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EC Bad Nauheim: Torlos in Weißwasser

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Von: Christoph Sommerfeld

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Michael Bartuli (EC Bad Nauheim) läuft dem zweifachen Füchse-Torschützen Hunter Garlent (rechts) hinterher. © Thomas Heide

Der EC Bad Nauheim blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne eigenes Tor und musste am Sonntag eine 0:3-Niederlage bei den Lausitzer Füchsen quittieren.

(cso). Leon Hungerecker nahm von jedem seiner Mitspieler einen leichten Stoß mit dem Helm entgegen. Die Spieler der Lausitzer Füchse wussten, bei wem sie sich bedanken mussten. Ihr Goalie war einer der Matchwinner bei der 0:3-Niederlage (1:0; 1:0; 1:0) des EC Bad Nauheim in Weißwasser. Entscheidenden Anteil hatte auch DEL 2-Topstürmer Hunter Garlent, der zwei Treffer erzielte. Und so saß der Wetterauer Trainer Harry Lange bei der Pressekonferenz ziemlich bedröppelt da und bilanzierte trocken: »Wir sind heute in den Bus gestiegen und haben wohl vergessen, dass ein Spiel stattfindet.« Die Personalsituation beim ECN hatte sich nach Freitag noch mal zugespitzt: Zu den Ausfällen Christoph Körner, Philipp Wachter und Andreas Pauli kam noch Marc El-Sayed hinzu (Erkältung).

Die Schussstatistik (27:20) sprach am Ende für die Roten Teufel, nur Tore wollten beim Rangdritten nicht fallen in der leeren Wee-Arena. Zu oft konnten die Nauheimer mit ihren Versuchen keine Gefahr erzeugen. Wenn es dann mal gefährlich wurde, war Hungerecker zur Stelle. So musste EC-Stürmer Stefan Reiter in der ersten Drittelpause am Sprade-Mikro bekennen: »Wir sind hinten zu schlampig, vorne zu schlampig, und die Pässe kommen nicht an.« Daran sollte sich nicht mehr viel ändern.

Besser machten es die Gastgeber, die nach zehn Minuten einen kapitalen Fehler von Jerry Pollastrone zur Führung nutzten. Der US-Amerikaner verlor die Scheibe zentral vor dem eigenen Tor und lieferte so unfreiwillig den Assist für Garlent. Und der Kanadier stellte zu Beginn des zweiten Abschnitts einmal mehr seine offensiven Qualitäten unter Beweis. Bei seinem feinen Schuss aus dem Handgelenk verdeckte Clarke Breitkreuz EC-Goalie Felix Bick die Sicht. Der Puck schlug im kurzen Eck ein.

Die Roten Teufel kamen auch in ihren Powerplays nicht zum Erfolg. Sie fanden zwar schnell in die Formation, ließen die Scheibe auch laufen, nur den richtigen Moment für einen zwingenden Schuss erwischte man selten. Beim Rebound fehlte ein bisschen das Glück. Selbst im Schlussdrittel, als Lange den Torwart vom Eis holte und im Sechs-gegen-vier den Treffer erzwingen wollte, sprang nichts heraus. Ein Gewühl vor Hungerecker, an dem über die Hälfte der Spieler beteiligt war, konnte noch als beste Chance in diesem Powerplay verzeichnet werden. Am Ende hatte aber wieder der Füchse-Goalie die Scheibe.

Eine von wenigen guten EC-Chancen vereitelte Jakub Kania (53.), der den Pass von Tristan Keck auf den einschussbereiten Reiter verhinderte. Er musste für seine Aktion zwar auf die Strafbank, rettete seinem Keeper aber das Shutout. Vorne umkurvte wenig später Breitkreuz das Tor und versuchte sich mit einem Bauern-Trick, im Nachsetzen beförderte Roope Mäkitalo den Puck ins Netz - die Entscheidung.

Etwas Positives gab’s für Nauheim aber doch noch: Kevin Schmidt verletzte sich nicht schlimmer. Er musste kurz behandelt werden, nachdem er von einem Puck im Gesicht getroffen worden war.

Lausitzer Füchse: Hungerecker - Carson, Baxman, Kania, Bednar, Kuschel, Raab, Reiner - Quenneville, Mueller, Garlent, Valentin, Breitkreuz, Mäkitalo, Döring, Ritter, Detig, Rentsch, Müller.

Bick - Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Sekesi, Stephan, Seifert, Dobryskin, Keck, Vause, Steck, Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler, Reiter, Herrmann, Wörle, Leon Köhler, Bartuli.

Steno / Schiedsrichter: Becker/Falten. - Tore: 1:0 (10.) Garlent (Quenneville, Mueller), 2:0 (22.) Garlent (Quenneville, Mueller - PP), 3:0 (56.) Mäkitalo (Valentin, Breitkreuz). - Zeitstrafen: 8:8 Min.

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