Teamkollege von Harry Lange unterstützend ein und wird auch im Heimspiel an der Bande stehen. Die Donnerstag-Partie in Weißwasser (3:2) hat Lange via Livestream verfolgt. »Zwei Drittel lang war das sehr solide. Im Schlussabschnitt waren wir dann zu passiv.« Per Whats App hat sich das Trainer-Team unmittelbar während des Spiels ausgetauscht.

Das Kontingentspieler-Roulette: Joel Messner darf sich gegen Freiburg zeigen. Wer anstelle des Verteidigers zuschauen muss, wird öffentlich noch nicht kommuniziert.

Die Personal-Situation : Nach Philipp Wachter wird auch Christoph Körner für den Rest der Saison ausfallen. Der Stürmer werde sich einer Operation unterziehen müssen, teilte der Klub mit. Nach unseren Infomationen ist dies beim 24-Jährigen aus kardiologischen Gründen erforderlich. Zudem fehlen Patrick Seifert und Mick Köhler (krank). Andreas Pauli hofft auf ein Comeback zum Playoff-Start.

Emotionale Momente: Ladislav Olejnik und Ralf Pöpel waren vor mehr als einem Jahr formell als Mitglieder in die »Hall of Fame« des Eissports in Bad Nauheim aufgenommen worden. Vor dem Heimspiel gegen Freiburg werden die beiden VfL-Legenden nun noch offiziell geehrt. Ex-Bundestrainer Olejnik wird aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Ort sein können. Pöpel hat einige Mitstreiter aus seiner langen Karriere eingeladen. Zugesagt haben bereits Bill Lochead, Helmut Keller, Klaus Retzer, Rainer Wesener, Ronald Hennecke, Marian Hurtik, Werner Kadow sowie die EC-Markenbotschafter Rolf Knihs, Thomas Barczikowski und Manfred Müller.

Der Gegner: Freiburg spielt zum Abschluss im Fernduell mit Kaufbeuren (zu Gast in Selb) um das Heimrecht in den Pre-Playoffs. Am Donnerstag war Bad Tölz geschlgen worden (5:2), zuvor waren die Breisgauer zweimal den Kassel Huskies unterlegen (1:3, 2:5).

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