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EC Bad Nauheim: Wörle trifft in der Verlängerung

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Von: Michael Nickolaus

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Die Entscheidung in der Verlängerung: Tobias Wörle trifft zum 2:1-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen die Eispiraten Crimmitschau. © Andreas Chuc

Der EC Bad Nauheim hat den insgesamt Ausfällen erneut getrotzt und zwei Punkte gegen de Eispiraten Crimmitschau gewonnen.

Erneut hatten die Roten Teufel den Ausfall von acht Profis kompensieren müssen - und erneut ist der EC Bad Nauheim als Sieger vom Eis gegangen. Tobias Wörle erzielte am Freitagabend vor 1655 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion in der vierten Minute der Verlängerung den 2:1 (0:0, 1:1, 0:0/1:0)-Siegtreffer gegen die Eispiraten Crimmitschau.

Dass die Badestädter in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 die Führung an die nun punktgleichen Löwen Frankfurt haben abgeben müssen - sei’s drum. Angesichts der erneut höchst turbulenten wie unerfreulichen Begleitumstände der Trainingswoche war mit diesem doppelten Punktgewinn wahrlich nicht zu rechnen. Den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hatte Huba Sekesi erzielt (39.).

Von einer »unfassbaren Moral«, sprach Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel. »Die Jungs haben sich erneut zerrissen.« Sein Trainer-Kollege Marain Bazany beklagte ein »verschlafenes Drittel« und die »insgesamt zu vielen Strafen, die wir genommen haben«.

Marc El-Sayed, der Kapitän der Roten Teufel, stand am Freitag wieder im Kader, dafür reihte sich Felix Bick in die lange, teils corona-bedingte Ausfallliste ein. Das Tor hütete Philipp Maurer, der einmal mehr zu überzeugen wusste. Auf der Bank hatte erstmals Louis Busch von Oberliga-Kooperationspartner Limburg Platz genommen. Bleibt zu hoffen, dass Förderlizenz-Goalie Maurer nicht nach Köln abberufen wird. Der DEL-Kooperationspartner hat aktuell ebenfalls mit corona-bedingten Ausfällen zu kämpfen.

37 Minuten vergingen bis zum ersten Treffer. Bad Nauheim hatte nach ausgeglichenem ersten Abschnitt gerade mehr vom Spiel (Schussverhältniss nach 40 Minuten 24:14), doch übernahm der Gast die Führung. Einen Abspielfehler nutzte Andre Schietzold - Maurer war chancenlos. Die Antwort der Hausherren folgte prompt. Als Crimmitschaus Willy Ruddert nach einem Check von hinten gegen Christoph Körner fünf Strafminuten abbrummte, kombinierte Bad Nauheim sehenswert im Powerplay den Ausgleich heraus. Sekesi erzielte seinen ersten Saisontreffer.

Und - wie eigentlich in jedem Heimspiel dieser Saison - spitzte sich die Spannung zum Spielende hin mehr und mehr zu, wobei die EC-Fans für ein feines Gespür, wann die Mannschaft Unterstüzung braucht, bekannt sind. Die Roten Teufel hatten über die komplette Partie gesehen die klareren Chancen, ließen aber zu viel liegen. Der Führungstreffer wurde fünf Minuten vor Schluss durch die Powerplay-Minuten sieben bis neun auf dem Silbertablett serviert. Bad Nauheim traf aber nicht. Ein Punkt war dennoch schon als Erfolg zu sehen.

In der Verlängerung leisteten sich die Hausherren dann einen Wechselfehler, hatten während der ersten Unterzahl bange Momente zu überstehen. Gerade komplett, wurde Tobias Wörle »auf die Reise« geschickt und nutzte die Eins-gegen-eins-Situation mit dem ebenfalls starken Eispiraten-Torwart Christian Schneider (im Vorjahr beim Oberligisten SC Riessersee).

EC Bad Nauheim: Maurer - Kevin Schmidt, Tomas Schmidt, Sekesi, Stephan, Glötzl, Shevyrin - Pollastrone, Hickmott, Mick Köhler, Körner, Wörle, van Calster, Leon Köhler, El-Sayed, Reiter.

Eispriaten Crimmitschau: Schneider - Kreutzer, Scalzo, Wishart, Oleff, Thomas, Heyer - Reisnecker, Feser, Schlenker, Schietzold, Timmins, Lemay, Rudert, Kanya, Gläser, Weyrauch, Demmler, Böttcher.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (37.) Schietzold (Lemay), 1:1 (38.) Sekesi (Mick Köhler, Pollastrone - PP), 2:1 (64.) Wörle (van Calster, Kevin Schmidt) - Schiedsrichter: Brill/Neutzer. - Strafminuten: Bad Nauheim 2, Crimmitschau 4 plus fünf Minuten (Ruddert). - Zuschauer: 1655.

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