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EC Bad Nauheim: Viele Strafen, wenig Rhythmus

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Von: Michael Nickolaus

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Taylor Vause (verdeckt, mit Goldhelm) und Jerry Pollastrone suchen die Lücke gegen Julian Wäser und Torwart Kristian Hufsky von den Lausitzer Füchsen. © Andreas Chuc

Der Siegeszug stoppt. Nach fünf »Dreiern« in Folge unterlag der EC Bad Nauheim am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 den Lausitzer Füchsen mit 2:3 (1:1, 1:2, 0:0).

(mn). 2446 Zuschauer sorgten im Colonel-Knight-Stadion durchweg für Stimmung, wenngleich die Leistung der Roten Teufel nicht an die der vergangenen Spiele heranreichte. Taylor Vause und Tobias Wörle konnten mit ihren Treffern jeweils einen Rückstand ausgleichen. Den Zorn des Publikums zogen sich die Unparteiischen Westrich/Engelmann mit einer unausgewogenen Strafenverteilung in einer an sich fair geführten Partie zu. Letztlich kassierten die Hausherren zwei Gegentore in Unterzahl, beide jeweils kurz vor den Drittelpausen.

»Wir haben heute gefühlt gegen zwei Mannschaften gespielt. Weißwasser ist so schon stark, aber gegen die zweite Mannschaft hatten wir keine Chance«, sagt Trainer Harry Lange mit Blick auf die Unparteiischen. Zugleich räumt er ein. »Wir waren anfangs zu pomadig. Am Ende hatten wir auch das nötige Glück nicht auf unserer Seite.« Eine gute Leistung bescheinigte der Coach zum einen Richards Babulis, der zwischen den Pfosten den Vorzug erhalten hatte, zum anderen Edwin Tropmann. Der 17-Jährige aus dem Nachwuchs von Kooperationspartner Köln kam zu seinem ersten DEL2-Einsatz.

Bad Nauheim lag vor der Partie auf dem zweiten Platz in der Strafen-Rangliste der DEL2. 6,7 Minuten kassierten die Roten Teufel im Schnitt. Gegen Weißwasser kamen 16 Minuten dazu, alleine zwölf Minuten in den ersten beiden Abschnitten. Der Gast kassierte gerade einmal die Hälfte. Die Über- und Unterzahl-Sequenzen, die Vorteile für die Füchse, die ihre Torgefahr auch auf der Anzeigetafel zum Ausdruck bringen konnten (zwei Powerplay-Tore) waren ein Faktor in dieser Partie.

Das Offensivspiel - sofern die Gastgeber überhaupt einmal ohne Hinausstellungen in ihren Rhythmus finden durften - war der zweite Schlüssel. Zwar wurden am Ende überraschend 37 Torschüsse der Teufel offiziell erfasst, vielen Versuchen fehlte aber die echte Torgefahr, zu selten konnte Kristian Hufsky im Füchse-Tor wirklich gefordert werden. Seine Vorderleute verteidigen geschickt und gewannen in bald schon zermürbender Art und Weise die Rebounds, hatten das nötige Scheibenglück in den Zweikämpfen.

Roope Mäkitalo brachte die Gäste aus Weißwasser mit dem ersten Torschuss (6.) sowie später in doppelter Überzahl (20.) zweimal in Führung. Beim Überzahl-Siegtreffer der Lausitzer durch Clarke Breitkreuz fehlten den Hausherren nur drei Sekunden, um sich in die zweiten Drittelpause zu retten.

EC Bad Nauheim: Babulis - Sekesi, Köhler, Wachter, Seifert, Erk, Hafenrichter, Tropmann - Wörle, Coffman, Hickmott, Herrmann, Vause, Pollastrone, Pauli, El-Sayed, Körner, Cerny, Bartuli.

Lausitzer Füchse: Hufsky - Zauner, Adam, Blumenschein, Wäser, Bednar, Detig - Valentin, Scheidl, Breitkreuz, Hördler, Garlant, Mäkitalo, Heim, Henritius, Baßler, Anders, Ritter, Handschuh.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (5.) Mäkitalo (Hördler, Garlant), 1:1 (10.) Vause (Hickmott, Pauli - PP1), 1:2 (20.) Mälitalo (Breitkreuz - PP2), 2:2 (39.) Wörle (Seifert), 2:3 (40.) Breitkreuz (Garlant, Mäkitalo - PP1) - Schiedsrichter: Westrich/Engelmann. - Strafminuten: Bad Nauheim 16, Lausitzer Füchse 8. - Zuschauer: 2446.

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