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EC Bad Nauheim: Warum Dag Heydecker die Teufel verlässt und was er nun macht

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Von: Michael Nickolaus

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Dag Heydecker hatte als Geschäftsleiter Gesellschafter, Sponsoren und Fans für den EC Bad Nauheim begeistern können. © Nicole Merz

Der EC Bad Nauheim verliert eine Identifikationsfigur. Dag Heydecker, von Sommer 2020 an Geschäftsleiter beim Eishockey-Zweitligsten, scheidet auf eigenen Wunsch hin aus dieser Position aus.

»Es war mir eine große Freude, dass ich fast zwei Jahre meinen Herzensverein unterstützen durfte. Es waren, bedingt durch Corona, zwei sehr intensive, wie interessante Spielzeiten. Es hat mir großen Spaß gemacht. Allerdings, das ist meine Erkenntnis, kann ich aufgrund meines Wohnsitzes in Mainz nicht jeden Tag vor Ort sein, um diesem Job nach meinen Ansprüchen zu erledigen. In einem Eishockey-Club ist man 365 Tage im Jahr gefordert, und das ist mir leider so nicht möglich«, erklärt der 61-Jährige seine Entscheidung.

»Der EC Bad Nauheim ist ein besonderer, empathischer und wunderbarer Verein, der immer einen Platz in meinem Herzen haben wird«, sagt Heydecker, der seine Entscheidung intern schon sehr frühzeitig kommuniziert hatte.

Spätestens zu Saisonbeginn soll die Stelle des Steinfurthers neu besetzt werden. Bis dahin werden die Aufgaben in den Bereichen Medien und Kommunikation von mehreren Mitarbeitern in der Geschäftsstelle übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung der GmbH.

Heydecker zeichnete für die Themen Außendarstellung, externe und interne Kommunikation, Imagepflege und Identifikation verantwortlich und hatte die Erfahrung und Fingerspitzengefühl aus zwei Jahrzehnten Profisport aus der Fußball-Bundesliga (FSV Mainz 05) und der Deutschen Eishockey-Liga (Adler Mannheim) in Bad Nauheim eingebracht. Ihm ist es unter schwierigen Bedingungen gelungen, das Bild einer großen Eishockey-Familie mit Emotionen, Nähe und Verbundenheit zu schärfen und neue Gesellschafter von einem Engagement zu überzeugen.

»Ich möchte Dag Heydecker für sein tolles Engagement bedanken. Die Arbeit mit ihm hat großen Spaß gemacht. Er hat uns in den in den letzten zwei Jahren in vielen Bereichen mit weiterentwickelt und somit eine hervorragende Basis für die Zukunft geschaffen. Wir hätten auch gerne mit ihm weitergearbeitet, aber ich denke, alle in der Organisation können seine Entscheidung und auch vor allem seine Gründe nachvollziehen« sagt Andreas Ortwein, der gemeinsam mit Tim Talhoff die Geschäfte der Roten Teufel führt.

Dag Heydecker über

. . . sein unvollendetes Herzensprojekt: »Mein Wunsch war und ist es, an der Außenfassade des Colonel-Knight-Stadions die Eissport-Geschichte von 1946 bis heute mit ihren Höhepunkten auch sportart-übergreifend nachzuerzählen. Die Bilder, unter anderem von Rainer Philipp, Kunstläuferin Marika Kilius und Eisstock-Weltmeisterin Annerose Fauerbach liegen bereits vor. Leider konnte dieses Projekt noch nicht umgesetzt werden.«

. . seine berufliche Zukunft: »Ich werde wieder vermehrt Vorträge unter den Titeln ›Die Kunst der intelligenten Menschenführung - warum Tuchel, Klopp und Flick so erfolgreich sind‹ sowie ›Wie mache ich Kunden zu Fans‹ halten und mich dem Coaching widmen.«

. . . seine künftige Verbindung zum EC Bad Nauheim: »Ich bin Fan - und das werde ich immer blieben. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich im Stadion sein, ansonsten die Spieler via SpradeTV verfolgen. «

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