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EC Bad Nauheim: Wildes Hin und Her mit Happy End

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Von: Michael Nickolaus

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Der Ausgleich: Kaum von der Strafbank zurück, trifft Robin van Calster zum 5:5-Zwischenstand für den EC Bad Nauheim. Im Hintergrund: Andreas Pauli, der die Vorarbeit geleistet hatte. FOTO: NICKL © Red

Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim siegt beim starken Aufsteiger Eisbären Regensburg nach Drei-Tore-Rückstand noch mit 6:5.

(mn). Einmal tief durchatmen! Der EC Bad Nauheim gewann am Sonntag nach wilden Spiel beim starken Aufsteiger Eisbären Regensburg mit 6:5 (1:1, 2:3, 3:1). Zwischenzeitlich, nämlich nach 34 Minuten, hatten die Roten Teufel mit drei Treffern im Rückstand gelegen. Den Treffer zum Sieg erzielte Taylor Vause rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Zuvor hatten Patrick Seifert, Jordan Hickmott, Tim Coffman, Robin van Calster und - mit seinem ersten Treffer für den Eishockey-Zweitligisten aus Hessen - David Cerny vor 2678 Zuschauern in der Donau-Arena für die Gäste getroffen. Rund 100 Fans aus der Wetterau hatten ihr Team begleitet.

»Ich bin heilfroh. Meinem Eindruck nach hatten wir das Spiel bei Fünf-gegen-Fünf unter Kontrolle, aber haben uns aber im zweiten Abschnitt drei schwere Fehler erlaubt, die eben nicht passieren dürfen. Die Mannschaft hat aber zum wiederholten Mal Herz beweisen und nie aufgesteckt«, bilanzierte Harry Lange, der Trainer der Gäste. Max Kaltenhauser, der Coach des starken Aufsteigers, sprach in der Analyse die Gier seiner Mannschaft an. »Wir haben die Torgefahr der Gäste lange Zeit gut eingedämmt, sind am Ende aber in zwei solche Breaks hineingelaufen. Das ging vielleicht in der Oberliga, aber nicht in der DEL2.«

Bei den Gästen fehlte neben Verteidiger Kevin Schmidt - wie auch am Freitag im Schlussabschnitt - Stürmer Tobias Wörle. Den beiden Kontingentspieler-Duos hatte Lange nach zuletzt geringer Torausbeute jeweils einen anderen deutschen Stürmer als dritten Mann zur Seite gestellt.

Bad Nauheim verbrachte viel Zeit in der offensiven Zone, Regensburg hingegen nutzte effektiv und kaltschnäuzig seine Chancen. Deutlich wurden die Unterschiede im Über- und Unterzahlspiel. Da nutzten die Hausherren, die in den acht Spielen zuvor sieben Mal gepunktet hatten, zwei von vier Powerplay-Chancen. Bad Nauheim blieb hingegen bei fünf Gelegenheiten ohne Treffer.

Als Regensburg im zweiten Abschnitt von 1:1 auf 4:1 davonziehen konnte (34.), deutete vieles auf ein Null-Punkte-Wochenende der Roten Teufel hin. Bad Nauheim fehlte bis dahin der zielstrebige Abschluss. Ein Doppelschlag binnen 71 Sekunden zum 3:4 (36.) machte Mut für Durchgang drei. Hier ging’s dann auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Dem Ausgleich in Unterzahl folgte 19 Sekunden später der erneute Rückstand 4:5 (45.). Sechs Minuten vor Schluss standen die Gäste dann erneut mit einem Spieler weniger auf dem Eis, nutzten dann den Ablauf der Strafzeit zu einem Break - mit dem Treffer zum erneuten Ausgleich. Schließlich traf Vause, der clever verzögert hatte, zum 6:5-Endstand aus Sicht der Gäste (58.)

Eisbären Regensburg: Berger - Gulda, Heider, Tippmann, Weber, Schiller, Demetz, Pronin - Divis, Trivino, Gajovsky Ontl, Keresztury, Heger, Schmid, Schembri, Matus, Schwamberger, Pipponen, Wagner.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Köhler, Wachter, Erk, Seifert, Hafenrichter - Hickmott, Coffman, Herrmann, van Calster, Vause, Pollastrone, Pauli, El-Sayed, Körner, Niedenz, Cerny, Bartuli, Steck.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (13.) Seifert (El-Sayed, Pauli), 1:1 (19.) Gajovsky (Trivino - SH1), 2:1 (24.) Gajovsky (Gulda, Divis - PP1), 3:1 (25.) Schwamberger (Heider, Wagner), 4:1 (34.) Trivino (Gajovsky, Divis), 4:2 (35.) Cerny (Wachter, Steck), 4:3 (37.) Hickmott (Herrman, Coffman), 4:4 (45.) Coffman (Vause, Seifert - SH1), 5:4 (45.) Trivino (Schembri, Gulda - PP1), 5:5 (55.) van Calster (Pauli), 5:6 (58.) Vause (van Calster, Erk). - Schiedsrichter: Steinecke/Harrer. - Strafminuten: Regenburg 10, Bad Nauheim 8. - Zuschauer: 2678.

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